Brunei - Hinterm Horizont gehts weiter?

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Kassack
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Brunei - Hinterm Horizont gehts weiter?

Beitrag von Kassack » 11. Dezember 2018, 23:46

"Ich muss mit dem Fürsten sprechen!"
"Ich muss mit dem Fürsten sprechen!"


Diese Worte waren die ersten die seine gnaden Sultan Abd al Qahhar I dieses Morgends hörte.
Nur langsam schälte er sich aus seinem warmen Bett und trat an das offene Fenster um den Tag zu begrüßen.
"Welch friedvolles Land, welch friedvoller Tag", dachte er als es schon an der Tür klopfte.
Der Sultan erteilte seine Zustimmung mit einem simplen Grummeln, worauf sich alsbald die Tür öffnete und ein Diener eintrat.
"Mein Herr, einer eurer Soldaten kam gerade von seinem Erkundungsritt an der Küste zurück und bittet um eine Audienz bei euch."

Sultan Abd al Qahhar schaute zum Diener und nickte zur Bestätigung.
"Bringt ihn in den Audienzsaal und lasst ihn dort warten ich werde bald eintreffen."
Der Diener, welche die Worte seines Herrn vernommen hatte verneigte sich und verließ, immer noch gebeugt, rückwärtz gehend den Raum.

Abd al Qahhar fasste sich an den Bart und fragte sich, was der Aufruhr zu bedeuten habe und begann sich anzukleiden um dem Schauspiel im Thronsaal alsbald beizuwohnen.

---Die Stunden vergingen---

"Und so haben wir diesen Mann halb ertrunken am Strand gefunden", schloss der Soldat seinen Bericht ab.
Wieder fasste sich Sultan Abd al Qahhar an den Bart, so wie er es schon unzälige male zuvor in den letzten Stunden getan hatte...
"Und ihr sagt ihr kommt aus einem anderen Land? Jehnseits des Horizontes? Sagt wie heißt es?"
Der Mann vor ihm in Ketten, hatte immer noch den Kopf gesenkt.
"Delhi, mein Herr. Ich stamme aus Delhi."
"Und ihr sagt es gibt noch mehrere Länder, weitaus größer und fortgeschrittener als das meinige?"
"Ja, Herr"

Abd al Qahhar lehnte sich zurück und begann sich wieder durch den Bart zu streichen... wieder vergingen einige Minuten, ehe er von seinem Thron aufstand und die Stimme erhob.
"Schickt nach unseren besten Gelehten, Spionen und Kaufmännern!
Wenn diese Leute dort tatsächlich mehr von der Welt verstehen als wir, lernt es!
Wenn sie Waren haben die wir brauchen, kauft Sie!
Wenn sie Wissen haben, das unseres übersteigt, stehlt es!"

Der Hofstaat begann scih zu bewegen und eine allgemeine Unruhe brach im Thronsaal aus, derweil sich Sultan Abd al Qahhar sich wieder in seinen Thron fallen ließ.
"Wenn die Welt größer ist als wir dachten, so werden wir sehen was sie für uns bereit hällt. Delhi, Bengalen, Mandschurei, Yamana, Vijayanagar, lasst mich sehen was eure Schätze sind!"
Der Blick des Sultans viel erneut auf den immer noch am Boden kniehenden Mann in Ketten
"Und Ihr erzählt mir mehr über diese fernen Länder!"

Kassack
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Beitrag von Kassack » 20. Dezember 2018, 17:50

Eine Zeit des Aufschwungs
Der halbe Thronsaal war in Aufruhr, als die Abgesandten zurückkehrten und dem Sultan ihren Bericht vorlegten.
Sie hatten die Länder Delhi, Bengalen und Mandschurai studiert und kamen mit Wissen und Technologie zurück, die sich niemand in diesem friedlichen Königreich jemals vorzustellen wagte.

