[Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Das Forum zum Europa Universalis IV Rollenspiel-Event
Azenth

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[Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 25. Juni 2018, 08:45

Hallo liebe Leser/Zuschauer,

viele von euch warten sicherlich schon auf den Start der zweiten Europa Bulliversalis Runde. Und ich habe das Glück erneut dabei zu sein zu dürfen. Ich werde das Königreich Polen übernehmen.

Da das Königreich Polen eine Wahlmonarchie ist habe ich mir überlegt, euch Leser/Zuschauer interaktiv das Geschehen Polens mitgestalten zu können. Natürlich hat der König am Ende das letzte Wort (Es liegt einfach daran, dass eine Spielsitzung 20 bis 30 Jahre dauert und ich während dieser Zeit keine Umfragen starten kann ;-) )
Wie stelle ich mir die Einbindung von euch Lesern/Zuschauern nun vor. Ich will versuchen vor jeder Spielsitzung eine oder mehrere Umfragen starten. Und ihr als meine Adeligen dürft entscheiden, wohin die Reise Polens gehen soll. Ich hoffe, dass alles so funktioniert wie ich es mir vorstelle. Sollte es Probleme geben, bitte ich dies zu entschuldigen, da dies auch neu für mich ist.

Eines vorab. Da ich Ende Juli / Anfang August im Urlaub sein werde, wird diese Zeit in automatisch als dunkles Zeitalter des Königreich Polens eingehen. Ich hoffe zwar, dass meine Vertretung mich würdig vertritt, aber das Rollenspiel bleibt da leider auf der Strecke.

Was ich auch noch versuchen will in diesen Leitfaden einzubinden ist die Geschichte Polens. Ich selber kenne Polens Geschichte nicht, daher wird dieser Thread neben dem RP Teil für Europa Bulliversalis 2 auch einen Geschichtsteil zu Königreich Polen enthalten. (Dies soll als Bildungsauftrag dienen. Sollte das nicht gewünscht werden, bitte ich Euch mir das mitzuteilen.)

Das war es als Vorwort von mir. Mögen die Spiele beginnen oder so ;-)

PS: Meine Mitspieler möchte ich bitten, die mit Spoiler markierten Teile meines Posts nicht zu lesen! Vielen Dank!!!

Viele Grüße
Azenth

Azenth

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 25. Juni 2018, 08:45

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Das Königreich Polen

Vorgeschichte

Kampf gegen den Deutsche Orden

Ich möchte mit der Vorgeschichte um das Jahr 1400 einsteigen und bis ca. 1444 berichten. In dieser Zeit verlor der Deutsche Orden durch die Taufe des litauerschen Fürsten Jagiello die Legitimation zur missionarischen Bekehrung des Baltikums. Dadurch hatte Polen plötzlich ein großes Machtpotenzial gegen den Deutschen Orden aufgebaut. Der Deutsche Orden wurde durch die veränderte politische Lage in eine schwere Krise gestürzt, da seine Aufgaben in der Region Litauen und Polen wegfielen. Mehr noch Verbot der Papst dem Deutschen Orden die Fortsetzung der Litauenfeldzüge.

1410 wurde der Deutsche Orden in der Schlacht bei Tannenberg, einer Schlacht zwischen dem Deutschen Orden und den Königreichen Polen und Großfürstentum Litauen, geschlagen, wodurch der Orden den Nimbus der Unbesiegbarkeit verlor. Die in der Folge kampflose Übergabe von Ordensburgen kündigte das Aufgehen des Ordens in Polen und Litauen an. Vor allem die Attraktivität des polnischen Privilegienssystems für den Adel bewirkte im Orden eine Umorientierung nach Polen. Ritterschaft, Bischöfe und Städte huldigten dem polnischen König und ließen sich ihre Rechte bestätigen. Im Ersten Frieden von Thorn 1411 konnte der Hochmeister seinen Besitzstand gegen „Reparationszahlungen“ wahren. Im Friede vom Melnosee 1422 dagegen fielen das Dobriner Land und Niederlitauen vom Deutschen Orden ab.

