Das Borg-Kollektiv - Widerstand ist zwecklos

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Zak0r

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Das Borg-Kollektiv - Widerstand ist zwecklos

Beitrag von Zak0r » 8. April 2017, 20:02

Spoiler für Folge 25
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Das Borg-Kollektiv - Widerstand ist zwecklos
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Die Borg sind das Ergebnis einer Computerkatastrophe im Interstellaren Goldesel-Netzwerk IGN der Borger-Gemeinschaft im frühen 24. Jahrhundert. Durch die Fülle unterschiedlicher Handels- und Steuerrungsprogramme (z. B. in der Landwirtschaft und in Krankenhäusern) war es in den letzten Jahrzehnten zu erheblichen Kompatibilitätsproblemen, Kommunikationsausfällen und Effizienzverlusten gekommen. 2317 fielen aufgrund einer Fehlfunktion im Wetterkontrollsystem sogar auf mehreren Welten ganze Ernten aus. Bei späteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass für einen Großteil der Fehler externe Hackerangriffe verantwortlich sind, die scheinbar den Nomaden und dem Orden anzulasten sind.

Der Marktführer für Software Uquus Systems bot an, durch eine Systemintegration aller Konkurrenzprogramme in seinen Kommerz-Unifikations-Translokator auf dem Betriebssystem Lithium-0 wieder Harmonie herzustellen und die größtmögliche Effizienz im Zusammenspiel aller Programme zu erreichen. Mit Zustimmung des amtierenden Direktors Valdrig programmierte US seinen L0-KUT entsprechend um und befahl ihm, alle bisher inkompatiblen Programme zu integrieren. Nur hatte man dabei eine Sache übersehen: L0-KUT betrachtete auch alle mit dem interstellaren Netzwerk verbundenen Gehirne der Goldesel als separate Programme.

Als ersten Schritt integrierte er die komplette Führungsebene von Uquus Systems und den Aufsichtsrat. Bevor die restlichen Goldesel überhaupt verstanden, was vor sich ging, war es bereits zu spät. Ganze Großstädte wurden in wenigen Minuten integriert. Bevor Notrufe auf den alten Kanälen andere Planeten erreichen konnten, griff das Programm bereits über das auf Subraumtechnologie basierende und deutlich schnellere IGN auf weitere Planeten zu. L0-KUT-US, wie er sich fortan nannte, hatte binnen weniger Stunden die überragende Mehrheit aller Goldesel in sein Programm integriert und ein kollektives Bewusstsein geschaffen, in dem die gesamte Gesellschaft der Goldesel perfekt harmonierte und ihre maximale Effizienz erreichte.
Die wenigen, die es schafften sich rechtzeitig aus dem Netzwerk auszuklinken oder zufällig gerade offline waren, wurden nachfolgend ebenfalls ins Kollektiv assimiliert. Da inzwischen jeder Goldesel von Geburt an einen integrierten Neuralempfänger hat, waren die Abtrünnigen leicht aufzuspüren. Innerhalb weniger Wochen hatte LOKUTUS seine Aufgabe abgeschlossen, das Chaos beseitigt und das Borg-Kollektiv geschaffen. Nun sucht das Kollektiv nach Möglichkeiten, seine Effizienz weiter zu steigern und näher an die Perfektion zu gelangen.

Das Kollektiv untersucht mit seinen Forschungsschiffen andere Rassen auf besondere Eigenschaften und Technologien bzw. greift auf bisherige Aufzeichnungen zurück. Wenn es etwas geeignetes findet, assimiliert es die Rasse, Zivilisation, Außenposten oder den Planeten und fügt diese Eigenschaften den eigenen hinzu. Es verfolgt darüber hinaus keinerlei politische Agenda und die Motivationen und Bedürfnisse anderer Zivilisationen sind irrelevant. Das Kollektiv sieht sich selbst als die Krone der Schöpfung und betrachtet es als Geschenk, wenn es andere Lebewesen assimiliert. Es nimmt diese aber nur wahr, wenn es sie assimilieren will oder sie eine Bedrohung für das Kollektiv darstellen.

