Multiplayer Diskussion

Antworten
Benutzeravatar
Dreesch
Beiträge: 64
Registriert: 23. März 2016, 02:02
Wohnort: Schwerin

Multiplayer Diskussion

Beitrag von Dreesch » 13. März 2019, 12:24

Moin,
Ich habe ein kleines Unwohlsein mit der Entwicklung in Multiplayer Spielen bezogen auf CIV 6 und möchte diesen Thread nutzen um mich auszukotzen und vielleicht auch eine Diskussion zu starten.

Der tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat war diese Nachricht:
martin.bach1:
Hi Dreesch, ich habe nichts mit dir oder gegen dich zu spielen, aber es kann nicht sein, nur weil du das spiel sehr gut kannst, dass du die Spieler nach noch nicht mal hundert Runden raus kickst. Ich freue mich eigentlich eine ganze Woche mit euch, dir, zu spielen ich nehme mir von meiner Family extra die Zeit für mich, weil ich eine schöne Runde Civ6 zocken möchte und vielleicht später auch mal Krieg zu führen. Aber das geht nur, wenn du nicht gleich so agressiv los legst, ich kann dieses Spiel nicht so gut wie du, ich kann wenn überhaupt am Wochenende spielen weil ich entweder erst spät nach hause komme in der Woche oder, weil ich erst dann die Zeit habe wenn meine Kinder schlafen. Ich habe beschlossen, dass ich nächste Woche noch ein mal mit spielen werde, wenn du dich wieder so benimmst, dass mir die Lust flöten geht, nur weil du darin aus meiner Sicht ein Profi bist, und meinst die weniger guten Spieler zu besiegen, werde ich nur noch dann mit spielen wenn du nicht dabei bist oder wenn mehrere Spieler dabei sind und zwei parallel laufende Spiele es gibt. Denn es macht einfach keinen Spass, wenn einer meint, er müsse den anderen sein Spiel der Vernichtung und Eroberung aufs Auge drücken, die anderen beherrschen das Spiel eindeutig besser als ich, aber ich möchte diese Spiel spielen um Spaß zu haben und mich mit den anderen Civer auszutauschen und zu schauen wie die Spielen. Es kann nicht sein, dass einer von den Spielern mir anbietet nur mit im via Multiplayer zusammen zu spielen, nur damit man mit dir nicht spielen muss, dass will ich nicht, wir sind alle Civ Fans und haben Freude an diesem Spiel, aber Freude kann nur dann entstehen, wenn man respektiert dass auch Anfänger bzw. Gelegenheitsspieler mit in der Runde sind und diese Spieler die Chance gibt auch besser zu werden. Wenn dir das scheißegal ist, dann ist es halt so, aber dann weiß ich auch, dass wenn nicht genügend Spieler für eine zweite Runde da sind ich nicht mehr mitspielen werde. Ich will Freude und Zerstreuung haben bei diesem Spiel und nicht hetze und Streß nur um deine Spielweise mit zugehen, um ganz ehrlich zu sein, deine Spielweise interessiert mich nicht, wenn du so spielen willst und nur militärisch dieses Spiel zu gewinnen, dann suche dir bitte die Leute die so spielen wollen. Ich bin ein Typ der klaren Worte und wollte dich auch nicht vor versammelter Gruppe kritisieren aber die anderen sagen nicht umsonst Kriegstreiber und ja klar wenn Dreesch dabei hat man keine Chance, so macht das Spiel keinen Spaß. Versuche wenigstens Neulingen und Gelegenheitsspieler, den Spaß zu lassen und uns auch aufbauen lässt. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass dies dir Spaß gemacht hat mich zu besiegen, weil ich nicht genügend Einheiten hatte bzw. ich dir nicht gewachsen bin oder war. Wenn dir meine Meinung nicht wichtig ist, dann ist es so nur werde ich dann nicht mehr zusammen in einer Gruppe mit dir spielen Cu MartinBach
Steam
[23.2.2019, 13:06]
Meine Reaktion war natürlich eine Entschuldigung, Ich möchte einfach niemanden den Spielspaß verderben.

Den größten Unmut den ich aber dabei verspüre ist das ich stets bemüht bin ein Faires Spiel aufzubauen.

