CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

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Storr

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CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Storr » 16. Mai 2019, 18:00

Hallo zusammen!

Ich bin vor kurzem auf eine Idee gestoßen, die eine etwas andere Spielerfahrung für Crusader Kings II bietet und die ich hier gerne einmal ausprobieren möchte. Da das mit dem Multiplayer leider nicht so gut funktionierte, ist dies vielleicht das richtige Format.
Das Ganze soll folgendermaßen ablaufen: Ein Spieler spielt einen (mehr oder weniger) zufälligen Charakter bis zu seinem Tod und gibt das Save dann an den nächsten Spieler weiter. Der Reiz des Spiels ist dabei, in einer Welt zu spielen, die andere Spieler vorher beeinflusst haben und wieder andere Spieler zu haben, die mit den Konsequenzen der eigenen Entscheidungen leben müssen.
Die Auswahl des Charakters läuft so ab, dass drei mal der "Zufällige Person"-Button gedrückt wird und man sich dann für einen der drei Charaktere entscheidet. Damit das Spiel nicht zu kurz oder zu ereignisarm abläuft, dürfen Rolls, bei denen Charaktere unterhalb des Herzograngs und über einem Alter von 50 herauskommen, wiederholt werden. Außerdem möchte ich zur Diskussion stellen, ob man Indien außen vor lässt, um das Gebiet etwas einzuschränken.
Ein kurzer Bericht und ein paar Screenshots der Welt, wie man sie hinterlassen hat, wären sehr schön, besonders in Hinblick auf die Reiche, die die Vorgänger hinterlassen haben.

Das sind die Spieleinstellungen, die ich vorschlagen würde:
-Startdatum: 867
-Aztec Invasion: Aus
-Exklaven: Limitiert
-Shattered Retreat: An
-Verteidigungspakte: An
-Absurde und übernatürliche Ereignisse: An
-Kind des Schicksals: Aus

Ansonsten alles auf standard.

Was die DLC angeht, sollte der Startspieler alle haben, wenn anderen der ein oder andere fehlt, dürfte das für die Savegames nicht so schlimm sein, wenn es sich um weniger wichtige DLC handelt. Es könnte allerdings z.B. zu Problemen mit reformierten Religionen geben, wenn Holy Fury nicht vorhanden ist, daher halte ich gewisse DLC für eine Grundvorraussetzung:
-Holy Fury (wegen der Reformation von Religionen)
-The Old Gods (wegen des Startdatums)
-Horse Lords (weil ich mir nicht sicher bin, was es mit der Steppenregion macht, wenn sie abwechselnd Nomadic und Tribal ist)
Sunset Invasion und Rajas of India sind ausdrücklich nicht notwendig, bei den anderen bin ich mir nicht sicher.

Außerdem sollte niemand der Unsterblichkeitseventkette folgen, das würde das Spielkonzept über den Haufen werfen.

Also, wer hat Lust? Wer hat vielleicht noch ein paar Anregungen? Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier gemeinsam etwas alternative Geschichte schreiben können!


Ach ja, wenn euch ein schmissiger Arbeitstitel einfällt, immer raus damit! Und schreibt bitte kurz dazu, welche DLC ihr habt.



Spielreihenfolge:
-Storr, Burmort Permyakid (867-911)
-Perseus
-Grothgerek
-Einar
-Eistee
-Seraph

PS: Bitte in der Version 3.1.1 spielen!
Zuletzt geändert von Storr am 17. Juni 2019, 14:24, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Einar » 18. Mai 2019, 14:41

Ich würde auch mitmachen, ein paar Screenshots krieg ich schon hin.

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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Grothgerek » 19. Mai 2019, 15:00

Hi, würde mein Interesse auch mal bekunden. (alle DLCs)
Wie bereits erwähnt, finde ich es etwas blöd, einen rein zufälligen Charakter zu nehmen, da der Einfluss den andere Spieler auf das Spiel einwirken dadurch etwas verloren geht.
Leider kamen mir und Storr jetzt nicht wirklich andere Optionen in den Kopf, außer das Gebiet etwas einzuschränken (keine Nomaden, kein Indien, kein Afrika südlich der Sahara). Fall also jemand ne gute Idee hat, wie man "miteinander/gegeneinander" spielen kann, ohne das gleiche Reich zu spielen, da dies ziemlich schnell zu einem reinen Expansionsgame werden würde.

Eine Option könnte zum Beispiel sein, dass man eine bereits gespielte Dynastie/Reich noch einmal auswählen darf, statt zufällig zu spielen. Da je nach Spieleranzahl, meist sowieso eins bis drei Jahrhunderte vergangen sind, sollte dies Mappainting verhindern.

