[Europa Bulliversalis 3] Elefantenreiten für Anfänger – Indien

Das Forum zum Europa Universalis IV Rollenspiel-Event
Antworten
Wildweasel

Stellaris WB-02 Rollenspielpreis BBL-Meister Season 8
Beiträge: 150
Registriert: 25. Juni 2015, 23:27
Orden: 2
Wohnort:

[Europa Bulliversalis 3] Elefantenreiten für Anfänger – Indien

Beitrag von Wildweasel » 7. November 2018, 00:17

Elefantenreiten für Anfänger – Sirhind/Dehli/???


Dharma_Render_Elephants.jpg

Im Folgenden möchte ich meine Abenteuer während des Verlaufs von Bulliversalis 3 darstellen.
Gerne können wir über die Politik und das Vorgehen unseres Reiches diskutieren.

Welches Reich?

Das wird sich wahrscheinlich schon in den ersten Sessions häufiger ändern.

Aber das ist auch wirklich nebensächlich.
Hauptsache wir können mit unseren majestätischen Elefanten unsere Gegner zertrampeln! \m/

Wir beginnen unter der Flagge von Sirhind, einem bescheidenen Vasall unter dem Sultanat Dehli.

Nordindien steht zu Beginn von Europa Bulliversalis eine Zeit der Unruhe und Veränderung bevor.
Das mächtige Sultanat von Dehli, welches in den letzten Jahrhunderten den indischen Subkontinent dominiert und beherrscht hat, ist in verschiedene kleine Nachfolgerstaaten zerfallen.
Die Eroberung und Plünderung, der einst so glorreichen Hauptstadt durch Timur Leng (dem Begründer der Timuriden Dynastie) versetzte der sterbenden Großmacht den letzten Todesstoß.


Ausdehnung des Sultanat von Dehli um 1300
Spoiler für :
zT0Kf5B.jpg
Die jetzigen Fürsten von Dehli wurden als lokale Statthalter eingesetzt und beherrschen kaum mehr als das Umland des einstigen Herz von Indien.
Aus diesen schlichten Ursprüngen entstammt auch unser erster Herrscher: Bahlûl Lodi, ein Nachfahre afghanischer Stammesfürsten, die mit dem Eroberer Timur Leng ins Land kamen und für ihren Mut und ihre Tapferkeit mit Land am Indus belohnt wurden.


Mit Ehrgeiz, Unerschrockenheit und List wird er uns in den ersten Abend führen. In diesem Sinne:

https://www.youtube.com/watch?v=Nzf-TbvswDU
Zuletzt geändert von Wildweasel am 7. November 2018, 00:45, insgesamt 1-mal geändert.

Wildweasel

Stellaris WB-02 Rollenspielpreis BBL-Meister Season 8
Beiträge: 150
Registriert: 25. Juni 2015, 23:27
Orden: 2
Wohnort:

Re: [Europa Bulliversalis 3] Elefantenreiten für Anfänger – Indien

Beitrag von Wildweasel » 7. November 2018, 00:41

Session 1: Sirhind 1444 - 1455

Sirhind1.png
Sirhind1.png (790 Bytes) 84 mal betrachtet
Von schlichten Anfängen

Der Aufstieg von Bahlul Lodi

Seit der Plünderung der Hauptstadt befand sich das Sultanat von Dehli in einem ständigen Verfall. Innerhalb von kurzer Zeit erklärten sich Gouverneure von Bengalen, Gujarat, Malwa und sogar Jaunpur zu unabhängigen Sultanaten erklärt, während unsere eigene Sayyid-Dynastie die Gelegenheit nutzte, um die Macht über die Stadt selbst zu ergreifen. Seitdem ist es uns jedoch nicht gelungen, das zersplitterte Sultanat zu konsolidieren, und unser direkter Einfluss erstreckt sich nicht weit vor die Stadtmauern von Delhi.

