[Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

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Shakril

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[Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

Beitrag von Shakril » 27. Juni 2018, 14:45

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Das Herzogtum von Burgund


Keine Ahnung wie lange wir die Wendeltreppe schon nach unten gehen, aber sie muss wohl an einen besonderen Ort führen. In dieser Tiefe befindet sich normalerweise nur noch der Kerker, doch diese Gemäuer sind gänzlich anders. Diese haben eine Aura einer längst vergangenen Geschichte, die jeder schon vergessen hat. Endlich hören die Treppen auf und es tun sich mehrere Gänge im auf, die dasselbe Gefühl vermitteln. Ich wüsste nicht wo ich lang gehen sollte, aber mein Mentor geht ohne zu zögern in den mittleren Gang hinein, biegt immer wieder links und rechts ab und ich ihm hinterher. Ich weiß nicht wieso er mich hier nach unten mitgenommen hat, aber es scheint wichtig zu sein. Normalerweise würde er fröhlich alte Geschichten erzählen oder mich tadeln, weil ich nicht genug Fleiß an den Tag lege, doch jetzt ist er ruhig und spricht kein Wort.

Schlussendlich gelangen wir an eine Tür die mein Mentor öffnet und den Raum betritt. Der Raum war nicht besonders groß, aber er war eingedeckt mit allem möglichen Zeug. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch wo mehreren Karten herumlagen, an den Wänden gab es Regale mit alten Schriftrollen und Büchern. Dazu kamen Gegenstände wie ich sie noch nie gesehen habe. Auf eines bewegte ich mich hinzu, es war ein alter Helm, der ein wenig in Mitleidenschaft geraten schien und hob ihn auf. „Ah das ist ein alter römischer Helm, richtige Handwerkskunst. Ja die Römer, die wussten noch wie man einen Staat lenkt“, erklärte mir mein Mentor gleich was ich in der Hand hielt. „All dieses Zeug das du hier siehst, ist Teil von Burgund und seiner Geschichte. Fühl dich geehrt, nicht mal der Herzog, weiß von der Existenz von diesem Raum hier.“ Dies war die erste Überraschung die ich heute erleben sollte. Dieser Raum war in der Burg des Herzogs. Wie kann er nicht von diesem Raum hier wissen.

„Du hast bestimmt viele Fragen, und ich werde sie dir auch alle beantworten, aber zunächst erkläre ich dir warum wir hier sind“, daraufhin nahm sich mein Mentor einen Stuhl lehnte sich zurück und begann zu erzählen: „Ach Burgund, wusstest du, dass wir eigentlich von Barbaren abstammen die vor fast einem Jahrtausend in diese Gegend eingewandert sind. Burgunder nannte man sie. Die wenigsten Wissen vermutlich woher der Name eigentlich stammt. Doch sie haben sich schnell zivilisiert, wussten um die Vorteile der römischen Kultur und Lebensweise nun ja bis die Franken kamen. Ach Burgund, sag ich dir mein Junge, hat schon viel unter den Franken leiden müssen. Wir wurden immer wieder geteilt, zusammengefügt, freigelassen und annektiert. Doch wir haben eines immer gehabt, uns den Schattenrat.“ Mein Mentor schwieg einen Moment, sodass ich Zeit hatte das alles einmal einfließen zu lassen bis er weiter sprach: „Wir lenken die Geschicke Burgunds so gut wir können, wenden das Wissen an, welches uns die Römer hinterlassen haben aber auch selbst gelernt haben. Nur leider in dieser engstirnigen Gesellschaft die Religion über alles stellt, ist es gar nicht so einfach. Doch siehe da, Burgund ist eines der reichsten und lebenswertesten Reiche die es zurzeit gibt. Und das alles hat unser Herzog dem Schattenrat zu verdanken. Und du mein Junge bekommst die wohl größte Aufgabe die je ein Schattenrats Mitglied hatte, du sollst Burgund zu einem Hort der Erleuchtung und Wunder werden lassen, auf das alle Welt neidisch auf uns schaut.“


Das war ich vor langer Zeit und heute, bin ich die rechte Hand des Herzogs und lenke die Geschicke des Landes. Philipp der Gute nennen sie ihn, den Herzog, doch in Wahrheit sollte er Philipp der einsame genannt werden, wie er immer in seinem Kammerl sitzt und von der Welt wenig wissen will. Soll mir auch recht sein, denn Burgund ist mehr als nur ein Land oder ein Herzog, Burgund ist eine Lebenseinstellung.