Daraufhin entzog das Konzil von Konstanz dem Deutschen Orden das Recht, Litauen zu missionieren, womit die Existenzberechtigung des Ritterordens aus polnischer Sicht nicht mehr gegeben war. Der König wurde von Fürsten des Heiligen Römischen Reiches im Kampf gegen den Orden politisch unterstützt. Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg versprach 1421 seinen Beistand gegen die Ordensritter. Immer deutlicher spürbar setzte sich die polnische Politik mit ihren Zielen durch: Territoriale Revision an der Ostsee und Ausbreitung des polnischen Verfassungsmodells in ganz Ostmitteleuropa. Der preußische Aufstand von 1454,und der Abfall der Stände Preußens von ihrem Landesherrn und die Wahl König Kasimirs IV. von Polen zum neuen Oberhaupt, insbesondere aber der Dreizehnjährige Krieg 1454–1466 mit dem Zweiten Thorner Frieden, 1466, bewirkten umfassende territoriale Veränderungen. Der Deutsche Orden wurde entscheidend geschwächt und hatte deutliche Gebietsverluste zu verzeichnen. Es entstand das Königliche Preußen, das als autonomer Landesteil der polnischen Krone unterstellt wurde. Das Restgebiet des Deutschordensstaates wurde zum königlichen Lehen der Königreich Polen.


Aufstieg der Jagiellonen-Dynastie

König Wladyslaw II. Jagiello, der Begründer der Jagiellonendynastie starb 1434. Dieser hatte erst in vierter Ehe zwei männliche Thronfolger gezeugt. Dem älteren Władysław III. schien als König von Polen ab 1434 eine glänzende Zukunft bevorzustehen, bis er unerwartet 1444 in der Schlacht bei Warna, zwischen dem osmanischen Reich und den Königreichen Polen und Ungarn, im Kampf gegen die Osmanen fiel. Nicht nur verlor das Königreich Polen durch den Tod des Königs seine Personalunion mit Ungarn - durch die vierjährige Abwesenheit eines Königs hatten die litauischen Oligarchen den Bruch mit der mehrfach erneuerten Union mit Polen beschlossen, indem Sie seinen jüngerer Bruder Kasimir zum Großfürsten erhoben. Für die Erneuerung der Union und die wirksame Abwehr tatarischer Verwüstungszüge gegen beide Länder wurde Kasimir zum König von Polen gewählt. Im September 1464 entstand die Union von Brest, eine reine Personalunion. Nach drei Jahren Interregnum erlangte 1447 Kasimir IV. die Krone. Seine Konzentration lag zunächst auf Litauen begründete, der den Abfallserscheinungen litauischer Territorien an der litauischen Ostgrenze erfolgreich entgegenwirken konnte. Am 31. August 1449 schloss er mit Großfürst Vassilij III. einen Grenzvertrag, der bis zum Beginn der Moskauer Eroberungszüge 1486 in Kraft blieb. Kasimir hinterließ bei seinem Tod 1490 elf Nachkommen. Der Kinderreichtum stellte die Jagiellonen erstmals vor die Aufgabe als Dynastie zu handeln. Die dynastisch orientierte Politik der Jagiellonen zielte darauf ab, für die Söhne weitere Königsherrschaften und Thronanwartschaften zu erwerben. Geeignete Ansatzpunkte für ein dynastisches Ausgreifen boten vor allem die aus der luxemburgisch-habsburgischen Herkunft der Königin resultierenden Ansprüche auf die Kronen in Böhmen und Ungarn.

Der älteste Sohn Władysław wurde 1471 König von Böhmen und erhielt 1490, nach dem Tod von Matthias Corvinus die ungarische Krone. Die Jagiellonen herrschten um 1500 über das weiträumige Gebiet zwischen Ostsee, Adria und dem Schwarzen Meer. Die Größe des Jagiellonischen Reiches um 1500 war Stärke und Schwäche zugleich, da es einerseits als Machtfaktor nicht umgangen werden konnte und andererseits aufgrund seiner geringen inneren Kohäsion kaum zu einem einheitlichen machtvollen Handeln in der Lage war. Aufgrund der äußeren Bedrohung fanden die einzelnen Herrscher der Jagiellonen für eine Zeit wieder zu einem dynastisch-einheitlichen Handeln zusammen.