Beispiele:
1.
Ich bin meist der Host und erstelle die Karte fast immer nach dem gleichen Thema:
-Fraktal
(ist meiner Meinung nach die ausgeglichenste Karte und wirklich jede CIV hat eine Chance)
-Geschwindigkeit Standard
(so hat jeder eine gute wenn nicht sehr gute Chance auf ein Goldenes Zeitalter und kann darauf hinarbeiten)
-Ressourcen Ergiebig
(gerade mit Gatheringstorm ist es wichtig das jeder die Möglichkeit auf Eisen Pferde Salpeter und andere Strategische Ressourcen hat auch wenn es nur zu Verteidigung dient)
-Startpunkt Standard
(damit jede Zivilisation möglichst ihren besten Startpunkt bekommt)
-Terra Feucht
(damit möglichst jeder an einem Fluss oder See Starten kann)
2.
Das Pantheon Göttin der Erde (+1 Glauben ab Anziehungskraft Bezaubernd auf alle Geländefelder) wird immer verboten da OP.
3.
Obwohl ich immer auf Simultanrunden eine MP runde Starte bestehe ich darauf das im Krieg abwechselnd gezogen wird damit nicht der bessere Rechner sondern der besser Stratege gewinnt.

Mir geht es bei diesem wie auch bei jedem anderen Spiel darum über den Tellerrand zu schauen und das geht am besten im Multiplayer. Ich habe zum beispiel mal meine Religion so gegründet, das ich sie danach verkaufen konnte, ich habe einfach die Glaubenssätze so gewählt das jeder der diese Religion wählt die Boni bekommt und danach für jede Missionierung einer Stadt Geld gefordert und auch bekommen.

Es ist mir einfach ein Graus wenn ich für eine faire Spielweise verurteilt werde, die ein Bestandteil des Spiels ist. Wenn ich einen Potentiell stärken Gegner finde ist es meine Eigenschaften so oft wie möglich mit ihm zu spielen zu lernen und Später zu schlagen.
Stets nach dem Motto der bessere Stratege gewinnt.

Benutzeravatar
Storr

Bronze Sommerspiele 2017
Beiträge: 211
Registriert: 15. Juli 2017, 15:36
Orden: 1
Wohnort:

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Storr » 13. März 2019, 13:26

In den drei oder vier Multiplayerpartien, die ich in dieser Community gespielt habe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass Civ für viele hier primär ein Aufbauspiel ist und Krieg, vor allem in frühen Spielphasen, nicht gern gesehen wird. Ich habe es erlebt, dass eine Nation in der Klassik, mit der ich Grenzkonflikte hatte, bei einer Reichsgröße von fünf Städten nur etwa vier Militäreinheiten unterhielt. Als ich dann den Krieg erklärte, hat der Spieler die Runde verlassen mit den Worten: "Den Krieg kann ich nicht gewinnen." In der selben Partie hat ein Spieler kommentarlos das Spiel und den TS-Channel verlassen, als ich mit Ankündigung einen unbewachten Siedler stibitzte (Ich, den Siedler findend: "Oh, was ist denn das?", er: "Psst, das soll eine Überraschung sein.", ich: "Hier gibt es gleich eine Überraschung.", Rundenwechsel, er bewegt den Siedler in Richtung meines Spähers, ich: "Überraschung!" erkläre Überraschungskrieg).
Ich halte Kriegführung für einen essentiellen Teil des Spiels (und des Spielspaßes) und in Multiplayerpartien hat man die Möglichkeit, auch mal gegen gleichwertige Gegner zu kämpfen statt gegen die KI. Das macht für mich auch (zum Teil) den Reiz eines Multiplayers aus.
Wenn man im Multiplayer lieber friedlich nebeneinander herbauen möchte, dann ist das natürlich auch legitim, das sollte dann aber im Vorhinein klargestellt werden.
Meister der "Freunde des Holzschuhs" Saison 2.

Eisdrache
Beiträge: 73
Registriert: 10. September 2018, 17:18
Wohnort: --

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Eisdrache » 13. März 2019, 13:51

Ich spiele nun seit September 2018 regelmäßig Multiplayer Spiele und zwar fast nur mit Personen aus diesem Forum. Ich bekam am Anfang ein Neuling Schutz und konnte die meiner Meinung nach doch krassen Unterschiede in den Spielweisen zwischen Singleplayer gegen KI und Multiplayer Strategien erkennen. Warum sage ich krass?, ganz einfach: In Multiplayerspielen kann man sich nicht auf eine Spielart eines Volkes verlassen, denn menschliche Spieler wechseln mitunter ihre Strategien im Laufe des Spieles, um die Schwächen eines anderen Spielers auszunutzen. Ich war am Anfang überhaupt kein starker Spieler und bin immer von der Spitze schnell 100 bis 200 Punkte entfernt gewesen.