"Sie nennen es Renaissance! Ein Zeitalter voller Wunder und Möglichkeiten. Auch haben ihre Soldaten lange Stöcke, aus denen sie kleine Steine schmeißen, sie nennen es Muskete und Kugeln", sprach der älteste Abgesandte vor.
Der Sultan, inzwischen um einige Jahre gealtert saß wie immer erhaben auf seinem Thron und begann mit seiner Hand durch seinen Bart zu fahren. "Diese Angewohnheit werde ich mir wohl niemals abgewöhnen können", dachte er sich.
"Renn-ais-san-ce", formte er das Wort lautlos mit den Lippen nach.
"Und dieses Zeitalter soll so viele Wunder für uns bereit halten? Nun denn, wenn es unserem Lande dient, so will ich mich dem nicht verweigern!"
Der Sultan erhob sich von seinem Thron und blickte auf seinen Hofstaat, ehe er mit einer lauten durchdringenden Stimme ansetzte: "Nun denn, lasst verlautbaren das seine Hoheit, Sultan Abd al Qahhar, jedem von jenseits unserer Grenzen stammenden, ein gar edles Geschenk machen würde, so denn er dabei hilft unser Land in das nächste Zeitalter zu führen."
Wieder brach im Thronsaal allgemeiner Tumult auf, diesmal jedoch vor Freude und Erleichterung, denn Brunai würde nun wirklich einer rosigen Zukunft entgegen blicken..... so dachten sie zumindest.

Von den Sorgen eines Sultans
Es war wieder einer jener Tage, die schwer auf des Sultans Schultern ruhten.
eigentlich wollte er sich heute nur entspannen und sich fernab aller Sorgen in seinem Harem erholen, jedoch kam alles anders als gedacht.
Noch bevor er die Tür zum Allerheiligsten aufstoßen konnte, vernahm er die raschen Schritte hinter sich. Er blickte den Gang hinab, noch war niemand zu sehen, wenn er sich jetzt beeilte, könnte er in den verheißungsvollen Genuss weicher Kissen und hübscher Frauen entschwinden, ohne das ihn jemand behelligen würde. Nur noch wenige Meter, trennten ihn von eben jenem Ort als er die Stimmen hinter sich hörte.

"Mein Sultan, mein Sultan, ihr werdet gebraucht! Das müsst ihr sehen!"

Ein letzter Blick haschte noch zu Tür und ein tiefes Seufzen erklang, eher er sich umdrehte und seinen Berater fragend anblickte.
"Was gibt es das unbedingt meiner Aufmerksamkeit bedarf?"

Segel am Horizont
Dier Weg führte den Sultan und seine Berater zum Hafen. Schon von weitem war die schwimmende hölzerne Festung zu sehen, welche dort am Kai festgemacht hatte.
Mehrere Soldaten in den Farben des brunaischen Sultanats warteten am Ende des Kais, sichtbar nervös und auf den Befehl ihres Sultans wartend. Ihnen gegenüber, an der herabgelassenen Planke des Schiffes stand ein kleines Grüppchen Männer in Gewändern die der Sultan noch nie erblickt hatte. Gemeinsam mit seinen Beratern bahnte er sich seinen Weg durch die Menge und kam schließlich vor den fremden Männern zum stehen.
Der König blickte die Männer an und gab einem seiner Berater ein Zeichen, welcher schnell hervoreilte und die Männer ansprach.
"Seid gegrüßt, seine Hoheit Sultan Abd al Qahhar I heißt euch n seinem Lande willkommen, so verratet uns doch was ist euer Begehr?"
Auch wenn er diese Worte noch so friedlich und unwissend klingen ließ, so war in den Gesichtern der Fremden nur Unverständnis und Ratlosigkeit zu sehen.
Nach einigen Momenten des peinlichen Schweigens, probierte er es erneut, jedoch wechselte er die Sprache. Dies wiederholte sich noch Zwei Mal ehe es in den Gesichtern der Fremden aufblitzte und sie zum erwidern einer Antwort ansetzten. Hastig wurden einige Worte gestammelt, ehe sich der Berater zum Sultan umdrehte und übersetzte...

"Diese Männer, mein Sultan, kommen aus einem Fernen Land namens Großbrittanien, es scheint noch weiter weg zu sein, als die Küsten von denen uns unlängst berichtet wurde.
Sie sagen sie erkunden die Welt und suchen Schätze, Reichtümer und neues Land."