Die Nachfolge des verstorbenen Kasimirs teilten sich 1492 die Brüder Johann Albrecht als König von Polen und Alexander als Großfürst von Litauen. Letzterer folgte 1501 seinem Bruder auch in Polen nach. Ab 1506 übernahm dann Sigismund als letzter überlebender Sohn Kasimirs IV. die Herrschaft als Großfürst von Litauen und König von Polen.



Durch den Tod von Wladyslaw III verlor Polen also nicht nur seinen König, sondern auch einen mächtigen Verbündeten im Osten. Dies erklärt auch warum Polen mit einem Regentschaftsrat startet.

PS: Sollte jemandem Fehler auffallen, bitte ich mir diese mitzuteilen. Ich beschäftige mich gerade erst selbst mit der Geschichte des Landes.

Viele Grüße
Azenth
Zuletzt geändert von Azenth am 28. Juni 2018, 06:41, insgesamt 8-mal geändert.

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 25. Juni 2018, 08:46

Ubior_Szlachty.jpg
"Vier Jahre ist es nun her, dass unser großartiger König Wladyslaw III. bei seinem Kreuzzug gegen das Osmanische Reich in der Schlacht von Warma fiel. - Mögen diese osmanischen Hunde dafür in der Hölle schmoren - Doch noch immer herrscht Uneinigkeit und Zwietracht unter den Szlachta (Name für den polnischen Adel), wer den der Nachfolger von Wladyslaw III. werden soll. Nicht nur innenpolitisch sind wir wie gelähmt- auch haben wir die Personalunion mit Ungarn verloren. Zudem kam es zu einem Bruch mit dem Großfürstentum Litauen zu welchen wir seit Jahrzehnten gute Beziehungen hatten. Es ist an der Zeit zu handeln. Daher habe ich in meiner Funktion als Regent einen Boten zu Kasimir IV., dem Bruder von Wladyslaw III. und Großfürsten von Litauen, entsandt um unser Bündnis zu erneuern. Möge dieses Bündnis unsere östlichen Grenzen gegen die tartarischen Invasoren schützen. Der Reichsverweser Johann Hunyadi, derzeitiger Regent von Ungarn, hat nun offen seine Feindschaft gegenüber dem polnischen Königreich erklärt. Wir brauchen dringend Verbündete. Wer sollen diese Verbündeten sein? Böhmen, welches selbst von einem Regentschaftsrat regiert wird. Oder Brandenburg, welche uns seit langem gegen den Deutschen Orden unterstützen? Wir sollten rasch entscheiden, den die Zukunft Polens hängt von uns ab."
Zuletzt geändert von Azenth am 26. Juni 2018, 07:49, insgesamt 4-mal geändert.

Azenth

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 25. Juni 2018, 08:46

So liebe Szlachta, ich bitte zur Wahl.
► Text zeigen
Möge die Wahl beginnen!

Viele Grüße
Azenth

Zartonar

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Zartonar » 26. Juni 2018, 09:50

Ein alter Adliger erhebt sich sichtlich gezeichnet von Gicht und Alter, leise jedoch immer lauter werdend sagt er "Die Brandenburger sind zwar mutig aber ihre Augen sind auf uns gerichtet. ich halte Böhmen für die richtige Wahl."
Cari und ich haben einen eigenen kleinen Kanal, wenn ihr mal schaun wollt. 2 Nerds 1000 Games Viel Spaß!

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[Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Shalom_Don » 27. Juni 2018, 15:16

Ein jugendlicher Edelmann aus der Szlachta, besser gesagt aus Duldung der Szlachta noch angehörig und anhand seiner Kleidung wohl aus Nadrauen stammend, trat hervor und erhob seine Stimme.