Das Jahr 1444 - 1.Kapitel


Im Jahre 1444 des Herrn, ist das Herzogtum von Burgund umringt von Königen, Kaisern und anderen Fürsten die neidisch auf uns schauen. Wir haben eine kulturelle Höhe erreicht von denen sie nur träumen können. Unser Wein hat den besten Geschmack, unsere Frauen die schönsten Kurven und unsere Bibliotheken sind gefüllt mit Gelehrten wie es sie kein anders Land hat. Nur unsere Kirchen sind bescheiden, wie auch einst es Jesu war, ein einfacher Zimmermann. Keiner braucht den Prunk zudem sind die Priester ja Leute des Geistes. Nun die Zukunft ist ungewiß, doch wir sind bereit ihr entgegenzutreten und Burgund zu seinem Platz an der Sonne zu verhelfen.
Zuletzt geändert von Shakril am 3. Juli 2018, 13:36, insgesamt 2-mal geändert.

F.A.T.H.E.R.
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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

Beitrag von F.A.T.H.E.R. » 27. Juni 2018, 17:05

Im der Überschrift steht 1944
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Shalom_Don

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[Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

Beitrag von Shalom_Don » 28. Juni 2018, 14:04

Auf Burgund bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, denn obschon es potente Ländereien hat, so findet es sich schnell als Spielball Zwischen Frankreich, Österreich und ggf. Spanien oder Dänemark wieder.

Dann mal viel Erfolg.


Gruß
Shalom_Don

Shakril

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

Beitrag von Shakril » 4. Juli 2018, 14:49

Das Jahr 1467 – 2. Kapitel


Ich vermisse Phillipp, er war so ein kultiviert und ruhiger Herzog, aber sehr intelligent. Es würde mich nicht wundern, wenn er genau gewusst hat, dass er von mir manipuliert wurde. Sein Sohn Charles hingegen, ist leider kein so schlauer Herrscher. Man möge meinen, dass er dadurch leichter zu manipulieren wäre, aber sein Temperament sorgte schon des Öfteren für diplomatische Verstimmungen. Sein offen ausgetragener Anspruch auf Gebiete Savoyens, war eines der dümmsten die man sich vorstellen kann. Als benötige Österreich noch mehr Gründe uns anzugreifen. Vermutlich mit ein Grund weshalb mir der Schattenrat den Auftrag gegeben hat Charles in den Ruhestand zu befördern. Aber es ist dafür etwas zu früh. Sein militärisches Geschick könnte noch von Nützen sein, daher passt es mir gerade gar nicht das mir der Rat damit im Nacken sitzt. Allgemein habe ich den Verdacht, dass der Rat mir etwas verheimlicht. Vermutlich sitzt in jedem größerem Reich so ein nützlicher Idiot wie es einer bin. Ach hätte ich Philipp nur das Lebenselixier geben können, damit er länger lebt, aber das ist nur den Mitgliedern des Rates vorbehalten. Vielleicht hätte er mir helfen können. Das Österreich sich so diplomatisch aggressiv verhält ist mir sowieso suspekt. Friedrich von Habsburg war immer so ein rationaler und ausbalancierter Herrscher, aber sobald es um Burgund geht, werden die Forderungen gerade zu provokant. Kaum haben wir es geschafft unsere Stammlande zu vereinen, fordert der Kaiser das Gebiet zurück! Als würden wir hingehen und sagen, "Gebt uns Kärnten wieder". Mir blieb keine andere Wahl, als Österreich zum Rivalen zu erklären. Wir sind zwar friedlich, können es uns aber nicht erlauben herumgeschubst zu werden. Daher bin ich heilfroh, dass wir mit Frankreich so gut Beziehungen haben, die letzte Ehe scheint glücklich und harmonisch sein. Dann bleibt noch Savoyen, wie können wir Ihnen klar machen, das wir keine Absicht haben sie anzugreifen, ohne dass unser Herzog das Gegenteil behauptet. Die Ehegattin Mathilde von Charles hingegen, ist wesentlich schlauer und versteht die Situation besser. Und dann noch ihre Kurven, ach welch ein Genuss. Vielleicht wäre es doch an der Zeit Charles seine ewige Ruhe finden zu lassen.