Gruß
Grothgerek

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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von UnkrautYeti » 19. Mai 2019, 18:20

Bin am Start alle DLCs vorhanden

Je Nach Spielerandrang liesse sich das mit der zufälligen Reichswahl doch recht gut einbringen.
Mann könnte z.b. eine Region festlegen, in der der vorige Spieler tätig war. Wenn man dne Radius weit genug bestimmt und bereits gespielte Reiche wegstreicht, dürften Reiche wählbar sein, die sich untereinander beeinflussen und doch weit genug weg von einander sind.
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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Storr » 20. Mai 2019, 14:34

Sehr schön. Da wir inzwischen ein paar Leute zusammen haben, würde ich die Runde starten. Der Einfachheit halber fange ich an, dann kann ich alle Spieleinstellungen vornehmen. Die weitere Reihenfolge ist dann, nach einer kurzen, unspektakulären und nicht öffentlichen Verlosung: Yeti, Perseus, Grothgerek, Einar. Alle, die sich noch anmelden, werden danach einsortiert.
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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Eistee » 21. Mai 2019, 13:25

sry, dass ich mich erst so spät melde, würde auch gerne mitmachen, habe auch alle dlcs abgesehen einiger Portrait Packs

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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Storr » 21. Mai 2019, 15:29

Burmort Permyakid 867-911

Meine drei Möglichkeiten waren folgende:
Möglichkeit_1_Duklja.jpg
Möglichkeit_1_Duklja.jpg (79.34 KiB) 225 mal betrachtet
Der Graf von Duklja, ein Vasall des Königs von Serbien, 23 Jahre alt.
Möglichkeit_2_Perm.jpg
Der Häuptlig von Perm, 26 Jahre alt und unabhängig.
Möglichkeit_3_Seisyllwg.jpg
Möglichkeit_3_Seisyllwg.jpg (72.46 KiB) 225 mal betrachtet
Der Klein-König von Seisyllwg, tributpflichtig gegenüber Powys.

Ich habe mich für Burmort Permyakid von Perm entschieden und wurde mit einem guten Wert im für Heiden wichtigsten Skill, der Kriegskunst, belohnt. Hier sieht man die Startsituation und den Charakter:
Perm_Start.jpg
Kurzfristiges Ziel ist es, das Königreich Perm zu gründen, dessen De-jure-Grenzen hier in rot eingezeichnet sind. Langfristig soll der suomeneskowische Glaube reformiert werden. Eine heilige Stätte habe ich schon im Besitz, zwei werden von anderen Glaubensbrüdern gehalten und die letzten beiden befinden sich in Ryazan (gelb eingezeichnet) und Nowgorod, in den Händen von Slawen. Da drei heilige Stätten im Besitz sowie 50% moralische Autorität zur Reformation nötig sind, plane ich, Nowgorod und Ryazan zu erobern, was auch die MA automatisch auf 50% erhöhen würde (5x10%).