Es gibt immer mal wieder Partien, wo der ein oder andere Spieler aufgrund der Startposition schnell aus dem Spiel genommen werden kann/wird. Klar steht das gemeinsame Spielen im Vordergrund, doch manchmal hat man einfach keine wirkliche Perspektive, persönlich finde ich das manchmal schade und manchmal aber auch gut (falls man überhaupt nichts, bis ganz wenig nur erreichen könnte). Anfangs wurde Freitagsabends in festen Teams gespielt, die Stärkeren mit schwächeren Spielern zusammen. Sodass durch die geteilte Sichtbarkeit, der aufmerksame Mitspieler lernen kann. Feste Teams wurden in diesem Jahr aber von den meisten Spielern abgelehnt, gibt unterschiedliche Gründe warum der ein oder andere es nicht möchte. Aber so ist das lernen und Niveau angleichen zwischen den Personen natürlich schwieriger.


Siegbedingungen & Spielanteile:

Das Spiel hat unterschiedliche Siegbedingungen und dadurch muss man in Multiplayer jeden Spielanteil berücksichtigen. Sobald man einen Teil nicht nutzt, ist das die Schwäche zum nächsten Kontrahenten und viele menschliche Spieler erkennen solche Situationen. So gewinnen wir schließlich auch gegen die KI: 1. Erkennen, 2. Überlegen, 3. Handeln & 4. Freuen!
  • Militär
  • Wissenschaft
  • Kultur
  • Glauben
  • Handel
  • Diplomatie
  • Punkte - Bei Rundzahllimit erreicht
Unabhängig von der Siegesbedingung in/ab Gathering Storm ist die Diplomatie nie zu verachten. Sie kann während einer Partie für den Spieler gut, neutral oder schlecht sein. Aber das entscheidet jeder für sich selber. Grundsätzlich bedeuten mehr Städte = mehr Ertrag überall, je eher das erreicht wird, desto größer ist der Vorsprung gegenüber den anderen Mitspielern zum Ende hin. Daher ist der Start in Civ 6 deutlich bedeutender als in anderen Civ Teilen.

Kartengenerierung
Grundsätzlich ist die Generierung im Multiplayer meiner Meinung nach sehr unausgeglichen (trotz der von Dreesch genannten Vorabeinstellungen, um das ganze etwas zu relativieren) und im Prinzip haben nur 2 maximal 3 Spieler aufgrund des Startes überhaupt die Chance die Partie eigenständig (Standardpartie mit ~8 Spielern) zu gewinnen. Der Schlüssel für fast alle Strategien in Civ 6 ist der Faktor Nahrung/Produktion! Je mehr ein Spieler davon hat, umso besser kann er sämtliche Strategien ausspielen! Vorallem wenn die Unterschiede zwischen den einzelnen Personen deutlich ausfallen, sodass es in Civ 6 Multiplayer folgende durch die Kartengenerierung entschiedene Spielvarianten für die Spieler gibt (meine Meinung):

Siegaspirant: Erklärt sich von selbst!
Aggressor: Mit Militär oder Religösen Einheiten die anderen Gegner im Aufbau/ Spielweise oder durch Handel/ Allianzen behindern oder ärgern.
Unterstützer: Einen anderen Spieler mit egal was unterstützen
Entdecker: Einfach mal was anderes ausprobieren

Also je nach Startposition, dazu zählt nicht nur die erste Stadt, sondern auch die Umgebung (mögliche Besiedlungsfläche, Stadtstaaten, Kontrahentenentfernung,...)
  • Ausgezeichneter Start: -> Siegaspirant und der Gejagte von allen anderen! Oder jede andere Spielweise!
  • Guter Start: -> Siegaspirant; Aggressor; Unterstützer; Entdecker
  • Durschnittlicher Start: -> Siegaspirant (nur wenn es keinen ausgezeichneten Start bzw. wenige gute Starts gibt und/oder die besser positionierten Spieler nichts aus ihrer Situation machen; Aggressor; Unterstützer; Entdecker
  • Schlechter Start: -> Aggressor, nur wenn der bessere Spieler das zulässt; Unterstützer; Entdecker
  • Mieser Start: -> Unterstützer; Entdecker

Persönliches Fazit
Sprich nicht immer kann jeder persönlich gewinnen, man kann aber zur Siegesachse gehören. Das ist ein Multiplayer Spiel und die Diplomatie untereinander ist ein wichtiger Schlüssel für viele verschiedene schöne Spiele. Alleine wird man in Multiplayer Spielen selten ein geiles Spiel erleben und somit Spaß haben, gerade Wunderstädte Erbauer und kleine Reiche! Daher rate ich jedem sich mit den anderen Spielern auseinanderzusetzen und vielleicht gemeinsam was großes zu schaffen! Dann können auch Spiele Spaß machen, in denen man überhaupt keine Chance zum Sieg hat.

