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In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Reist in die Zeit von Europa Universalis und pflegt dort die hohe Kunst der Diplomatie und der Strategie.
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Alcandro
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In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Alcandro » 13. Mai 2015, 08:39

Gerade bei EU4 stellt sich mir die Frage, ob ein fundiertes Wissen in Geschichte hier von Vorteil ist?

Lg. Alcandro

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Skydiver
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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Skydiver » 13. Mai 2015, 10:57

Wenn man mit normalen Spieleinstellungen spielt dann auf jeden Fall. Wenn man weiß, wann welche Nation ihren Höhenflug hatte, weiß man, wann das Spiel diese Nation in den "Nation im Glück"-Status setzt. So kann man leichter vorausplanen. Ich persönlich spiele meist mit deaktivierten "Nationen im Glück". So bleibt das Spiel mehr oder weniger "fair."

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Marvin
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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Marvin » 13. Mai 2015, 11:34

In meinen Augen kaum, es gibt ein paar Termine, wobei man die eher Gameplaytechnisch wissen muss (nach 1500 keine iberische Hochzeit / Burgund Erbchaft mehr möglich) und ein wenig ganz grobes Wissen. Interessant sind vlt. auch Kolonialisierungsrouten, aber auch hier gilt, da hilft es mehr, wenn man es gameplaytechnisch weiß, weil sich da nicht komplett historisch daran gehalten wird. Aber meist brintg man als Spieler doch eh alles unrettbar durcheinander (;
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Icestorm

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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Icestorm » 13. Mai 2015, 11:36

Puh würde ich meinem Vorredner widersprechen. Den einzige Vorteil bei Paradox Titeln kann man sich glaube ich bei HOI holen durch Geschichtswissen. Bei EUIV würde ich es bestreiten. Eigentlich muss man dort nur nüchtern betrachten, wo Große Nationen sind und wenn daneben noch viele kleine sind, kann man davon ausgehen, dass diese Nation noch weiter wächst und ansonsten kann man in dem Spiel Verläufe sowieso kaum vorhersagen, wenn dann nur wahrscheinliche Tendenzen, welche aber mehr mit dem Spiel als mit der Geschichte zusammenhängen in den meisten Fällen.

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Lyserg
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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Lyserg » 13. Mai 2015, 12:42

Ich finde geschichtliches Wissen ist bei EU4 ein zweischneidiges Schwert, zum einen ist es schon schön wenn man weis was gerde Sache ist, wenn man mit einem historischen Start beginnt, zum anderen fallen einem schnell viele historische Fehler auf, vor allem bei Regierungsformen und Landbesitz. Ich muss aber behaupten, dass ich es selten gesehen habe, dass sich die Nationen gleich Verhalten würden. Demnach kann die Karte nach 100 Jahren sehr unterschiedlich aussehen (also nichts mit historisch korrekt). Das heist aber nicht das EU4 nicht historische Inhalte vermitteln würde, denn wer sich die Mühe macht und mal die Texte der Ereignisse liest wird feststellen, das diese zwar immer zum falschen Zeitpunkt kommen, aber meist inhaltlich historisch korrekt sind.
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Vulgor
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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Vulgor » 16. Mai 2015, 13:17

Einen Vorteil hatte ich dadurch bislang auch noch nicht, aber ich bin der Typ der sofort Wikipedia anschmeißt um diverse Ereignisse die es auch im spiel gibt zu überprüfen bzw mich reinzulesen.
Man lernt echt viel in dem Spiel wenn man es denn will und die Wikiquotes ließt, es gibt auch ein paar lets player die auch noch Geschichtlichen hintergrund vermitteln.
Zuletzt geändert von Vulgor am 16. Mai 2015, 17:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von genstab » 16. Mai 2015, 17:19

Nein, ganz entschieden, man lernt nichts fundiertes bei Spielen, auch wenn sie historisch genannt werden. Es gibt einige Spiele, die zumindest versuchen, die Ausgangssituation der historischen Situation ähnlich zu gestalten, aber spätestens mit dem ersten Zug, ist es damit vorbei. Es würde übrigens auch keinen Spaß machen, historisch korrekt zu spielen, weil man dann alles so machen müßte, wie es historisch war und der Gewinner/ Verlierer bereits bekannt wäre. Also um sich historisch zu bilden, empfehle ich ein gutes Fachbuch. Und zu Spielen kann ich nur sagen, habt Spaß. Als Historiker kann ich mir schon keine historischen Filme ansehen, weil sich mir dann in der Regel die Haare streuben, ob der vielen Fehler, Mythen und Fantasien. Ich betrachte alle Spiele als Fantasiespiele und wenn sie ein gewisses Flair haben und ich gewinne, auch wenn es eben nicht der Geschichte entspricht, freue ich mich einfach.