Hochwürdige Herren, Brüder, gestattet es mir Euch vorzustellen, David Mielke aus dem Amtskreis Heydekrug oder Euch noch bekannt als Rayon Slawsk mit einer kleinen Länderei gelegen an der bildschönen Remel in der Nähe von Kallningken, möchte um Euer Gehör ersuchen. Eine Wahl wie vom Königsregenten verlangt, zwischen den beiden erstgenannten Nachbarn halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für zu vorausschauend, Meiner Meinung nach sollte abgewartet werden, wie sich diese zum amtierenden Deutschen Kaiser und zum Orden positionieren, nur wenn beide Gegnerparteien abgelenht oder gar rivalisiert werden, sollte eine Entscheidung der hier anwesenden Edelleute erst erfolgen. Ggf. kämen auch beide benannten als Unterstüzer für unsere polnischen Interessen in Betracht.

Des Weitern möchte ich hier meine persönliche Verachtung gegenüber dem Orden kundtun welcher mir und meiner Familie bei der Übergabe der Ländereien des livländische Schwertordes an den deutschen Orden sich meiner entledigte und mich derzeit zwang für einen Magnaten mich zu verdingen, damit hier die Intention meines Vortrages keines falschen Zeugnis tätige.

Ich danke für Eure Geduld.
Zuletzt geändert von Shalom_Don am 28. Juni 2018, 10:54, insgesamt 2-mal geändert.

Azenth

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 28. Juni 2018, 08:09

Der Regent tritt an die beiden Adeligen heran und beäugt diese sorgfältig. Er wendet sich zunächst dem in die Jahre gekommenen Mann zu. "Aus dir spricht die Lebenserfahrung mein Freund. Schließlich war Böhmen unter unserem König Wladislaw III. stets loyal. Wir konnten uns auf sie in Zeiten der Not immer verlassen." Danach wendet er sich dem Edelmann David Mielke zu. "Aus dir mein Freund, spricht die Weitsicht alles von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und aufgrund von Wissen die richtige Entscheidung zu treffen. Ich danke euch meine Brüder. So jung David noch sein mag, doch so recht hat er mit seiner Beurteilung. Ich habe mich entschieden die Bündnisfrage zu vertagen. Doch in einem Punkt sind wir uns alle einig. Der Deutschritterorden muss für seine Gräuel an der polnischen und litauischen Bevölkerung bestraft werden."

Der Regent hob einen Krug Bier in die Luft und sprach: "Trinkt meine Brüder, trinkt! Möge Polen eine glorreiche Zukunft bevorstehen!"

Azenth

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 16. Juli 2018, 22:54

"Tretet ein Mariusz Lukowicz!", sprach Polens Regent zu dem litauischen Adeligen. "Ich fragt euch sicherlich warum ich euch zu mir bestellt habe. - Nun, ich will euch nicht auf die Folter spannen. Ich habe euch zu mir bestellt, weil euer Name in aller Munde ist
wenn es um die wunderbaren neuen Dinge geht, welche die Wissenschaft und Fortschritt uns bringen."
Der Regent unterbrach seine Ansprache, während Mariusz Lukowicz in noch immer fragend beäugte. Er goss den beiden Wein an und überreichte dem
überraschten Adeligen ein Glas Wein. "Ihr sollt für mich einen Orden Gründen. Dieser Orden soll die Geschichte Polens festhalten - die wahre Geschichte Polens und nicht das was irgendwelche sogenannten Historiker von sich geben. So lasst uns gemeinsam anstoßen. Möge Polens Geschichte ruhmreich sein!"

Gesagt, getan machte sich Mariusz Lukowicz direkt nach dem Gepsräch mit dem Regenten ans Werk. Er versammelte die klügsten Köpfe Polens und Litauens und gründete mit diesen Den Bund der wahren Weisen.