Storr hat geschrieben:
13. März 2019, 13:26
In den drei oder vier Multiplayerpartien, die ich in dieser Community gespielt habe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass Civ für viele hier primär ein Aufbauspiel ist und Krieg, vor allem in frühen Spielphasen, nicht gern gesehen wird. Ich habe es erlebt, dass eine Nation in der Klassik, mit der ich Grenzkonflikte hatte, bei einer Reichsgröße von fünf Städten nur etwa vier Militäreinheiten unterhielt. Als ich dann den Krieg erklärte, hat der Spieler die Runde verlassen mit den Worten: "Den Krieg kann ich nicht gewinnen." In der selben Partie hat ein Spieler kommentarlos das Spiel und den TS-Channel verlassen, als ich mit Ankündigung einen unbewachten Siedler stibitzte (Ich, den Siedler findend: "Oh, was ist denn das?", er: "Psst, das soll eine Überraschung sein.", ich: "Hier gibt es gleich eine Überraschung.", Rundenwechsel, er bewegt den Siedler in Richtung meines Spähers, ich: "Überraschung!" erkläre Überraschungskrieg).
Ich halte Kriegführung für einen essentiellen Teil des Spiels (und des Spielspaßes) und in Multiplayerpartien hat man die Möglichkeit, auch mal gegen gleichwertige Gegner zu kämpfen statt gegen die KI. Das macht für mich auch (zum Teil) den Reiz eines Multiplayers aus.
Wenn man im Multiplayer lieber friedlich nebeneinander herbauen möchte, dann ist das natürlich auch legitim, das sollte dann aber im Vorhinein klargestellt werden.
Wie Storr schon sagt: vor jedem Spiel gibt es eine Absprache der teilnehmenden Personen, hat man keine Lust auf X/Y, so äußert das doch einfach. Nur sprechenden Personen kann geholfen werden, bitte versteht aber auch die Personen, die nicht in jeder Partie einen Teil des Spieles ausgeklammert haben möchten. Es ist immer ein geben und nehmen, damit alle Spaß haben können!

Benutzeravatar
Teppic
Moderator
Beiträge: 1436
Registriert: 2. Mai 2015, 09:07
Wohnort: Köln

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Teppic » 13. März 2019, 18:11

Spieler sind unterschiedlich gestrickt, manche wollen überwiegend nur Gemeinschaft im TS, während andere zeitweise dem Alltag entfleuchen wollen, dritte... Die vorherigen Beiträge haben es schon gesagt, als Spieler soll man den Mund aufmachen, sodass die Mitspieler einschätzen können, was sie erwartet. Mitspielen bedeutet eben das man auch miteinander agiert.
Bei einem Duell-Spiel zwischen einem EroberungsSpieler und einem Aufbauspieler wären am Ende vermutlich beide nicht wirklich glücklich mit so einem Spiel, da beide unterschiedliche Spiele aneinander vorbei gespielt haben und keiner für den anderen ein richtiger Mitspieler war. Das kann man unfair finden. Da kann ich verstehen, wenn schlussendlich beide Spieler denken, das war mir jetzt unfair gegenüber.

Civ6 ist ein ziemlich komplexes Spiel und von Menschen designt. Neben den Startpunkten sind zudem auch noch die unterschiedlichen Fraktionen in unterschiedlichen Phasen unterschiedlich spielstark. Die Spieler sind unterschiedlich gut/wissend und zu denken das gleiche Voraussetztungen herrschen würden, ist totaler Humbug, auch wenn manche sich dies wünschen... ist beim einfacheren Kartenspielen aber auch nicht anders.
4X Spiele sind so desingt, dass Spieler tatsächlich das Spiel komplett verlieren und rausfliegen. Ein Eroberungsspiel eines Nachbarn kann dazu führen, das man als Spieler/in rausfliegt, muss aber nicht. Ja, selbst wenn man selber alles richtig gemacht hat, kann es dazu kommen, dass man im Spiel (alles) verliert. X_X
In einem 4X Spiel auf Sieg zu spielen, insb. auf einen schnellen, eindeutigen Sieg zu spielen bedeutet auch ein Eroberungsspiel. Schaff Ich es aber einen Spieler abzuwehren, na da bin ich meist stolz wie Oskar, dass ich diese Herausfordung mit Schwert und Speer meistern konnte (um eventuell 60 Runden später mit Kanonen und Gewehren bei ihm vorbei zu kommen! :ymdevil: ). Und das kann ein Teil des Spiels sein. Man sollte keinem/r dies vorwerfen, oder das sie so oder so spielen aber auch nicht, dass sie keine Lust darauf haben, der und dieser Spielweise zu begegnen.

