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Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

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3un20
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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von 3un20 » 3. Juni 2016, 16:32

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Wer mehr über die Geschichte der Venatoren wissen will muss zuerst hören wie das Volk der Ikaren seinen Untergang fand. Denn der Aufstieg der Venatoren ist untrennbar mit dem Vergessen der Ikaren verbunden.

Die Ikaren waren einst ein Raumfahrendes Vogelvolk welches vormals auf Amun, in einer straff organisierten Monarchie lebte. Die Eliten der Ikaren wurden als Sonnenkrieger
gefeiert, wohingegen der Großteil der Bevölkerung als Sklaven ihr Auskommen finden musste.
Nun begab es sich so, das nicht Aufstände und Unruhen sondern die schlechten Lebensbedingungen der Schwächsten der Ikaren den Grundstein für ihr Vergessen legen sollte. Denn selbst der Stärkste aller Krieger vermag sich nicht gegen einen Feind zu wehren, welcher ihn aus dem Innern seines Körpers angreift. Und so geschah es eines Tages, dass sich ein Virus unter der Bevölkerung seine Opfer suchte. Die Eliten waren solche Krankheitswellen unter den Ärmsten gewohnt und so war es kein Wunder das sie die "Umstände" einiger toten Sklaven lediglich zur Kenntnis nahmen und eine Ausgabe von allgemeinen Antibiotika an die Bevölkerung anordneten. Selbst als das Virus sich weiter auszubreiten begann, kamen die Anordnungen zur Quarantäne nur zögerlich, gefährdeten sie doch die Versorgung der Eliten mit begehrten Gütern. So kam es das Jene, die mit der Verteilung von teuren Medikamenten und ärztlicher Betreuung solange gezögert hatten, alsbald vor den Konsequenzen standen. Der Großteil der Sklaven und weite Teile der Bevölkerung waren regelrecht ausradiert worden ehe man dem tückischem Virus Herr werden konnte. Durch den Verlust der Arbeiter blieben die Felder unbestellt oder fielen Parasiten, die in der Vernachlässigung ihre Chance sahen, anheim. Ganze Städte verharrten in Stillstand, denn es gab Niemanden mehr der Waren transportierte oder die Infrastruktur am Laufen hielt. Lediglich die in den Kinderschuhen steckenden Errungenschaften der Robotik, bedient von einigen Wenigen, verhinderten den völligen Zusammenbruch. Über die Missstände kamen die Gottkaiser der Ikaren zusammen um sich zu beraten wie man der Krise am besten entgegentreten könne. Der Normalzustand, und darin waren sie sich alle einig, müsste schnellstmöglich wiederhergestellt werden. Leider war das auch das Einzige in dem sie übereinstimmten. Einige waren der Meinung man sollte Sklaven klonen, was dem Verbot der Sklavenfortpflanzung hohn strafte, wie wiederum andere zu bedenken gaben. Außerdem wäre die Dauer eines solchen Vorhabens enorm. Viel zu lange, wie die Mehrheit meinte. Der Nächste schlug vor man solle doch in die Robotik investieren und so die Sklaven ersetzen. Doch auch dies stieß auf Ablehnung. Für die Herrscher war die Robotik erst jüngst über das behelfsmäßige am Laufen halten der Grundversorgung ein Begriff. Für sie war es Unvorstellbar das diese Dinger zu mehr fähig sein sollten als den Gehsteig zu kehren. Und so wurde auch dieser Vorschlag verworfen. Es mussten organische Wesen sein. Darauf einigte man sich letztendlich. Nur woher nehmen? Nun trat Apollon, der Anführer der Sonnenkrieger, vor die Gottkaiser und schlug vor, die besten Schiffe mit der Hälfte aller Krieger zu bemannen und jeden noch frei verfügbaren Sklaven oder Niederen zur Besatzung einzuteilen. So konnten die Verbliebenen in Muse über die Grundversorgung bedient werden, während er und seine Krieger die Alienbevölkerung auf Majoris, einen primitiven Planeten ein paar Lichtjahre entfernt, versklavte. Mit der Kalibrierung der Wurmlochroute und in Anbetracht der Unterbesetzung der Schiffe würden er und seine Krieger wohl an die 5 Jahre brauchen. Die Aussicht die Krise nach so kurzer Zeit und ohne großen Verzicht auf ihre Repressalien zu bewältigen gefiel den Gottkaisern und sie gaben Apollon und seinen Sonnenkriegern den Befehl auszurücken. Die Schiffe wurden bemannt und so begab sich der Kriegsherr mit der Hälfte aller Sonnenkrieger auf den Weg nach Majoris. Nach einigen Problemen mit der Wurmlochroute und dem damit verbundenen Ausfall der Kommunikationsanlagen kam er nach 3 Jahre in Majoris an und begann sogleich mit der Unterwerfung der mittelalterlichen Wilden. Nach vielen, wenn auch kurzen Gefechten