Die Lodi-Familie in Sirhind war unser letzter großer Unterstützer. Mit Einfluss auf die meisten afghanischen Adligen in unserem Königreich konnten sie den wenigen Ländern, die noch loyal sind, Ordnung bringen. Im Gegenzug haben unsere Vorgänger ihnen ihren Einfluss und ihre Macht verliehen. Mit dem Aufstieg von Bahlul Lodi als Familienoberhaupt ist Delhi jedoch erneut in Gefahr. Es ist uns bekannt, dass Bahlul vorhat, nach Delhi zu marschieren, seinen Willen dem Sultan aufzuerlegen und möglicherweise die Sayyid-Dynastie zu beenden.
Spoiler für :
Event.png
Kaum zu glauben, dass unser unfähiger Lehnsherr Mohammed Schah IV Sayyid lange genug nüchtern war, um zumindest noch die Gefahr zu erkennen, in die er sich mit seiner laschen Hand und Unfähigkeit gebracht hat. Gerüchten zu Folge versteckt er sich vor Angst wimmernd in seinem Palast und versucht verzweifelt noch genügend Kräfte zu sammeln und Verbündete zu gewinnen, um uns aufzuhalten.
Den Fürsten von Nagaur, kaum mehr als ein unbedeutender Dorfältester von zwei Hütten und einem Misthaufen, hat er noch für sich gewinnen können. Doch dies soll uns nicht mehr stören!
Unserem Ruf zu den Waffen sind viele stolze Krieger gefolgt. Nachfahren aus dem unbeugsamen Heerbann des Timur Leng, der einst ganz Indien unterworfen hat.
Auf dem Rücken unserer majestätischen Kriegselefanten reiten wir an der Spitze unserer Armee gen Dehli. Unsere Feinde werden vor diesem Anblick in Angst erstarren!


Look at my horse, Elephant! my Elephant is amazing!

Bahlul Lodi greift nach der Macht

Als Gouverneur von Punjab und als einer der letzten Anhänger der Sayyid Sultans von Delhi ist Bahlul einer der einflussreichsten Landbesitzer in Nordindien.
Bahlul hat sich auch als informeller Anführer der meisten afghanischen Adligen im Sultanat herausgebildet, und viele betrachten Bahlul als mächtiger als den Sultan selbst.

Es ist daher kein Wunder, dass Bahlul die Inkompetenz der Delhi-Sultane mit Ekel beobachtet hat.
Spoiler für :
Event 2.png
So ist es!

Schon wenige Monate nach Beginn der 3ten Bulliversalischen Zeitrechnung erklären wir unserem ehemaligen Lehnsherrn den Krieg.

Die Kräfte des Feindes sind unseren zwar überlegen, aber wenn wir den unwürdigen Wurm, der sich noch Sultan von Dehli schimpft, daran hindern können sich mit seinen Verbündeten zu vereinigen, können wir sie einzeln unter den Füßen unserer Elefanten zertrampeln.


Die Doppelschlacht von Bahtnair

Schlacht.jpg

Unser Plan geht auf. Die Ebenen von Bahtnair sind mit dem Blut unserer Feinde rot gefärbt. Zunächst konnten wir die vereinigten Heere von Jangladesh und Nagaur auf ihrem Weg nach Dehli abfangen. Unsere Elefanten durchpflügten die Reihen der bemitleidenswerten Bauern. Sultan Mohammed Schah IV traf mit seiner Armee zu spät ein und wurde ebenfalls vernichtend geschlagen. Die Kräfte unserer Feinde wurden innerhalb von wenigen Tagen aufgelöst und in alle Winde zerstreut.

Der Weg nach Dehli steht uns nun offen. Dort werden wir Mohammed, den Feigling aus dem Palast zerren.

Als Belohnung für ihren kriegsentscheidenden Einsatz werden wir versuchen unseren Elefanten ein neues Spiel aus dem Okzident beizubringen.
Fußball wird es genannt. Leider brachten die Händler aus dem Westen mit ihren Geschichten von diesem neuen Zeitvertreib nicht auch das entsprechende Spielgerät.
Die abgeschlagenen Köpfe des ehemaligen Sultans und seiner Familie könnten aber vielleicht auch diesen Zweck erfüllen…


Erste Expansionskriege, regionale Konsolidierung und Bündnisse


Wo sich unsere Vorgänger die Zeit mit jungen Knaben im Palast vertrieben, vergeudet Bahlul Lodi, dem der ehrenvolle Beiname „der Eroberer“ gegeben wurde, keine Zeit, sondern beginnt den Namen des Sultans von Dehli wieder mit Ruhm und Ehre zu füllen.

Einige kleine Kriege gegen unsere Nachbarn können Gebiete in Nordindien wieder unter die rechtmäßige Kontrolle von Dehli bringen. Beispielhaft mag hier die Vernichtung des geschwächten Sultanats von Multan dienen.