Aber egal wer aus einem Spiel fliegt, der/die hat das Recht das doof zu finden und ein EroberungsSpieler muss sich im Klaren sein, das viele Eroberte es auch total doof finden in einem längeren Spiel schon nach kurzer Zeit machtlos vorm Rechner zu sitzen und dem eigenen Spielende entgegen zu sehen, während alle anderen weiterspielen können.

Wenn die EroberungsStrategie früh versucht wird, laufen Spiele öfter leider auch gleich ab, bei Antikstart z.B. direkt auf Eisenverarbeitung oder Reiterei zu forschen und Nachbarn zu überlaufen und zu übernehmen - sofern - sofern man überhaupt einen Nachbarn zum übernehmen findet und ja ganze Partien können dann auch früher entschieden sein, müssen es aber nicht.
Ich habe mich selber schon oft genug ertappt, wie ich mit viel zu wenig Militär im Spiel vor dem PC sitze und "gebetet" habe, dass es kein Mitspieler bemerkt :-SS (oder "gehofft", dass meine Nachbarn zur Schlachtbank gehen müssen :ymdevil: ).
Für mich haben sich schwierige SpielMomente genauso oder viel mehr eingebrannt als die für mich "rund laufenden" Partien.
Spoiler für :
Ich habe gerade meinen ersten Siedler an eine Flussüberschwemmung verloren! :-O

Benutzeravatar
TheGreenJoki

Stellaris WB-02 Rollenspielpreis Bronze Sommerspiele 2017
Beiträge: 400
Registriert: 1. August 2016, 21:01
Orden: 2
Wohnort: Hessisches Bergland

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von TheGreenJoki » 13. März 2019, 21:50

Teppic hat geschrieben:
13. März 2019, 18:11
Aber egal wer aus einem Spiel fliegt, der/die hat das Recht das doof zu finden und ein EroberungsSpieler muss sich im Klaren sein, das viele Eroberte es auch total doof finden in einem längeren Spiel schon nach kurzer Zeit machtlos vorm Rechner zu sitzen und dem eigenen Spielende entgegen zu sehen, während alle anderen weiterspielen können.
Und das ist das entscheidene, was häufig vorher bedacht, aber dann trotzdem selten verstanden wird.
Aber @dreesch aus der Nachricht lese ich raus, dass du ziemlich häufig bei den Partien mit dem Spieler den Wilhelm hast raushängen lassen. Hier im Forum sind (subjektiv empfunden) primär die Wochenend/Nach-Feierabend Spieler. Jeder hier, der eine MP Runde organisiert hat weiß auch, wie schwer es überhaupt ist einen Termin zu finden. Wenn man sich dann extra für das Wochenende einen Tag freischaufelt und dann nach nichtmal 100 Runden aus der Partie draußen ist, musst man sich auch nicht wundern, dass das jemand als ziemliche Zeitverschwendung ansieht. Gerade als guter Spieler (wobei ich sogar primär hier nur die Eroberungsspieler ansprechen will) müssen sich darüber wirklich im klaren sein, dass "early rush" ne Sache ist, mit der man sich einfach unbeliebt macht (sofern es zu häufig der selbe Spieler anstellt/immer die selben trifft).

Ich weiß, dass der Militärpart in Civ wichtig ist. Als Spieler (und Host) sollte man aber auch ein Gefühl dafür entwickeln, mit welchen leuten man sich gerade in der Runde befindet. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Wochenendspieler vor allem die Zeit im TS genießen (runterkommen von der Woche, entspannt mit Leuten plaudern) und damit nicht interessiert sind ein A-Game abzurufen oder nach 100 Runden (was gerade auf Standard ja WIRKLICH wenig Gamezeit bedeutet) rausgeschmissen werden.

Das verlieren nicht soviel Spaß macht, wie zu gewinnen ist bestimmt auch jedem klar und in den wenigsten Fällen ist das Salz :D
Bleiben wir mal realistisch!

