Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

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writingbull
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Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von writingbull » 2. Mai 2015, 20:35

Mein erstes Rundenstrategiespiel, das ich auf Hexfeldern gespielt habe, war Civilization V. Mann, war ich skeptisch. "Was ist denn das für ein neumodischer Schnickschnack?", fragte ich mich. Als Civilization-Veteran hatte ich mich an quadratische Spielfelder gewohnt. Das kannte ich, das schmeckte mir, was anderes wollte ich nicht auf den Tisch gestellt bekommen.

Mittlerweile sind nach meinem Eindruck sechs Seiten zum Standard bei Rundenstrategiespielen geworden. Mittlerweile stutze ich, wenn mir ein neuer Titel statt meiner gewohnten Hexfelder Quadrate liefert. Mir kommen vier Seiten jetzt irgendwie altmodisch vor.

Wie seht ihr das? Ist das Spiel auf Hexfeldern taktisch komplexer - und schätzt ihr das? Oder sind quadratische Spielfelder in euren Augen von zeitloser Eleganz, sind Klassiker wie Schach, das Spiel der Könige, mit seinen Computerspiel-Varianten unschlagbar?
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Michael_Minden
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Michael_Minden » 2. Mai 2015, 22:51

Kommt darauf an.

Für mich muss es mit dem Spiel passen. Quadrate haben für mich immer ein wenig etwas von Schach, ermöglichen in meiner Vorstellung immer nur eine kreuzartige Bewegung (Nord, Süd, Ost, West), auch wenn es im Spiel anders sein mag. Hexes hingegen geben dem Beobachter ein deutlich räumlicheres Vorstellungsvermögen. Wenn ich ein Hexfeld sehe, dann ist mir sofort klar, dass ich hier in eigentlich jede Richtung ziehen kann.

Quadrate hingegen assoziere ich eher mit Tabletop-Spielen wie WAB oder IMPETUS, wo man ganze Einheitenblöcke verschieben kann/muss, um formationstaktische Vorteile zum Tragen zu bringen.
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Kakrafoon
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Kakrafoon » 3. Mai 2015, 10:07

Ich persönlich fühle mich auch eher zu Sechsecken hingezogen - alleine deshalb, weil mich die Diagonalbewegungen bei quadratischen Systemen irgendwie stören, und weil ich die Ästhetik der Bienenwaben mag.
Außerdem fand ich Schach noch nie besonders interessant. Keine Fernkämpfer, keine gewürfelten Kampfergebnisse, keine individuelle Armee-Zusammenstellung... nee. Nichts für mich.

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Teppic
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Teppic » 3. Mai 2015, 11:36

Hexfelder finde ich schon besser.
Als ich angefangen habe zu spielen, bin ich recht früh auf Hexfelder
durch Halma, beim PC durch PanzerGeneral und Battle Isle gestossen,
damals habe ich mir keine Gedanken dazu gemacht, was besser ist.
War für mich aber nie ein Grund zu sagen: RECHTECKE!! Wie doof,
ne das spiele ich nicht.

Allerdings muss ich sagen, dass die Hexfelder auch nicht
immer der Weisheit letzter Schluss sind. Für Rollenspiele sind
Hexfelder nicht so clever, da Räume nunmal oft rechteckig
sind und eine gefällige Aufteilung gelingt mit Hexfeldern am Rand ja
nicht so gut.

Martexus
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Martexus » 4. Mai 2015, 09:41

Bei Quadraten ist sowohl bei einem Computer-, als auch bei einem Brettspiel immer die erste Frage: Kann man auch diagonal ziehen? Diese Frage wird in den meisten Fällen verneint. Hexfelder bieten diese Möglichkeit gar nicht erst und nutzen die Spielfläche zugleich besser aus. Zudem ist die natürliche Bewegung durch mehr Richtungsoptionen bei Hexfeldern besser wiedergegeben.

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Zak0r

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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Zak0r » 5. Mai 2015, 08:07

Mich stören die Hexfelder überhaupt nicht, da ich sie auch schon aus anderen Spielen kannte. Problematisch fand ich in dem Zusammenhang eher die Probleme der KI mit den neuen Regeln (inkl. 1 Einheit pro Feld). Der Mensch passt sich ja leicht an, also ist das für den Multiplayer kein Problem. Aber bei CiV und BE hat die KI dadurch Schwierigkeiten ihre größere Wirtschaftskraft in Stärke umzusetzen und bei Pandora hat es auch erstmal AILs KI-Politur gebraucht, bis die KI wirklich gut kämpfen konnte. (AIL ist ein Nutzer aus dem Civforum, er programmiert als freier Mitarbeiter sehr kundennah die KI weiter)

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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Teppic » 5. Mai 2015, 09:21

Da sagst du was! 1U1T ist für mich in 4X ein No-Go.
Hexfelder oder Rechtecke, da bin ich nicht so dogmatisch, aber bei
diese EinheitenRegelung hat mich schon bei PanzerGeneral Nerven und Einheiten
ohne Ende gekostet.
(Wenn eine Einheit sich dort nicht zurückziehen konnte und
einen Moralbruch aufgrund eines harten Angriffs erlitt, wurde die Einheit aufgelöst!!!
- ich verwende nicht oft ! aber hier! bei so Sachen krieg ich eine Pipeline am Hals. :x )

DA! ich eröffne gleich mal den Glaubenskrieg²: Einheitenstapel oder "Nur 1 Einheit pro Feld"

genstab
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von genstab » 10. Mai 2015, 11:28

Im Grunde war das für mich nie ein Glaubenskrieg, wenn das Spiel funktioniert. Schöner finde ich persönlich aber Hexfelder. Als Strategic Command II erschien und plötzlich mit Quadraten, da war ich erst skeptisch. Aber es machte keinen Unterschied. Bei StarDrive II sind die Quadradte aber nervig - was aber eigentlich am ganzen Kampfsystem liegt.
Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, Strategic Command III wird wieder Hexfelder haben.

Gasel
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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von Gasel » 11. Mai 2015, 18:45

Kommt aufs Spiel dran und deswegen kann ich mich nicht entscheiden.Allerdings wenn ich mich für eines entschieden müsste würde ich mich für Hexfelder entscheiden.Einfach wegen der Räumlichkeit.
Barbarus hic ergo sum, quia non
intellegor ulli.

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Re: Glaubenskrieg: Quadrate oder Hexfelder?

Beitrag von derblaueClaus » 11. Mai 2015, 23:00

Ich halte es da wie Gasel : Es kommt natürlich immer auf das Spiel an.

Als (auch) Brett-Wargamer bin ich eher Hexfelder gewohnt und daher rührt vielleicht auch meine Vorliebe dafür. Hexe haben allerdings gerade was maßstabsgetreue Abbildung von großen Entfernungen auf Karten angeht große Probleme. Vorteil ist natürlich die Bewegung in sechs statt vier Richtungen. Wie auch hier schon zuvor bemerkt wirken Quadrate auf denen man quer ziehen kann eher artifiziell.

Quadrate finde ich bei Spielen angebracht, in denen die Bewegung sowieso stark eingeschränkt ist oder keine große Rolle spielt. Aufbauspiele beispielsweise, aber auch spezielle Formen oder Szenarien von Strategiespiele, z.B. Towerdefense.

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