Im Norden teilen wir nun jedoch auch eine Grenze mit dem wiedererstarkten Timuridenreich unter Shah Rukh, dem Enkel des großen Timur Leng.

Auf der Suche nach Verbündeten konnten wir den Sultan von Mewar von einer Zusammenarbeit überzeugen.
Außerdem besuchten unsere Diplomaten das reiche Sultanat von Hormus, welcher durch den Handel im Golf von Persien zu enormen Wohlstand gekommen ist.
Eine wunderschöne Tochter aus dem Harem des dortigen besiegelt das Heiratsbündnis und schenkt uns zum Ende des ersten Berichts einen neuen Thronfolger, der dereinst in die Fußstapfen seines berühmten Vaters treten soll.

Die 3te Bulliversalische Zeitrechnung hat gerade erst begonnen und noch steht unserem Reich ein weiter Weg bevor…


20181104215952_1.jpg

Wildweasel

Stellaris WB-02 Rollenspielpreis BBL-Meister Season 8
Beiträge: 150
Registriert: 25. Juni 2015, 23:27
Orden: 2
Wohnort:

Re: [Europa Bulliversalis 3] Elefantenreiten für Anfänger – Indien

Beitrag von Wildweasel » 7. November 2018, 02:05

Session 2: Dehli 1455 - 1476

Delhi1.png
Delhi1.png (3.45 KiB) 78 mal betrachtet

Gibs zurück!

Noch immer ist unser Sultanat lediglich ein Abklatsch des ehemaligen Großreiches.
Die Sultane von Malwa und Jaunpur halten Kernprovinzen von uns und auch auf die restlichen Gebiete um Multan können wir rechtmäßigen Anspruch erheben!
Der Höhepunkt unseres Glanzes mag zwar lange zurück liegen, aber Elefanten vergessen bekanntlich nicht!

Die Schwerter werden wieder gewetzt, die Rüstungen poliert und unsere Rüsseltiere mit grimmiger Kriegsbemalung verschönert! ;;)

Elefant Dehli.png

Hurra es ist Krieg!

Unsere erste Mission ist es die restlichen Gebiete von Multan zu erobern, welche von den wilden aus Belutschistan annektiert wurden.
Unsere Berater fassen es kurz und prägnant zusammen:
Multan widersetzt sich dummerweise unserer Herrschaft. Sie müssen besiegt werden!
Spoiler für :
20181104212504_1.jpg
Dabei entwickelt sich der Krieg um die Gebiete am Indus zu einem erstaunlich harten Ringen.

Belutschistan hatte sich mit einigen Wüstenfürsten auf der arabischen Halbinsel verbündet und die Thar-Wüste, sowie die Berge Afghanistans tun ihr übriges, um unserer Krieger und selbst unsere tapferen Elefanten zu zermürben.

Dabei bleibt der Krieg gegen Belutschistan nicht die einzige Auseinandersetzung, in die wir verwickelt werden. Teilweise führen wir bis zu drei Kriege gleichzeitig

Neben der Eroberung von Multan, können wir noch das kleine Jaisalmer bezwingen und werden an der Seite unseres neuen Verbündeten von Jaunpur gegen Malwa in den Krieg gerufen.
Doch nach und nach können unsere Elefanten jeglichen Widerstand niederwalzen.

Leider stirbt auch unser glorreicher Herrscher Bahlul Lodi zu dieser Zeit, so dass die Sultansmutter die Regierungsgeschäfte übernehmen muss, bis unser Thronfolger Nusrat Lodi alt genug ist, um die Zügel selber in die Hand zu nehmen.

Des Weiteren wird um das Jahr 1460 auch die diplomatische Landschaft des Sultanats von Dehli nochmal kurzfristig durcheinander geworfen.

Das Zweckbündnis mit den Herrschern von Jaunpur zerbricht. Zwar sind wir nun sowohl im Osten, als auch im Westen von mächtigen Feinden umgeben, aber wie sagt man so treffend: “ Viel Feind, viel Ehr“.

Die Schwäche Jaunpurs

Das benachbarte Sultanat von Jaunpur war einer der letzten Vasallenstaaten, die ihren Lehnseid brachen und sich vom Sultanat Dehli lösten.
Diese Schmach schmerzt umso mehr, da die reiche Gangesebene die Schatzkammer des Reiches darstellte.