Eisdrache
Beiträge: 73
Registriert: 10. September 2018, 17:18
Wohnort: --

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Eisdrache » 13. März 2019, 23:17

TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Und das ist das entscheidene, was häufig vorher bedacht, aber dann trotzdem selten verstanden wird.
Aber @dreesch aus der Nachricht lese ich raus, dass du ziemlich häufig bei den Partien mit dem Spieler den Wilhelm hast raushängen lassen.
Zur Klarstellung, wenn auch nicht rellevant für die Diskussion im allgemeinen!: Besagte Spieler ist in mehreren Wochen in verschiedenen Konstellationen von diversen Spielern aus den Abendrunden erobert worden. In einer Partie sogar von 4 verschiedenen Personen inklusive meinen Wenigkeit. Wer nach mehr als 50 Runden immer noch mit einer Militärstärke von unter 100 und diverse Wunder baut, ist nun einmal ein verlockendes Ziel. Wenn man sich dann noch mit dem Diplomatischen Teil nicht wirklich befasst und für sich bleibt...
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Hier im Forum sind (subjektiv empfunden) primär die Wochenend/Nach-Feierabend Spieler.
Ist korrekt, aber das sagt nichts über die Qualität bzw. über die Spielweise bzw. über die Spielerwartung aus.
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Jeder hier, der eine MP Runde organisiert hat weiß auch, wie schwer es überhaupt ist einen Termin zu finden. Wenn man sich dann extra für das Wochenende einen Tag freischaufelt und dann nach nichtmal 100 Runden aus der Partie draußen ist, musst man sich auch nicht wundern, dass das jemand als ziemliche Zeitverschwendung ansieht. Gerade als guter Spieler (wobei ich sogar primär hier nur die Eroberungsspieler ansprechen will) müssen sich darüber wirklich im klaren sein, dass "early rush" ne Sache ist, mit der man sich einfach unbeliebt macht (sofern es zu häufig der selbe Spieler anstellt/immer die selben trifft).

Ich persönlich finde die Partien, in denen ich keine Chance habe und nur vor mich hin klicke. Dazu gefühlt ewig warten muss, deutlich eher als Zeitverschwendung. Ist aber eine persönliche Einstellung. In der Regel kann man einen Early Rush auch abwenden
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Ich weiß, dass der Militärpart in Civ wichtig ist. Als Spieler (und Host) sollte man aber auch ein Gefühl dafür entwickeln, mit welchen leuten man sich gerade in der Runde befindet. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Wochenendspieler vor allem die Zeit im TS genießen (runterkommen von der Woche, entspannt mit Leuten plaudern) und damit nicht interessiert sind ein A-Game abzurufen oder nach 100 Runden (was gerade auf Standard ja WIRKLICH wenig Gamezeit bedeutet) rausgeschmissen werden.

Das verlieren nicht soviel Spaß macht, wie zu gewinnen ist bestimmt auch jedem klar und in den wenigsten Fällen ist das Salz :D
Dafür sollte man vor dem Spiel miteinander reden, ansonsten passieren Missverständnisse hoch zehn. Wie bereits geschehen und um zukünftig so etwas zu minimieren gibt es nun diesen Thread zum Austausch von Gedanken und Co.

Benutzeravatar
Teppic
Moderator
Beiträge: 1436
Registriert: 2. Mai 2015, 09:07
Wohnort: Köln

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Teppic » 14. März 2019, 10:54

Also einen frühen Rush und diese Spannung dabei möchte ich für mich im Spiel aber nicht missen.
Es kommt häufiger sogar vor, dass Hinweise auf ein schwaches Militär ignoriert werden. Genauso häufig habe ich da ebenfalls beobachtet, dass Eroberer (ich auch) dem Mitspieler dann auch wenig Spielraum lassen und jedenfalls bei mir die Gewohnheit aus dem SinglePlayer rauskommt, alle Städte zu übernehmen.
Ist auch verständlich, denn das Spiel belohnt einen ja auch dafür mit 3, 5 und aufwärts Zeitalterpunkten. Belohnungen für Allianzen sind langwierig und nicht SO prominent und sie kommen erst im Mid/Lategame (was auch in ein Narrativ einer progressiven Zivilisationsentwicklung passt). Optionen wie einen Vasallenspiel (und Achievements), die man in anderen Spielen findet, sind nicht implementiert.
Das kommt mal direkt auf meine KlageListe für firaxis. =((

Andersherum aber sich auch das Verhalten des angegriffenen Spielers sehr häufig zeigt: "Oh! Ich kann gar nicht mehr oben mitspielen, da gebe ich
gleich komplett auf." (Vermute im Singleplayer wird das ähnlich gehandhabt und das Spiel wird abgebrochen.)