Auszug 1: Interregnum vom 11. November 1444 - 30. November 1445
Polen 1444.png
Wie ein Blitz trifft der Tod des Königs die Polen im November 1444. Bei der Schlacht von Warna wird Wladyslaw III, der die polnisch-ungarische Armee angeführt hat, bei einem waghalsigem Manöver getötet. Durch den Tod des Königs verliert Polen auf einen Schlag seine Personalunionen mit Böhmen, Litauen und Ungarn. Während der Regent mit den Litauern und den Ungarn das Bündnis erneuern kann, rivalisieren die böhmischen Adeligen das Königreich Polen ohne Begründung. Auch wen der Regent gerne auf diese Beleidigung reagiert hätte, musste er sich wichtigeren Dingen zuwenden. Die Adeligen Polens kamen zusammen und wählten einen neuen König. Die Zusammenkunft der Adeligen sollte ein Jahr andauern, bevor sich die Adeligen auf Kazimierz von Jagiellon, den Bruder von Wladyslaw III und Großfürst von Litauen, einigten.

Auszug 2: Kasimierz von Jagiellon (4|4|1) - Gelehrter, Unbestechlich und Dummschwätzer - vom 30. November 1445 - 11. September 1465
Polen 1465.png
Schon kurz nach der Wahl Kasimierz von Jagiellon zum König Polens und der Wiederherstellung der Personalunion mit Litauen rief uns das Königreich Ungarn am 5. Dezember 1445 zu den Waffen. Ziel ihrer Kriegserklärung gegenüber der Wallachai war die Provinz Oltenien. Trotz vieler militärischer Siege endete der Krieg am 21. Juli 1447 ergebnislos. Lediglich ein paar Goldmünzen und Kriegsreparationen wollten die Ungarn schließlich von den Wallachen haben. Im gleichen Jahr begann der Deutschritterorden Ansprüche auf polnisches Gebiet zu erstellen. Diesen Affront konnte Kasimierz nicht dulden und schlug am 4. Dezember 1447 gegen den Deutschritterorden los. 3 Jahre dauerten die für uns siegreichen Auseinandersetzungen an bis wir zuerst am 17. November 1450 mit dem Livonischen Orden und am 22. Dezember 1450 Frieden geschlossen haben. Während der Livonische Orden lediglich Gold und Kriegsreparationen abtreten mussten, musste der Deutsche Orden zusätzlich noch von den Provinzen Danzig, Tuchel, Kulm und Marienburg trennen. Doch blieb für den Livonischen Orden der Krieg nicht folgenlos. Diese verloren schon kurz darauf ihre Unabhängigkeit und wurden Vasall unter dänischer Flagge. Diese aggressive Expansion führte dazu, dass Kasimierz sich nach neuen Verbündeten umschaute. Fündig wurde er bei dem Kurfürst von Brandenburg. Schon kurz nach dem Bündnisschluss mit Brandenburg erklärte das Königreich Polen den Dänen die Rivalität, solange diese ihre Ansprüche auf das Baltikum nicht aufgeben. Doch bevor sich Kasimierz um die Ansprüche kümmern konnte, nutzte er die Gelegenheit die Südgrenze gegen den Osmanen zu stärken. Am 8. März 1456 erklärte Polen der Walachei den Krieg und annektierte am 17. Januar 1457 die komplette Walachai. Alle Provinzen wurden an die polnische Mark Moldawien abgetreten, da beide Länder die selbe Kultur und Religion teilten. In den Folgejahren stärkte das Königreich Polen seine Position und verbesserte seine Beziehungen mit seinen Nachbarn. Vor allem mit dem Kaiser der Heiligen römischen Reiches konnte gute Beziehungen etabliert werden. Viele Jahre bereitete der König einen erneuten Feldzug gegen den Deutschen Orden vor, welcher er am 25. Mai 1465 startete. Dieses mal sollte der Deutsche Orden komplett von der Karte verschwinden. Doch sollte Kasimierz von Jagiellon das Kriegsende nicht mehr erleben. Der weise König starb schon wenige Monate nach Kriegsbeginn am 11. September 1465. Seine Nachfolger wurde Kasimierz IV von Wettin.