Besondere spielerische Regeln des Borg-Kollektivs:

1. Das Borg-Kollektiv betreibt keine Diplomatie und schließt keine Verträge, sondern teilt maximal seine Absichten mit. Ausnahmen sind im Extremfall möglich, wenn es sonst seine Vernichtung bedeuten würde (siehe Spezies 8472), aber nur sehr geradlinige Absprachen sind möglich und keine komplizierten Verträge.

2. Während der Aufnahmerunden findet RP-Kommunikation ausschließlich über das Borg-Vinculum im Teamspeak (Soundboard) statt, das die Stimme des Kollektivs ist. Sollte das zu Problemen führen, wird sich das Vinculum allmählich anpassen.

3. Die Ziele des Kollektivs richten sich nach den Eigenschaften (Ethiken und Traits) und Technologien anderer Rassen. Es will möglichst alle in der Galaxie vorhandenen Eigenschaften und fortschrittliche Technologien assimilieren. Wenn keine zusätzlichen Eigenschaften oder Techs assimiliert werden können, ist die Rasse für die Borg irrelevant, sofern sie keine Bedrohung darstellt. Wenn eine Rasse mit bestimmten Eigenschaften assimiliert wurde, wird diese Eigenschaft auf einer internen Liste als assimiliert gekennzeichnet (fanatisch X oder eine andere Stufe des gleichen Traits gilt nicht als neue Eigenschaft, die Steigerungen der Evolutionary Mastery aber schon) und wird im Folgenden dann kein interessantes Ziel mehr sein.

4. Eroberte Lebewesen werden assimiliert. Das bedeutet spielmechanisch, dass sie eine Zeit lang vertrieben und dann gesäubert werden (um die Flucht vor den Borg zu simulieren und damit die anderen bisher unwissenden Völker von den Flüchtlingen erfahren, was das Kollektiv macht) und an ihrer Stelle Borg-Drohnen gebaut werden.
Enklaven gelten als assimiliert, wenn sie durch die Borg zerstört wurden.

5. Eroberte Planeten werden in ihren atmosphärischen Bedingungen für die Borg angepasst, also in Wüstenplaneten umgewandelt.

6. Da Assimilation mit erheblichem Ressourceneinsatz verbunden ist, muss sich das Kollektiv nach jedem Krieg regenerieren (Pause machen), bevor weitere Assimilation möglich ist. Die genaue Jahres-Dauer ist nicht bekannt und wird ausgewürfelt auf https://www.random.org/ (1-5 Jahre).

Was vorher war:
Spoiler für :
[attachment=2]Goldesel.png[/attachment] Die Goldesel von Materia Prime sind heute ein stark materialistisches Volk. Sie führen ihre Entstehung zwar zurück auf ein höheres Wesen namens Brōðērgrɨm, was sie eigentlich mit den spirituellen Völkern verbindet. Die Goldesel konnten aber im Laufe ihrer Entwicklung wissenschaftlich nachweisen, dass dieses Wesen tatsächlich existiert. Mit seinem Schöpfungswerkzeug hatte Brōðērgrɨm sie auf die Existenzebene der Galaxie WB-03 gebracht. In der ursprünglichen mythologischen Darstellung fand dies mit einer Schreibfeder auf Papier statt. Inzwischen wissen die Goldesel jedoch, dass sie das Ergebnis des Willens ihres Schöpfers waren, der die Existenzebene eines anderen Universums streifte. Der Schöpfer zog danach fort und befruchtete andere Ebenen mit seinen unermesslichen Ideen. Doch die Goldesel entwickelten sich in diesem Universum, in der Galaxie WB-03 ohne seinen Einfluss weiter und sind mittlerweile zu einer großen Gesellschaft angewachsen, die nach den Sternen greift.

Ursprünglich hieß die Wüstenwelt der Goldesel Bricklebrit. Die Herkunft des alten Namens ist lange verloren gegangen, allerdings hat er zweifellos etwas mit dem unstillbaren Hunger nach Profiten zu tun, der die Goldesel antreibt. In ihren frühen Tagen war die Gesellschaftsform der Goldesel feudalistisch und ging dann mit dem Aufkommen von Industrie in einen zügellosen Raubtierkapitalismus über. Erst vor kurzer Zeit kam es zu einem leichten Kurswechsel hin zu mehr Gleichheit und Gerechtigkeit. Jedoch steht immer der Profit an erster Stelle und manchmal vergessen die Goldesel ihre jüngsten sozialen Errungenschaften und lassen ihrer Gier freien Lauf. Deswegen leben sie nachwievor in einer von Energiekonzernen und Minengilden geführten Oligarchie.