Der Sultan musterte erneut die Fremden, deren Kleidung, Rüstung und Waffen für Ihn wirklich fremd und um einiges Fortschrittlicher wirkten.
"War dies eine Gelegenheit die er zu nutzen hatte?", dachte er sich.
"Nun denn, richtet den Herren aus, das wir Sie an unserer Küste willkommen heißen und wir uns auf einen zukünftigen Handel und bessere Beziehungen sehr freuen würden. Sollten Sie es anstreben, unterstützen wir Sie sogar bei dem Aufbau verschiedener Siedlungen in unseren Gefilden, allerdings erhoffen wir uns natürlich auch eine Gegenleistung. Ich denke das Versprechen auf gegenseitigen Frieden und Schutz, sowie die Unterstützung bei der Eroberung zusätzlicher Gebiete am Festland sollte als Ausgleich genug dienen!"

Die Worte des Sultans wurden nur alzu schnell übersetzt, allerdings blieb die Miene des Kapitäns unergründlich, als er zu seiner Erwiderderung ansetzte.
"Mein Sultan, er sagt er kann das nicht entscheiden und muss es seinem König vortragen, da nur jener Entscheidungen von solchem Außmaß treffen kann. Er bittet euch daher um Geduld, sodass er in seine Heimat zurückkehren kann und so unser Anliegen zu überbringen."

"So sollen sie das tun, versorgt sie mit Nahrung und Wasser, auf dass Sie sicher in Ihrem Lande ankommen mögen und auf eine baldige Rückkehr."
Dies waren die letzten Worte die der Sultan sprache ehe er sich umdrehte und anschickte wieder in Richtung Palast aufzubrechen, in Gedanken schon ganz bei den weichen Kissen und hübschen Damen seines Haarems.


Die Trommeln des Krieges


Die Schlacht war in den letzten Zügen und Sultan Abd al-Jalîl I Bolkiah führte den letzten Sturm auf die Provinzen Majapahits an.
"Wenn mein Vater das nur hätte erleben können", war einer seiner Gedanken dieser Tage gewesen, "es hätte ihn so Stolz gemacht, wie unser Land sich erhebt."
Wieder dachte er daran, wie sein Vater beim Angriff auf die Hauptstadt Kutais gefallen war. Er hatte den Stoßtrupp angeführt welcher schlussendlich die Reihen des Feindes durchbrochen hatte und so den Weg für die nachfolgenden Truppen ebnette.
"Nein", dachte sich der neue Sultan, "ich werde das Andenken an ihn nicht entehren! Wir werden diesen Krieg gewinnen und wir werden den Krieg weiter zum Feind hin tragen!"
"Noch einmal voran, meine Kammeraden, vernichtet diese Tyrannen!", rief er aus um seine Männer anzuspornen, anzuspornen, dem Feind seinen finalen Schlag zu versetzen!"

Kassack
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Re: Brunei - Hinterm Horizont gehts weiter?

Beitrag von Kassack » 15. Januar 2019, 15:44

Die Lehren des Krieges: Manchmal ist ein Schritt zurück der Richtige, um Zwei nach vorne zu kommen Mann um Mann marschierte die Armee.
Geschlossenen, Schulter an Schulter, Schild an Schild durchschritten sie das Stadttor Kutais auf ihrem siegreichen Marsch.
Nun war es unumstritten wer der Herr der Insel Brunais sein würde, doch die Insel reichte Sultan Abd al-Jalîl I Bolkiah nicht.
Er hatte größere Ambitionen, Träume die ihm bekannte Welt zu verändern und einen Staat zu gründen, der alle Inselreiche vereinen und die Macht seiner Familie Festigen würde!

Sein Bündnis mit dem fernen Land Japan war nur der erste Schritt zur Sicherstellung der Herrschaft über die östlichen Küsten.
Gerüchte hatten sich breit gemacht, das das ferne und doch reiche Indien Probleme hätte und Land an einen Staat namens Mali verloren hätte.
"Wie erbärmlich", dachte er sich in Sicherheit wägend, denn der Fein war noch fern und seine Aufgabe war es nun erst mal seine Macht zu festigen.
Er ließ einige Verwalter aus der Hauptstadt in die neu eroberten Gebiete bringen um diese besser in das Reich einzugliedern. Gleichzeitig ernannte er einige Gouverneure zu den neuen Herrschern der Provinzen, damit sie dort nach dem Rechten sehen.