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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Icestorm » 20. Mai 2015, 01:25

Die Frage ging ja auch nicht hinsichtlich etwas zu lernen durch das Spiel, sondern durch Vorhandenes Wissen einen Vorteil daraus zu ziehen im Spiel. Das wurde hier für EU zurecht klar verneint, allerdings sehe ich bei HOI beispielsweise schon als zwingend an den ein oder anderen militärischen Plan zu kennen, da man so für den Einstieg entscheidende Vorstoßrouten kennt, die geeignet sind, um schneller vorzurücken.

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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Teppic » 20. Mai 2015, 12:52

Ich denke es ist ein Vorteil zu wissen, wann etwas in unser Geschichte passiert ist.
Check doch mal wie tiefgründig das Spiel für den afrikanischen Kontinent ist,
naja der Titel sagt ja schon - dort liegt nicht der Fokus des Spiels. Die Spieleentwickler richten
sich bei der Konstruktion des Spieles danach aus, was in der jeweiligen Epoche maßgeblich
für die Zeit gewesen ist.
Bei EU4 für Europa nehme ich mal die Reformation. Wer nicht gelernt hat, was die Reformation
ist, der dürfte toll überrascht werden. Ich kann mir denken, dass einige Amerikaner und
Ost-Asiaten bei dem Spiel ziemlich oft erstaunt aus der Wäsche schauen, so sie das
Spiel zu ersten Mal spielen.
Zwar fällt die Reformation je nach Skript/Mod anders aus, aber sie findet statt.
Ich glaube diese Ereignisse sind in den XML-Dateien als Global-Event gekennzeichnet
und werden immer auftreten.
Es von Vorteil zu wissen, dass der Kirchenstaat in allen kath. Ländern Klöster unterhalten
hat, die keine/weniger Abgaben an den Landesherren entrichtet haben. Diese Klöster sind
in der Reformation durch die Protestantischen Lehnsherren dann aufgelöst worden.
Wenn man also Geldprobleme in dieser Periode hat, kann sich schon überlegen,
ob die Entwickler diesen Teil der Reformation eingebaut haben oder nicht.
(Jedenfalls war es bei EU3 so)
Also ich würde sagen JA, es lohnt

und

ich gehe sogar soweit, dass man etwas über die GEschichte der Region lernt.
Bei Paradox-Spielen sind es diese Eventketten -
Sie können das Interesse des Spielers wecken.

Gut es ist nicht gesichert, dass man Hard-Facts lernt (Ereignis-Daten, Personen),
da es je nach Spiel nicht entsprechend ausgelegt worden ist.
Nehme man Hearts of Iron, da kann man aber schon einiges über "Ereignisse" und "Personen"
lernen oder die Firaxis-Spiele der Civ und auch der Col-Reihe. Das "Überfall auf Polen" -Event
ist ein fester Bestandteil des Spiels (bei HoI2, so man nicht schon vorher angegriffen hat).
In Spielen werden auch Hintergrund-Informationen geliefert, die sicherlich nicht sehr tiefgründig sind,
aber auch nie den Anspruch hatten dies zu sein. Einige "Personen" sind sogar mit Bild hinterlegt werden.
Manche dieser Information dürften, je nach Ideologie und Sorgfalt des Spielers/ Entwicklers
aber auch zu einer fehlerhaften Auslegung führen...
Einige Spiele erläutern diese "Events" recht gut und geben sogar einige Möglichkeiten zur Auswahl, die
von der historischen Eventkette abweichen, so dass nicht alles "alternativlos" ist, sondern zu anderen
Folgen führt.

Ich denke aber das man über die Bildgebung eine Idee von der Zeit/anderen Epochen bekommt,
zumindestens wie Soldaten im Ideal ausgestattet sein sollten (Einheitenmodelle bei TotalWar)....
:ugeek:

Glasgow
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Re: In Geschichte bewandert- Vorteil bei EU4 ?

Beitrag von Glasgow » 7. Januar 2017, 22:54

Hey
Ich sehe das ebenfalls so es hat bestimmt seine Vorteile wenn man weiß, wie sich die Historischen Staaten verhalten haben. Wenn du z.B. den Deutschen Orden spielst, legst du dich ja auch nicht mit Polen-Litauen an sondern suchst dir als Beispiel ein Starkes Bündnis. Aber so gut du dich auch in Geschichte auskennst spielst du ja immer noch "deine eigene" Geschichte.

So hab ich z.B. mit England Großbritanien gegründet, Die Normandie als Pufferzone gegen Frankreich als Vasallstaat gegründet. Eine Provinz abgegeben und mich danach kaum noch für Europa Interessiert und angefangen zu Kolonalisieren. So hatte ich die 13 Kolonien Gegründet, Britisch Neufundland, Britsch Kuba, Britisch Mexiko, Britisch Kolumbien und Britisch Argentinien. Die vorherschänden Mächte in Kontinental Europa waren hier nicht Frankreich, Österreich(-Ungarn) und Preußen sondern Frankreich, Österreich und Lothringen :-D :-D

Das ist halt das tolle an EU IV. Du schreibst die Geschichte.

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