Chronik:


Das Burgundische Herzogtum Anno 1467 hat erneut ihre Außergewöhnlichkeit bewiesen. Nicht nur das man eine Bürokratie einführen konnte die alles anderen in den Schatten stellt, so hat Burgund mit der Errichtung großartiger Tempel ihr einzigartigkeit bestätigt. Die Ökonomie expandiert und schenkt den Bewohnern Reichtümer, während die Nachbarn weiterhin gierig auf Burgundische Lande blicken. Diese werden aber von den besten Soldaten die Burgund zu bieten hat verteidigt und die Beziehungen zu den Vasallen waren noch nie so gut. Die Zukunft aber sieht sonnig und wolkig zu gleich aus. Während im Osten sich der Schatten erhebt wie eine drohende Apokalypse, so scheint im Westen die Sonne, auf das Frankreich strahlt bis in alle Ewigkeit und mit Burgund die Hand in tiefer Freundschaft schüttelt.
Zuletzt geändert von Shakril am 19. Juli 2018, 10:55, insgesamt 2-mal geändert.

Shakril

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Re: [Europa Bulliversalis 2] Das Herzogtum von Burgund

Beitrag von Shakril » 18. Juli 2018, 10:35

Das Jahr 1492 – 3. Kapitel


Wie erwartet, die Schlacht verlief ausgeglichen. Das wir sie sogar am Ende verloren haben ist dabei nebensächlich. Wir können keinen Krieg gegen das Bündnisnetzwerk von Österreich führen. Die haben über 100000 Mann unter Waffen. Ach Herzog Hughes, habe ich euch denn nichts gelehrt. Zum Glück, zum Glück ist Österreich selbst Kriegsmüde nach dem Krieg gegen Dänemark gewesen. Die Österreicher dürften wohl ziemlich im Krieg gelitten haben, sonst wären sie nicht so halbherzig gegen uns vorgegangen und uns einen freundlichen Friedensvertrag anbieten. Aber es hat dem Herzog hoffentlich gelehrt mit Vorsicht zu agieren.

Wird es aber vielleicht dennoch Zeit zu drastischen Mitteln zu greifen? Die Situation wird nicht besser nur schlimmer. Aber was ist der richtige Weg? Krieg? Frieden? Diplomatie? Wer weiß.
Derweilen tut sich ein anderes Problem auf. Eine neue Bewegung, die sich selbst als Protestanten sehen, begehrt offen gegen den Papst auf. Als ob der Papst mit seinem Fanatismus nicht schlimm genug wäre, jetzt hat er tatsächlich mal einen Grund Terror zu verbreiten ohne zu lügen. Wenn das mal nicht in eine Katastrophe führt. Mal sehen ob uns ein Blick in die Geschichtsrollen helfen kann.
Der Schattenrat ist aber nach wie vor das größte Problem. Sie fordern immer Sachen von mir, die absurd sind, von denen klar ist, dass es nicht funktionieren kann. „Bringe Ungarn dazu gegen Österreich Krieg zu führen“, „Mach das England seine Flotte auflöst“ oder „Baue eine Flotte um gegen die Moskowiter vorzugehen“. Irgendwie habe ich das Gefühl, man will mich in die Irre führen.

Chronik:


Das Burgundische Herzogtum Anno 1492 hat eine längere Zeit des Friedens und Wohlstand genossen. Ein paar Scharmützeln mit Kleinstaaten und Österreich abgesehen, in denen Gebiete gewonnen werden konnten, haben unsere Soldaten ein ruhiges Leben gehabt. Dennoch die Schlacht in Luxemburg, wird als glorreicher Triumph in die Burgundische Geschichte eingehen, als das selbst nach einer gewonnen Schlacht, der Kaiser von Österreich einsehen musste, wie überlegen unsere Nation ist und hat um Frieden gebettelt.
Doch nun bricht eine neue Zeit an, denn Ketzer sind in Europa aufgetaucht und verbreiten Lügen über unseren Heiligen Vater den Papst und tätigen Blasphemische Äußerungen. Doch das Heilige Licht der Rechtschaffenheit wird die Sünder an den Alter der Abrechnung bringen und sie strafen und peinigen für ihre Frevel. Und strafen wird Gott all jene die im Dienste des Herrn sich zweifelhaft und trügerisch verhalten, gegen Ungläubige im Krieg versagen und Rom den Plünderern Preis geben.

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