Auszug 3: Kasimierz IV von Wettin (1|3|5) - Industriell - vom 11. September 1465 - 15. August 1473
Polen 1473.png
Kasimierz IV wurde also im Krieg zum König. Durch seine hervorragenden militärischen Fähigkeiten konnte der neue Polenkönig am 6. Januar 1467 den Krieg gegen den Deutschritterorden beenden. Die Provinzen Ortelsburg und Osterode gingen an den polnischen Vasallen Masowien als Dank für ihre tatkräftige militärische Unterstützung bei dieser Auseinandersetzung. Während die anderen beiden Provinzen Warmia und Königsberg an das polnische Königreich selbst gingen. Doch war Kasimierz IV nicht nur auf kriegerischem Parkett erfolgreich. Auf diplomatischen Wege ist es ihm gelungen Masowien an das Königreich Polen anzugliedern. Er verstand es sehr gut die dort lebende polnische Bevölkerung für sich zu gewinnen. Als Zeichen des Respekts und der Aufrichtigkeit verlegte er auch die Hauptstadt von Krakau nach Warschau. Weiterhin führte Kasimierz IV viele Infrastrukturprojekte durch, welche zum wirtschaftlichen Aufschwung in Polen beitrugen. Am 15. August 1473 verstarb Kasimierz IV von Wetting nach nur 8 Jahren. Nachfolger von Kasimierz IV von Wettin wurde sein Sohn Wladyslaw IV von Wettin.

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Beitrag von Shalom_Don » 20. Juli 2018, 15:12

Ein Edelmann der Szlachta erfragt um eine Audienz beim Großkönig zu Polen-Litauen um ein schommal vor einigen Jahren der Familie anheimliegendes Begehren zu erneuern. Aus dem Geschlecht der Mielkes wird die Bitte an den König herangetragen auch noch das Gebiet Memel ins zukünftige Großreich Polen zurückzuführen, welches sich derzeit noch unter Kontrolles des Livonischen Ordens und somit Dänemarks befindet. Grade die Bevölkerung kann sich noch sehr gut an die Raubzüge der Dänischen und Norwegischen Krieger aus den Jahrhunderten zuvor erinnern. Diese Schauergeschichten wurden und werden noch von vielen Großeltern und Müttern an Ihre Kinder weitergegeben.

Kurzum es wird Zeit dieser geschundenen Gegend die Weisheit und Fähigkeit großartiger Herrscher begreifbar zu machen, denn die Arbeitsamkeit oder genauer ebend diese nicht zu tätigen ist für diesen Landstrich schon fast legendär, ebend da die Lokalen Bauern primär von den bisherigen Landesfürsten entsprechend schlecht behandet wurden.

Sein Name Friedrich Mielke (Nachkomme aus dem Hause David Mielkes)

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Königreich Polen

Beitrag von Azenth » 23. Juli 2018, 12:28

"Lasset den Edelmann vortreten. Er möge die Möglichkeit erhalten mir persönlich kund zu tun, was ihm auf dem Herzen liegt!", sprach der weise König Polens. Der König hörte sich den Adeligen lange an, bis schließlich er diesen in die Reihen der Szlachta entließ und zu diesen sprach. "Meine Brüder, es ist Zeit Dänemark die Stirn zu bieten und zurück zu verlangen was rechtmäßig unser ist. Entsendet Boten zum Kaiser. Ihm gegenüber hat der dänische König ebenfalls Respektlosigkeit an den Tag gelegt und die Handelsstadt Lübeck nicht nur annektiert, nein er hat sie direkt aus dem heiligen römischen Reich entfernt. Diese Kränkung wird der Kaiser gewiss nicht hinnehmen. Und gemeinsam werden wir das dänisch - moskowitische Bündnis sicherlich brechen können. Für Polen!!! Für Litauen!!! Für die Freiheit!!!" Die Szlachta prosten dem König zu und jubelten.

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