Damit vertuen wir alle für alle Mitspieler Spass und Chancen auf überraschende Spielmomente. Wie oft ist es mir passiert, dass mir eine deutlich schwächere Civ mir oder dem Spielführer ein Wunder oder Kolonial-Siedlungsplatz wegschnappt, einen wichtigen Stadtstaat annektiert oder den Suzeränstatus streitig macht.
Spoiler für :
Konkrete Beispiel dazu zwischen Heinz von Stein und mir
VanillaVersion Heinz spielte Ägypten, ich Spanien - mein Angriffskrieg läuft ein paar Runden toll, in der ich Terrain gut machen kann, dann aber gerate ich in die Defensive und muss die Belagerung der Hauptstadt abbrechen und werde sogar selber belagert, kann meine Belagerung brechen und dann doch seine Hauptstadt nehmen. Danach hat Heinz weitergespielt und konnte zwar seine Hauptstadt nicht mehr zurückerobern, aber weitere Eroberungen meinerseits durch einen Handel abwenden , zuvor jedoch noch alle anderen Spieler gegen mich einschwören können und mir weiterhin etliche Probleme mit den Stadtstaaten bereitet und mir das Orakel vor der Nase weggeschnappt. Das Spiel blieb so viel spannender.

Zartonar

1. Platz: Stellaris WB-04 2. Platz: Europa Bulliversalis
Moderator
Beiträge: 249
Registriert: 30. Juni 2017, 06:34
Orden: 2
Wohnort: Köln

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von Zartonar » 14. März 2019, 12:18

Ich finde das eine sehr schön geführte Diskussion und finde genau darum geht es Probleme besprechen und dann Lösung finden.

Was man ja aus der Situation lesen kann ist das viele Spieler sehr gerne zusammen mit Euch am Freitag oder anderen Tagen Spielen aber sie der Early Rush stört. Klar wenn man einem mehrfach sagt dein Militär ist schwach und dieser nur wundert sollte klar sein das irgendwann einer vorbei kommt. Ich glaube wie Tepic das schon schrieb ist der wirklich schnell gespielte Rush auf Eisen, Reiterei und große Masse an Militär das Problem.
Vielleicht diese Spiel Taktik verbieten oder ein Zeitalter nennen wo frühestens aggressiv angegriffen werden darf ausnahmen sollten natürlich ungeschützte Siedler, Arbeiter oder das reinsiedeln in eine Stadt sein. Alternativ zu sagen die Hs darf auch erst in einem gewissen Zeitalter angegriffen werden Neben Städte schon. Aber das ist nur ein Vorschlag.

Weiter ist es natürlich klar das Leute sich aufgrund ihres reinen auf Aggressiven Spielstils auch Leute verärgern und ich selber der nicht oft Civ spielt und dann gelegentlich hostet mir von mehren Leuten gesagt wird auf meine Frage ob ich noch wen fragen soll im Ts oder per Steam kommt von nicht einem sondern mehreren aber auf keinen Fall mit dem und dem weil der nur Rush spiel macht und immer nur auf Krieg geht.
Oder gesagt wird die Freitags Runde ist super nur man darf nicht in der Gruppe von dem und dem sein weil die nur auf Krieg spielen was ich schade finde bei der großen Anzahl von Sieg Bedingungen.

Ich denke halt persönlich eine Rush abwehr gehört dazu und setze immer auf eine angemessene Verteidigung und kann auch jeden verstehen der gerne mal auf Krieg spielt jedoch wenn ich Eisdrache richtig verstehe wurde dem Spieler schon mehrfach erklärt denke mal mehr an Verteidigung und wenn darauf dann nicht reagiert wird ist es nur richtig da auch anzugreifen.
Cari und ich haben einen eigenen kleinen Kanal, wenn ihr mal schaun wollt. 2 Nerds 1000 Games Viel Spaß!

Benutzeravatar
TheGreenJoki

Stellaris WB-02 Rollenspielpreis Bronze Sommerspiele 2017
Beiträge: 400
Registriert: 1. August 2016, 21:01
Orden: 2
Wohnort: Hessisches Bergland

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von TheGreenJoki » 14. März 2019, 16:46