"Der Weg in ein neues Reich, führt über den Rücken der Verwaltung", der Satz klang auch noch Heute wie damals in seinen Ohren und er hasste ihn, aber seine Lehrer hatten Recht und so beugte der Sultan sein Haupt und atmete spürbar hörend und sichtlich genervt aus.

Die Lehren des Krieges: Ein Stich ins Herz, führt nicht immer zum Tod Der Schlachtlärm tobte um ihn herum.
Männer schrien vor Schmerz, vor Wut oder einfach um sich von ihrer Angst zu befreien und doch stürmten sie weiter voran!
Angeführt von diesen japanischen Dämonen! Männer die Ihre Klingen mit solcher Präzision führten, das es nahezu unheimlich war. Diese Zielstrebigkeit und Disziplin war es, die das Rückgrat des Krieges war und die Soldaten Brunais anstachelte es ihnen gleich zu tun. Die Hauptstad des Feindes wahr schon gefallen, doch der Krieg und die Zukunft Brunais würde hier und heute entschieden werden!

Kassack
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Re: Brunei - Hinterm Horizont gehts weiter?

Beitrag von Kassack » 22. Januar 2019, 16:54

So fügt sich zusammen was zusammen gehört - der Schatten der Dämmerung wächst im Osten

Es hatte sich gelohnt...
Abzuwarten...
Zu beobachten...
und sich im Hintergrund zu halten...

Mit jedem einzelnen Schritt, mit jeder einzelnen Aktion haben sie uns in die Hände gespielt und sie weiter in unsere Richtung getrieben, bis zu diesem Punkt.
Eine alte Prophezeiung besagt:
"Wen der Blinde sein Auge im Westen findet,
Wenn der Stumme seine Zunge löst,
Werden die Ohren im Osten liegen,
darauf wartend der Vernunft zu lauschen,
auf dass der Hände Taten erwachen!"

Der Sultan von Brunei und der Kaiser von Japan standen an der östlichen Küste Asiens, vereint in ihrem Bestreben sich ein Stück weit mehr Macht einzuverleiben.
Hinter ihnen, die Schiffe der Ost-Asiatischen-Handelsmarine, vor Ihnen die Horden des Ostens, der Mandschurei und Bengalen.
Der Vorschlag den sie unterbreiteten, war der eines gemeinsamen Bündnisses auf Augenhöhe, als gleichberechtigte Partner.
So wie es schon früher geplant war, jedoch nie der passende Zeitpunkt dafür kam.
Japan und Brunei würden im Verteidigungsfall mit Ihrer Flotte und den wenigen Truppen die sie haben die Bündnispartner unterstützen und die Küsten des Feindes überfallen, jedoch nicht zu weit ins Landesinnere vordringen, dies war die Bedingung. Außerdem würde Brunei seine Schiffe aus den Handelsrouten Ostasiens entfernen. Im Gegenzug werden die Mandschurei und Bengalen für den Schutz der Landgebiete Japans und Bruneis mit sorgen.

Mit der Besiegelung dieses Vertrages, war die Eroberung der Küsten in greifbare Nähe gerückt und die Herrschaft über die Inseln im Osten war so gut wie besiegelt.

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Re: Brunei - Hinterm Horizont gehts weiter?

Beitrag von Kassack » 6. Februar 2019, 18:24

Tage des Friedens

Der Sultan betrachtete den Tisch mit der Karte der umliegenden Inseln.
Brunei war gewachsen in den letzten Jahren und sollte nun eine Zeit des Friedens erleben.
Ein neues Reich brauchte Zeit und Stabilität und das fördern der Entwicklung muss überwacht werden.
In vielen Regionen wurde bereits ein globaler Handel angekommen, allerdings hörte man vereinzelt noch von einer Technologie namens "Druckerpresse".
Diese scheint einen gewissen Erfolg zu versprechen, allerdings sind wir dazu immer noch skeptisch...
Jedoch, sollten wir das neue Reich ausrufen können wir es damit noch schneller verbreiten!

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