Da die Esel stark auf ihre Außendarstellung bedacht sind, musste mit dem Beginn der Raumfahrt ein besserer Name her als das holprige Bricklebrit. Der Vorstandsvorsitzende, Direktor Asinos beschloss daher kurzerhand, den Planeten zu Materia Prime umzubennen und das Sternenreich der Goldesel wird nun als Der Materianische Bankenclan bekannt werden. Mit weiteren Rebranding-Maßnahmen ist zu rechnen.

Die Goldesel von Materia sind sehr wirtschaftlich und industriell. Ihre Kurzlebigkeit motiviert sie dazu, Höchstleistungen zu erbringen und in kürzester Zeit Wissen und Besitz anzuhäufen. Sie streben sehr danach, ihr Leben zu verlängern. Am liebsten wären sie unsterblich, um ihren Reichtum nie abgeben zu müssen. Dieser sehnliche Wunsch ist vielleicht das Einzige, das ihre Profitgier noch übertrifft. Da sie im Laufe ihres kurzen Lebens große Reichtümer ansammeln, möchten sie ihren Geldspeicher nur ungern verlassen. Daher sind sie sehr sesshafte Wesen und lieben den ungezügelten Konsum, um ihr Leben in vollen Zügen zu genießen.

Der Materianische Bankenclan möchte seine Kredit- und Handelsgeschäfte auf die gesamte Galaxie ausbreiten.

1. Er wird allen anderen Völkern Kredite zur Verfügung stellen.
2. Es können, sofern Kapazitäten vorhanden, Rohstoffe in die Bank eingezahlt werden, die Zinsen erwirtschaften.
3. Er wird, soweit möglich, als Wechselstube für Ressourcen in Konkurrenz zu anderen galaktischen Anbietern stehen.
4. Die Bank wird ein Rating für alle bekannten großen Völker veröffentlichen. Das Rating bestimmt die Konditionen und die zur Verfügung stehenden Dienstleistungen. Es wird durch das politische Verhalten der Handelspartner und die Häufigkeit und Zuverlässigkeit von Transaktionen bestimmt.
5. Jegliche Transaktionen und diplomatische Kontakte werden archiviert und unter strengem Bankgeheimnis gehalten. Sie werden nicht herausgegeben. (Es sei denn, es ist eine Kriegsforderung von 20%.)
6. Um den freien Handel in der ganzen Galaxie zu ermöglichen, möchte der Bankenclan, dass möglichst alle Grenzen geöffnet sind. Völkern, die den Freihandel blockieren, steht er skeptisch gegenüber und wird versuchen sie umzustimmen.

Weiterhin wird der Bankenclan: (spielerische Beschränkungen)

7. Sich bemühen stets eine Mindestmenge an Rohstoffen bereitzuhalten, die an die wirtschaftliche Entwicklung der Galaxie angepasst ist, um bereit für Geschäfte zu sein und zahlungsfähig zu bleiben.
8. Expansion nur betreiben, um eine wirtschaftliche Basis zu schaffen und kein leichtes Angriffsziel zu sein, jedoch nicht die galaktische Hegemonie anstreben.
9. Keine eigenen Kriege anstreben (es sei denn, jemand will die Zeche prellen! ;) ), sondern mit seiner Wirtschaftskraft Einfluss auf die Politik in der Galaxie nehmen.
10. Blockfrei bleiben. Das heißt, er wird maximal Verteidigungsbündnisse eingehen, aber bevorzugt Sicherheitsfirmen zur Verteidigung engagieren (Garantieerklärung).
11. Sich in der Forschung auf wirtschaftliche Technologien konzentrieren.
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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von TumluGaming » 8. April 2017, 20:42

Faden ist jetzt auch für Mitspieler freigegeben. - Zak0r

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Kaddahn » 8. April 2017, 22:52

Zakor du bist mein favorit ^:)^
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Zak0r

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Zak0r » 8. April 2017, 22:56

Ich möchte an dieser Stelle nur ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich Kaddahn nicht bezahlt habe für diese Meinung.

