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Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 22. September 2015, 22:14
von Michael_Minden
jamotide hat geschrieben:Ja nicht schlecht, ich haette es noch ein bisschen fieser dargestellt, Am Anfang ein paar Obama-Soeldner, die das Land zerstoeren, dann zwischen durch vor der Deutschland-Schweden Roehre wird ihm ein Bein gestellt und sein Kind faellt runter, und am Ende beim Banner noch ein paar rechte Demonstranten, die ihn mit "Go home" Plakaten "willkommen heissen", aber dann haetten manche Leute,die Sozialkritik einfach nicht verstehen wollen, ja noch mehr Alarm gemacht. (unterste Schublade und so) :mrgreen:
Es ist immer interessant zu sehen, wie man doch sofort in eine Ecke gestellt wird, ohne dass sich der Gegenüber überhaupt auch nur den Hauch eines Gedankens zu machen scheint, warum man so reagiert.
Hauptsache erstmal die Behauptung aufstellen, um den Diskussionsgegner schlechter dastehen zu lassen.

Und dass jemand, der sich derart gegenüber der Meinung anderer äußert, dann noch etwas von "Sozialkritik" erzählen will... ieks. Das macht das Ganze dann doch wieder lustig.

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 12:20
von Zak0r
Du könntest dich aber auch an die eigene Nase fassen. In deinem ersten Post wetterst du gegen das "Spiel", obwohl auf den ersten Blick klar ist, dass es sich um eine Montage handelt und kein spielbares Unterhaltungsspiel. Teppic hat auch mit keinem Wort gesagt, dass es sich um ein Spiel handele. Damit geht das meiste deiner Kritik komplett ins Leere.

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 13:06
von Michael_Minden
Nein, mir war es nicht bewusst, da vor kurzem ein "Super Mario Maker" rauskam, mit dem man eigene Level, Figuren und Settings kreiren kann.

Ich bin wirklich davon ausgangen, dass Herr Mutfi, wie der Künstler dieses ... öhm ... Werks heißt, daraus ein Spiel gemacht hat, da bspw. bei The Guardian von einem Videospiel gesprochen wird.

Und selbst, wenn es nur ein Video ist, dann finde ich trotzdem unmöglich - wobei ... ja, zugegeben: Als Beitrag der Wochenshow könnte ichs mir sogar sehr gut vorstellen.

Heißt das, dass ich mich jetzt der Sozialkritik "verweigere", dass ich sie nicht verstehen "will"?

Oder bedeutet es einfach nur, dass ich sie in diesem Punkt nicht verstehen kann, weil mir die Möglichkeit abgeht, Super Mario mit diesem Thema zu verbinden?

Muss ich mir wirklich an die "eigene Nase fassen", weil ich tagtäglich mit dem Thema arbeite? Weil ich jene Zahlen lese, die man hier schon gar nicht mehr sieht und hört, weil sich alle nur noch darum streiten, wer die Überlebenden aufnimmt oder wo sie hinverteilt werden?

Für mich weckt diese "Montage" durchweg sehr negative Assoziationen, aber mir deswegen eine verallgemeinernde Grundhaltung zu unterstellen - ich bin mir wirklich nicht sicher, ob DAS der Diskussion wirklich dienlich ist.

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 14:01
von Zak0r
Du hattest vorgeworfen, dass dein Gegenüber sich nicht den Hauch eines Gedankens gemacht hätte. In diesem Meta-Kontext der Diskussion ist das mit der Nase zu verstehen, nicht inhaltlich.

Inhaltlich würde ich sagen, dass die/der vermutlich gewollte Provokation/Anstoß des Autors (sowohl des Films als auch des Fadens) gelungen ist. 8-)

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 14:06
von Michael_Minden
Oh, Gedanken habe ich mir gemacht. Sehr viele sogar. Ich habe auch hinter den Kulissen gelesen, was den Autor laut eigener Aussage dazu gebracht hat, das Spiel zu machen. Und gerade in dem Kontext finde ich es noch schlimmer.

Was die Diskussion angeht: Teppic hatte um Kommentare gebeten - ich habe kommentiert. Nicht mehr, nicht weniger.

Aber für mich ist an der Stelle Schluss - sonst ärgere ich mich noch mehr über dieses Video.

Edit: Vorgeworfen habe ich in erster Linie, dass ich durch meine Aussage sofort in eine Ecke gestellt werde, das Gedanken machen war nur eine verlängerte Ausführung um meinen Eindruck zu präzisieren. Ich hätte ihn auch weglassen können.

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 22:54
von jamotide
Ich hab doch extra vermieden, Dich in eine Ecke zu stellen, dass Dir diese Art von Sozialkritik nicht gefaellt, hast Du ja sehr offensichtlich dargelegt.

Aber jetzt wo Du noch da bist, erklaer doch mal, was der Kommentar da soll? Was wuerde sich denn aendern, wenn die Fluechtlinge begreifen, dass sie kaum mehr sind als pawns between left and right politics? Meinste dann bleiben sie daheim?

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 23. September 2015, 22:57
von JohnWitulski
Ich hab mal etwas gegoogelt. Scheinbar hat 2013 ein Spiel Namens "Menschen auf der Flucht" den (leider recht irrelevanten) deutschen Computerspielepreis gewonnen. Wenn jemand das Spiel kennt, wäre ich an ein paar Sätzen review interessiert.

Quelle: http://www.theologiestudierende.de/2013 ... er-flucht/

[youtube][/youtube]

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 26. September 2015, 13:36
von Teppic
JohnWitulski hat geschrieben:Ich hab mal etwas gegoogelt. Scheinbar hat 2013 ein Spiel Namens "Menschen auf der Flucht" den (leider recht irrelevanten) deutschen Computerspielepreis gewonnen. Wenn jemand das Spiel kennt, wäre ich an ein paar Sätzen review interessiert.
Habe bei gog.com und steam geschaut, da ist es nicht eingestellt und auch
die Internetseite mit dem SchulTruck,
auf die du angesprochen hast, bietet es nicht zum download an.
Ich kontaktiere die PresseStelle mal dazu.

Re: Flüchtlinge in der SpieleKultur angekommen ?

Verfasst: 17. November 2015, 10:17
von Teppic
Nun sind über 6 Wochen vergangen und ich habe leider keine Antwort erhalten.
Ich denke mal auch, dass da nichts mehr kommen wird. Sehr schade.