Eisdrache hat geschrieben:
13. März 2019, 23:17
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Und das ist das entscheidene, was häufig vorher bedacht, aber dann trotzdem selten verstanden wird.
Aber @dreesch aus der Nachricht lese ich raus, dass du ziemlich häufig bei den Partien mit dem Spieler den Wilhelm hast raushängen lassen.
Zur Klarstellung, wenn auch nicht rellevant für die Diskussion im allgemeinen!: Besagte Spieler ist in mehreren Wochen in verschiedenen Konstellationen von diversen Spielern aus den Abendrunden erobert worden. In einer Partie sogar von 4 verschiedenen Personen inklusive meinen Wenigkeit. Wer nach mehr als 50 Runden immer noch mit einer Militärstärke von unter 100 und diverse Wunder baut, ist nun einmal ein verlockendes Ziel. Wenn man sich dann noch mit dem Diplomatischen Teil nicht wirklich befasst und für sich bleibt...
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Hier im Forum sind (subjektiv empfunden) primär die Wochenend/Nach-Feierabend Spieler.
Ist korrekt, aber das sagt nichts über die Qualität bzw. über die Spielweise bzw. über die Spielerwartung aus.
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Jeder hier, der eine MP Runde organisiert hat weiß auch, wie schwer es überhaupt ist einen Termin zu finden. Wenn man sich dann extra für das Wochenende einen Tag freischaufelt und dann nach nichtmal 100 Runden aus der Partie draußen ist, musst man sich auch nicht wundern, dass das jemand als ziemliche Zeitverschwendung ansieht. Gerade als guter Spieler (wobei ich sogar primär hier nur die Eroberungsspieler ansprechen will) müssen sich darüber wirklich im klaren sein, dass "early rush" ne Sache ist, mit der man sich einfach unbeliebt macht (sofern es zu häufig der selbe Spieler anstellt/immer die selben trifft).

Ich persönlich finde die Partien, in denen ich keine Chance habe und nur vor mich hin klicke. Dazu gefühlt ewig warten muss, deutlich eher als Zeitverschwendung. Ist aber eine persönliche Einstellung. In der Regel kann man einen Early Rush auch abwenden
TheGreenJoki hat geschrieben:
13. März 2019, 21:50
Ich weiß, dass der Militärpart in Civ wichtig ist. Als Spieler (und Host) sollte man aber auch ein Gefühl dafür entwickeln, mit welchen leuten man sich gerade in der Runde befindet. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Wochenendspieler vor allem die Zeit im TS genießen (runterkommen von der Woche, entspannt mit Leuten plaudern) und damit nicht interessiert sind ein A-Game abzurufen oder nach 100 Runden (was gerade auf Standard ja WIRKLICH wenig Gamezeit bedeutet) rausgeschmissen werden.

Das verlieren nicht soviel Spaß macht, wie zu gewinnen ist bestimmt auch jedem klar und in den wenigsten Fällen ist das Salz :D
Dafür sollte man vor dem Spiel miteinander reden, ansonsten passieren Missverständnisse hoch zehn. Wie bereits geschehen und um zukünftig so etwas zu minimieren gibt es nun diesen Thread zum Austausch von Gedanken und Co.
Ist korrekt, aber das sagt nichts über die Qualität bzw. über die Spielweise bzw. über die Spielerwartung aus. (ich pack mal dein Zitat hier fett rein, weil ich mit dem quote nicht so klar komme bei einem zitierten Post) ist genau die selbe Spekulation, wie ich sie gemacht habe, nur in die andere Richtung. Mit meiner Aussage über Wochenend/Nach-Feierabendspieler habe ich ja auch nicht auf die Qualität der Spieler eingehen wollen. Wollte damit ja nur hinweisen, dass es andere Erwartungen geben kann.

Ich persönlich finde die Partien, in denen ich keine Chance habe und nur vor mich hin klicke. Dazu gefühlt ewig warten muss, deutlich eher als Zeitverschwendung. Ist aber eine persönliche Einstellung. In der Regel kann man einen Early Rush auch abwenden

Persönliche Einstellung haben diese Spieler halt auch. Ist deswegen ja auch allgemein formuliert worden.
Ich wollte bloß einen Hinweis geben, wie manche Spieler gewisse Sachen wahrnehmen können. Ich finde auch super, dass man hier über die MP Entwicklung redet, auch wenn die Threaderöffnung gelinde gesagt nicht 100% neutral rüber kommt :D
Bleiben wir mal realistisch!

phönix

Silber Sommerspiele 2017 Bronze Winterspiele 2018
Beiträge: 9
Registriert: 24. November 2015, 17:19
Orden: 2
Wohnort:

Re: Multiplayer Diskussion

Beitrag von phönix » 16. März 2019, 12:14

Das mit den Krieg erklären bei einem MP Spiel ist bei mir auch etwas schwer. Wenn ich bei einem Spiel mitmache. Neige ich eher dazu keinen Krieg zu erklären um den anderen Spieler den Spielspaß nicht zu verderben.

Nur euer abwechselnd ziehen finde ich nicht so gut. Bin es gewöhnt. Das einer seinen Zug fertig macht und nicht direkt abwechselnd. Die Truppen gezogen werden. So waren die angeschossen Truppen immer wieder weg. Bevor ich diese vernichten kann. Was den angriff schwerer macht.

Mir selber ist es eher recht bei einer schlechten Startposition erobert zu werden. Die ich bei fast jeden MP mehr oder weniger hatte.

Antworten