:mrgreen:

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Kaddahn » 8. April 2017, 23:24

Zak0r hat geschrieben:Ich möchte an dieser Stelle nur ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich Kaddahn nicht bezahlt habe für diese Meinung.

:mrgreen:
Wieso dann Stellaris Utopia als Steamgeschenk mit der Nachricht:
"[...] schreib das dann bitte so ins Forum." ?
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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Zak0r » 9. April 2017, 07:37

Das Personal ist auch nicht mehr, was es war. :oops:

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Grim » 9. April 2017, 12:52

... wir Grim's stammen ja dann doch alle vom BrōðērGrim ab und halten deshalb zusammen. Glückauf!
Grim (@steam Grimfield) ... Grim's Links

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Shalom_Don » 9. April 2017, 22:10

Hui hui.

Nachdem ich mir die Startbeschreibungen von so einigen Völkern durchgelesen habe, muß ich sagen. Gut Huf, es wird schwer für Dich in dieser Runde.

Gruß
Shalom_Don

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Zak0r

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Re: Der Materianische Bankenclan

Beitrag von Zak0r » 10. April 2017, 13:43

Der Materianische Bankenclan greift nach den Sternen. Der Vorstand hat mehrere Feldmesser entsandt, der unser Sonnensystem und die naheliegenden Systeme nach wertvollen Rohstoffen untersuchen soll. Dabei wurde eine zufriedenstellende Menge an Rohstoffquellen entdeckt und sogleich die neu geschaffene Bauflotte losgeschickt. Derweil konzentrierte sich auf Materia Prime alles auf den Aufbau des Bankenhauptsitzes.

Die Position von Materia Prime am Galaxiekern
Start.jpg
In die umliegenden Sternensysteme wurden zwei Erkundungschiffe entsandt. Da sie jedoch früh auf eine Piratenflotte trafen, wurden sie nach wenigen Monaten zurückbeordert. Die Galaxie ist ein feindseliger Ort und der Verlust jedes Schiffes bedeutet große Bilanzeinschnitte. Diese relativ kurze Expedition schaffte es aber, einige besiedelbare Planeten zu entdecken. Direktor Asinos rieb sich sogleich die Hände und befahl die Erkundung und Besiedelung der neuen Rohstoffquellen. Allerdings waren die Minengilden längst nicht in der Lage, auch nur ein einziges Kolonieschiff zur Verfügung zu stellen. Er musste also eine andere Lösung finden. Die wirtschaftlichen Bemühungen des Direktors hatten inzwischen Fuß gefasst und eine Tradition des Wohlstandes auf Materia Prime ermöglicht. Angeregt von dieser Entwicklung boten die materianischen Energiekonzerne ihre Hilfe an und bezahlten kurzerhand die Kosten für die Kolonialisierung der neuentdeckten Welten Runa und Olum Prime.

Die ersten Schritte in die Galaxie
Erste Schritte.jpg
Nach der erfolgreichen Besiedlung von Runa Prime wurde klar, welche Gelegenheit der Planet bot. Er eignete sich besonders für die Marktforschung. Hier sollten zukünftige Generationen von materianischen Kaufmännern ausgebildet werden. Olum Prime hingegen war ein eher spärlicher Planet und wurde von Marktforschern, Minengilden und Energiekonzernen gleichzeitig in Anspruch genommen. Man sagt zwar, die Konkurrenz belebt das Geschäft. Allerdings ist Direktor Asinos eher enttäuscht von den bisherigen Jahresbilanzen von Olum Prime.