Einige Jahre nach seiner Thronbesteigung konnte Sultan Musrat jedoch feststellen, dass sich die Armeen von Jaunpur in Kleinkriegen mit den südlichen Nachbarn und den nepalesischen Kleinstaaten aufrieben.
Unsere Hauptstadt Dehli liegt direkt an der Grenze und somit konnten unsere Späher im Frühjahr 1471 berichten, dass sich das Heer Jaunpurs angeschlagen und auf der Flucht nach Mitteldoab, nur wenige Tagesmärsche von der Grenze entfernt zurückziehen musste.

Diese Gelegenheit ließ sich unser kühner Sultan nicht entgehen!

Die zurückflüchtende Armee lief geradezu unter die Füße unserer Kriegelefanten und wurde – im wahrsten Sinne des Wortes – dem Erdboden gleich gemacht!

Obwohl unser Feind nochmal eine starke Armee zusammenziehen konnte, wurde der Krieg mit einem glorreichen Frieden abgeschlossen, in dem wir die verlorenen Kernprovinzen im Osten zurückerobern konnten.
Spoiler für :
Krieg Jaunpur.jpg
Familienplanung und Ausbau der Hauptstadt

Den Erfolg auf dem Schlachtfeld konnte unser junger Sultan im Schlafzimmer leider nicht wiederholen. Obwohl unsere Diplomaten zu den Palästen unserer Verbündeten eilten und von Hormus und aus Bahmanis und Mewar mit den hübschesten Töchtern für den Harem unseres Sultans zurückkehrten, blieb dem Reich ein vielversprechender Thronfolger lange verwehrt.

In diesem Zusammenhang sollte auch die Unverschämtheit des ketzerischen Mahraradscha von Bengalen nicht unerwähnt bleiben.
Dieser abtrünnige Untertan verstieg sich doch tatsächlich zu der Äußerung, dass die hübschesten Frauen Indiens in seinem Harem leben würden.

Das wird noch zu Überprüfen sein!

Nachdem zwei Söhne des Sultans im Kleinkinderalter in tragischen „Badezimmer-Unfällen“ ihren Platz für talentiertere Nachfolger frei machen mussten, schenkte die neue Hauptfrau des Sultans dem Reich einen würdigen Thronfolger.

Dessen Geburt wurde dann sogleich mit dem Ausbau der Hauptstadt und seiner Palastgebäude gefeiert.

Ausblick

Mit den starken Verbündeten aus Mewar, Bahmanis, Hormus und sogar dem fernen Quara Quyunlu an unserer Seite wirkt die Position von Dehli einigermaßen gefestigt.
Spoiler für :
diplo aussicht session 2.png
Zwar sitzt uns das starke Timuridenreich im Nacken und seine Armeen könnten jederzeit aus den afghanischen Bergen über die Ländereien am Indus herfallen.
Wir hoffen jedoch, dass wir im Verbund mit unseren Bündnispartnern einem neuerlichen Ansturm der Erben Timur Lengs standhalten könnten.

Die ständigen Kriege haben darüber hinaus unter der kriegsfähigen Bevölkerung ihre Spuren hinterlassen. Da wir nicht auf die Alten und Krüpel zurückgreifen wollen, wird sich das Expansionsstreben unseres Sultans zunächst darauf beschränken die letzten kleinen nepalesischen Fürstentümer an unserer direkten Grenze zu annektieren.

Danach wird sich unser Blick wahrscheinlich gen Westen richten, um mit der Kontrolle über die Indusmündung einen Zugang zum arabischen Meer zu erlangen.

Große Sorge macht uns allerdings die Verwaltung des Reiches.

Trotz qualifizierter Berater und guter Lehrer für unseren Sultan und seinen Nachfolger sind die entsprechenden Bemühungen in dieser Hinsicht nicht auf einem Niveu mit den militärischen und diplomatischen Fähigkeiten und Erfolgen.

Hier werden in den kommenden Jahren wichtige Weichen für den Erfolg unseres Reiches gestellt.

Schließlich wollen wir, dass unser Reich ruhmvoll in die Geschichte von Bulliversalis eingeht, unsere Elefanten Angst und Schrecken unter den Feinden verbreiten! und nicht zu Witzfiguren verkommen... ;-)
Spoiler für :
75dd56dbc63ad1e89baf02962f439d99.jpg

Antworten