Erste Amtshandlung ist also die Erklärung eines Unterwerfungskrieges gegen Mari, um einen Weg in den Westen zu eröffnen. Außerdem tritt Burmort, wie es sich für einen kriegslustigen Heiden gehört, einer Kriegerloge bei, wählt den Kriegsfokus und nimmt die Ambition, König vorn Perm werden zu wollen, an. Das erlaubt die Nutzung des Unterwerfungskriegsgrundes gegen alle anderen Stammesherrscher im De-Jure-Gebiet von Perm. Gleich in der ersten Schlacht zeigt sich auch das taktische Geschick des jungen Herrschers:
Erste_Schlacht_Flankieren.jpg
Zum Ende des Krieges erhält er außerdem eine weitere Eigenschaft, die besonders für das Plündern, der Haupteinnahmequelle, des Reiches, sehr wichtig ist:
Taktikstudium_Belagerung.jpg
Nachdem der erste Krieg gewonnen ist, werden mit Hilfe der Vasallen alle anderen Herrscher im De-Jure-Königreich unterworfen. Während dieser Kriege hat das Reich jedoch mit plündernden Nomaden zu kämpfen. Ihnen kann zwar eine Lektion erteilt werden, doch diese hat auch für Burmort einen Preis:
Entstellt.jpg
In den Folgejahren plündert sich der Großhäuptling durch die Nachbargebiete, um Geld für die Erschaffung des Königreichs zu sammeln, und kämpft sich in der Kriegerloge nach oben:
Kriegerloge_Schild_der_Tundra.jpg
Außerdem konnte mit einer Grafschaftseroberung (gegen den slawischen Herrscher von Murom) ein weiterer Schritt in Richtung Ryazan gemacht werden. Glücklicherweise ist Holmgarđr (Nowgorod) nicht so erfolgreich, wie man es sonst erlebt, da Rurik relativ früh gestorben ist:
Ruriks_Ende.jpg
Erfolgreich ist hingegen Burmort. Zehn Jahre nach Spielstart gelingt es ihm, das Königreich Perm zu formen:
Königreich_Perm.jpg
Inzwischen verläuft die Expansion deutlich schleppender, da sie durch Glaubensbrüder, die man nicht einfach überfallen kann, und Slawen, denen man immer nur eine Grafschaft pro Krieg abnehmen kann, gehemmt wird. Da kommt es gelegen, dass Dyre, der Fremde von Könungarđr (Kiew), abdanken musste. Seine Zusage, an den Hof von Perm zu kommen, sorgt für dringend benötigte Kriegsgründe:
Dyre_der_Kriegsgrundgeber.jpg
Er wurde zwar mit Burmorts Tochter verheiratet, doch gelingt es ihnen nicht, einen Sohn zu zeugen. Trotzdem ist Dyre (und später sein Sohn) der mächtigste Vasall des Reiches.
Im Jahre 888 wähnt sich König Burmort dann kurz vor der ersehnten Reformation, als Nowgorod und Ryazan erobert sind. Doch, oh weh, etwas wurde übersehen:
Verwehrte_Reformation.jpg
Kurzentschlossen wird, unter Einsatz einer Menge Prestige, die Vasallisierung eines Nachbarn erzwungen, der eine heilige Stätte hält, sodass ein Jahr später das Ziel erreicht wird:
Reformation_Doktrinen.jpg
Nun ist das große Ziel erreicht, doch Burmort ist noch immer voller Lebenskraft und inzwischen auf dem höchsten Rang der Anhänger von Otso angekommen. So widmet er seine freie Zeit dem Duellieren und dem Aufbau seiner Legende:
Sanfter_Duellant.jpg
Bald tritt er, zusammen mit ein paar Gefährten, die weite Reise ins Reich der Abbasiden an, wo er neue Gegner sucht:
Legende_Beginn.jpg
Schwer gezeichneit, aber triumphierend kehrt Burmort zurück:
Legende.jpg
Blut_des_Duellists.jpg
Hat am Ende die Kettenrüstung, die ihn nach dem ersten Duell erreichte, den Ausschlag gegeben? Oder sind die Abbasiden einfach Luschen? Immerhin hat Burmorts Kumpel es auch locker geschafft:
Zweite_Legende.jpg
Und ihre eigenen heiligen Stätten können sie auch nicht beschützen:
Dschihad.jpg
Nachdem Burmort auch das Hobby des Duellierens gemeistert hat und die Kriegsführung etwas eingeschränkt (siehe unten) wurde, widmet er sich der Beobachtung der Sterne. Wird er etwa Altersmilde?
Verteidigungspakte.jpg
Nein, er reist sogar nochmal nach Arabien, um sich ein seltsames Buch zu besorgen und studiert es, ohne wahnsinnig zu werden:
Alter_bringt_Weisheit.jpg
Dadurch gewinnt Burmort Kulturtechnologie, die er nutzt, um seine Majestät zu erhöhen, sodass er dauerhafte Tributstaaten errichten kann. Am Zenit seiner Macht ist Perm die mächtigste Nation der Welt (die mit dem größten Schriftzug):
Burmort_Permyakid_Zenith.jpg
Im Jahr 911 endet seine lange Herrschaft und das Reich wird unter seinen Söhnen aufgeteilt:
Tod_Burmots.jpg
Welt_911_AD.jpg
Außerdem, als kleinen Leckerbissen, die Situation in Britannien nochmal in höherer Auflösung:
Britannien_911.jpg

Damit übergebe ich an UnkrautYeti. Viel Spaß!
Speicherstand:
Succession_Burmot_Permyakid_Perm_911.zip
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PS: Zwischendurch fragte ich mich, warum Burmort einfach nicht gestorben ist, besonders nach seinen schweren Verletzungen aus den Duellen im Abbasidenreich. Nach vierzig Jahren Spielzeit, als er 66 Jahre alt war, habe ich mir den Spaß gemacht, über die Konsole seine Gesundheit nachzusehen. Und siehe da, er war saft- und kraftvoll wie in seinen besten Jahren:
charinfo.jpg
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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Ser4ph » 22. Mai 2019, 18:49

Wär auch da bei alle dlc vorhanden

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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Zak0r » 23. Mai 2019, 08:25

Danke für die detaillierte Beschreibung. Das war echt schön mitzulesen. Ich hoffe insgeheim, dass ihr das alle so macht. :mrgreen:

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Re: CK2 - Ein etwas anderes Succession Game

Beitrag von Storr » 13. Juni 2019, 11:59

Da es bei dem letzten Update auch Mapchanges gab, halte ich es für sinnvoll, das Save in der Version 3.1.1 zu spielen, in der es auch erstellt wurde. Rollt euer Spiel also bitte über Steam auf 3.1.1 zurück, wenn ihr dran seid.
Spoiler für Rollback:
Rechtsklick auf das Spiel in der Steambibliothek -> Einstellungen -> Betas -> Old Version 3.1.1 auswählen
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