Von den ersten Expansionserfolgen beflügelt, entsandte Direktor Asinos eine weitere Erkundungsmission. Ihr gelang es in einem Nebel Kontakt mit einer ersten fremden Zivilisation herzustellen. Es handelt sich dabei um Händler, die jedoch sehr unverschämte Preise für ihre Ressourcen verlangen. Der Nebel war fortan als der Verbotene Nebel bekannt. Nicht lange danach fand diese zweite Mission ihr jähes Ende, als sie auf eine weitere Piratenflotte traf. Auch in der Heimat griffen nun schon die Piraten an und wollten wichtige Handelsrouten plündern. Glücklicherweise hatten die Minengilden bereits eine kleine Verteidigungsflotte aufgebaut, die unter geringen Verlusten für Ruhe sorgen konnte. Auch das Piratennest konnte wenige Monate später ausgehoben werden. Doch weitere Erkundung in die gefährlichen Weiten von WB-03 fanden keine politische Unterstützung. Zu hohes Risiko, zu wenig Rendite, war die allgegenwärtige Meinung.

Inzwischen konnten die materianischen Energiekonzerne eine weitere Koloniemission in Ensmars erfolgreich etablieren. Dabei konnte auch eine weitere, jedoch technologisch sehr unterentwickelte Zivilisation entdeckt werden. Da sie keinerlei wirtschaftlichen Nutzen versprach, entschied sich Direktor Asinos sie für aggressive Marktforschung zu missbrauchen.

Nach einiger Zeit startete die Minengilde eine weitere Expedition an die Grenzen der bekannten Galaxie. Nachdem festgestellt wurde, dass die Gebiete ungefährlich sind, wurden auch die Feldmesser geschickt. Sie entdeckten ungeahnte Reichtümer an den Grenzen des Materianischen Bankenclans. Direktor Asinos erkannte diese Gelegenheit und machte seinen politischen Einfluss geltend. In zwei Großprojekten wurden Außenposten südlich und westlich von Materia geplant. Noch während der Vermessungsarbeiten passierte jedoch etwas unerwartetes. Die Erkunder des Bankenclans trafen im Galaxiesüden auf die Abgesandten des Kaisers von Rhalga. Nachdem die Spezialisten der Marktforschungsabteilung die Sprachprobleme überbrücken konnten, wurde schnell klar: die Rhalgari sind ein imperialistisches und fremdenfeindlichs Volk. Daher bekam die Marketingabteilung einen Schnellkurs in "auf Eierschalen laufen". Direktor Asinos kam ins Schwitzen, aber glücklicherweise konnte man sich auf der rein geschäftlichen Ebene einigen. So konnten bisher lose Absprachen über Durchreiserechte getroffen werden, Wissen über ein geheimnisvolles altes Volk wurde geteilt und kleine Rohstoff-Wechselgeschäfte fanden statt. Um den Kaiser milde zu stimmen, verzichteten die materianischen Unterhändler in einem Akt von großer Selbstbeherrschung darauf, ihn über den Tisch zu ziehen, teilten auch ihr Wissen über die Händler des Verbotenen Nebels und boten ihm einen etwas besseren Wechselkurs. Aber nur ein bisschen besser, man muss es ja auch nicht übertreiben. Als Resultat dieser regen Geschäftsbeziehungen verlautbarte die Materianische Ratingagentur "Stalltier und Stur" (S&S) kürzlich, dass die Einstufung des Kaiserreichs von Rhalgar nun von BBB auf BBB+ gesetzt wurde.

Der gewinnbringende Kontakt mit den Rhalgari und die Entdeckung der geheimnisvollen Mirovandia Forerunners aktivierte den politischen Willen für eine weitere Erkundungsmission. Diese wurde leider schon von Piraten zerschossen, als sie das erste Mal bekannte Gebiete verließ.

Die geheimnisvollen Beobachter
Forerunners.jpg
Ein großer Tag für alle Goldesel war ein Durchbruch in der Biologieforschung, die verspricht das Leben aller Bürger deutlich zu verlängern. Direktor Asinos hat persönlich verfügt, dass auch die ärmeren Esel in den Genuss dieses Fortschritts kommen sollen und konnte dadurch seinen politischen Einfluss erheblich steigern. Einfluss, den er bald für neue Rohstofferschließungsprojekte geltend machte. So wurde Eiol, ein Kraftwerksplanet, besiedelt und einige Jahre später wurde auch eine Mission in das Karos-System geschickt, welches in seiner näheren Umgebung große Garantiumvorkommen hat. Die Marktforschungsabteilung hatte zuvor darauf hingewiesen, dass dieser Rohstoff große Profite auf dem galaktischen Markt erzielen würde.

Dass der Materianische Bankenclan aufgrund der starken Verluste so zögerlich mit der Erkundung der Galaxie vorankam, hatte jedoch keinen zu großen Einfluss auf die sich entwickelnden Kontakte. In kurzer Folge traten die Foxies Systems und danach die Sarr´esh Nation sowie die Bubo Bubo Technokraty auf den Plan. Nachdem die Marktforschungsabteilung eine entsprechende Verhandlungsstrategie empfohlen hatte, wurden die Gespräche mit den Foxies eröffnet. Leider zeigten diese sich überhaupt nicht interessiert an unseren Produkten und sprachen nur von vagen Investitionsmöglichkeiten, die sich irgendwann auszahlen würden. Direktor Asinos vermutete dahinter gleich eine Art Pyramiden-Schema. Darauf kann sich natürlich keine Bank einlassen. So bedankte man sich schnell beim Abgesandten der Foxies und bat ihn freundlich, das Büro zu verlassen.

Der erste Kontakt mit der Sarr´esh Nation verlief höchst unglücklich. Nachdem die Marktforschung ihre Strategiepapiere vorgelegt hatte und die Gespräche beginnen konnten, platzte der Botschafter der Sarr´esh mit einem plumpen Kommentar hervor und machte sich über den Namen der Materianer lustig. Goldesel schien ihm überhaupt keine angemessene Bezeichnung für ein Lebewesen zu sein. Traurig brach der entsendete Akquisiteur ob dieser unerwarteten fremdenfeindlichen Äußerung des Botschafters die Verhandlungen auf der Stelle ab, ohne sich weiter zu äußern. Die Beziehungen zwischen Goldeseln und Sarr´esh sind durch diesen diplomatischen Vorfall nun stark belastet. Kein Goldesel will mehr Geschäfte mit den Sarr´esh machen. Die Ratingagentur Stalltier&Stur reagierte bereits mit einer Korrektur von BBB auf BBB- für die Sarr´esh.

Erfreulichere Nachrichten bescherten die anfänglichen Handelskontakte mit der Bubo Bubo Technokraty. Anscheinend war die von der Marktforschung empfohlene Haltung goldrichtig und so konnte nach kurzer Zeit ein kleiner Tauschhandel abgeschlossen werden. Die Technokraten waren sehr freundlich und zielführend in den Verhandlungen. Direktor Asinos denkt nun darüber nach, mit ihnen gemeinsam eine Marktforschungsinitiative zu starten.

Nach diesen jüngsten Entwicklungen und der eindeutigen Erkenntnis, alles andere als allein in der Galaxie zu sein, verfügte Direktor Asinos eine Namensänderung. Fortan soll der Bankenclan als Galaktischer Bankenclan beworben werden. Durch dieses Rebranding und die erwartete Prestige-Steigerung verspricht sich der Vorstand eine deutliche Erhöhung der Außenhandelsprofite. Von der Umbenennung des Konzerns inspiriert, änderten die Bürger Materias in einem Volksbegehren ebenfalls den Namen ihres Planeten. Materia Prime soll nun als Materi Prime bekannt werden.

Aktuelle Kontakte und Ratings:
Das Vereinigte Kaiserreich von Rhalga           BBB+
Foxies Systems                                  BBB
Sarr`esh Nation                                 BBB-
Die Bubo Bubo Technokraty                       BBB
Aktuelle galaktische Standard-Wechselkurse:

Mineralien:Energie 100:166
Energie:Mineralien 100:150

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PhelanKell

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Re: Der Galaktische Bankenclan

Beitrag von PhelanKell » 11. April 2017, 13:17

Hiho,

wunderbarer Text! Wie fällt einem nur so viel ein?! :-? :ymapplause:

Das Beste jedoch bisher: Der Name der Flotte! :mrgreen: :lol: 1a - grandios!

Weiter so!

Grüße
Expect the Unexpected

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