war die unerwartet kriegerische Spezies geschlagen. Apollon befahl sogleich die Versklavung und ließ seine Kriegsbeute nach dem langen Prozess der Indoktrinierung an Bord bringen. Nachdem die Gefangenen verladen wurden machten sich die Ikaren alsbald auf den Heimweg nach Amun. Und obgleich der Kriegsherr sein Versprechen nach 5 Jahren zurückzukehren nicht einhalten konnte, frohlockte er doch innerlich über den grandiosen Erfolg. Zu gerne hätte er bereits vorab einen Funkspruch nach Amun geschickt um sich zu vergewissern, dass bei seiner Rückkehr der ihm gebührende Empfang von statten ging. So hoffte er nur, dass die Wurmlochroute ihnen zumindest auf dem Rückflug gnädig war.
Nach nur 2 Jahren der Reise traten die Schiffe aus dem Wurmtunneln und die Sonnenkrieger sahen das vertraute Leuchten ihres Sterns. Der Kurs wurde auf die Hauptstadt Amuns gesetzt und Apollon verblieb in Ermangelung der Kommunikation sogar noch 2 Tage länger im Orbit als es das Protokoll verlangte. Nur um sicher zu stellen, dass man auch ja von seiner Rückkehr Kenntnis nahm und alle rechtzeitig informiert werden konnten. Als die Schiffe wenig später auf die Planetenoberfläche aufsetzten und die Krieger mit vor stolz geschwellter Brust mit ihrer Beute im Schlepptau
von Bord gingen wurde ihnen die Überraschung ihres Lebens zuteil. Denn anstatt einer Parade und der jubelnden Menge standen sie vor der gähnenden Leere der Flugfelder. Kalter Wind blies ihnen entgegen. Kein Spalier aus Feiernden begrüßte sie und kein Delegierter beglückwünschte sie zu ihren Leistungen. Und selbst Apollon, der schon so viele Schlachten geschlagen hatte, entfuhr ein Ausruf des Erstaunens. Er ließ sogleich seine Krieger ausschwärmen auf der Suche nach Antworten und Lebenszeichen nur um noch ratloser zu sein als sie mit leeren Händen zurückkamen. Was war geschehen? War die Grundversorgung vollends zusammengebrochen? Selbst auf den Notfallkanälen, die auf dem gesamten Planeten empfangen werden konnten, antwortete niemand. Apollon befahl einigen Kriegern weiterhin Funksprüche von den Flugtürmen zu senden und sofort Meldung zu machen wenn sie eine Antwort bekämen. Er selbst nahm ein Bataillon seiner besten Krieger und machte sich mit ein paar Shuttles auf den Weg zu den Residenzen der Gottkaiser. Denn selbst für den Fall, dass das Virus erneut gewütet hatte wären die Herrscher in ihren Residenzen, die eher Festungen gleichen, in Sicherheit und bestens medizinisch versorgt gewesen. Auf ihrem Flug rauschten die Gebäude der Hauptstadt unter dem Shuttle dahin während der Kriegsherr, tief versunken in Gedankenspielen, versuchte den Sinn hinter jeglicher Abwesenheit der Ikaren zu ergründen. Die Eliten mögen zwar im Vergleich zu allen Ikaren wenige gewesen sein, doch vermochten sie immer noch an Anzahl mehrere Städte zu füllen. Vielleicht verstecken sie sich, dachte Apollon, während er nach Spuren seiner Landsleute Ausschau hielt. Doch warum? Und vor allem, Wovor? Fast war ihm so als sehe er vom Shuttle aus vereinzelte Bewegungen die wie schwarze Schatten zwischen die Bauten der Stadt unter ihm flüchteten. Aber das konnte nicht sein. Ikaren waren groß von Statur und bewegten sich nicht linkisch auf dunklen Wegen. Überhaupt gab es auf Amun keine Lebewesen die größer waren als ein Schwert lang war. Alle großen Kreaturen wurden vor langer Zeit von den Ahnen der Ikaren gejagt und ausgerottet. Mit Ausnahme vielleicht einiger glücklicher Wesen die es seinerzeit geschafft hatten in die tiefen, unerforschten Dschungel Amuns zu fliehen. Er wurde jäh von der Mitteilung seiner Offiziere, dass sie sich der ersten Residenz näherten, unterbrochen. Als die Shuttles landeten und die Sonnenkrieger vor dem großen Tor des ummauerten Anwesens standen, fuhr es den sonst so furchtlosen Kämpfern nun schon zum zweiten Mal an diesem Tage eiskalt den Rücken runter. Es gab keinerlei Anzeichen von Sicherheitsmaßnahmen und die sonst fest verschlossene Pforte ins Innere der Residenz stand weit offen. Überall konnte man Spuren von Gefechten finden.
Hier und da ein paar in Mitleidenschaft gezogene Waffen und in einigen Ecken sogar ein paar Rüstungen, welche jedoch keinen allzu erbaulichen Eindruck machten. Viele waren zerbeult und einige förmlich zerrissen, während von ihren Besitzern nach wie vor jede Spur fehlte. Apollon ließ seine Krieger ausschwärmen und das gesamte Anwesen durchsuchen. Er wusste, dass die Gottkaiser geheime Bunker in ihren Residenzen hatten zu denen nur die engsten Vertrauten der jeweiligen Herrscher Zugang hatten. Der Kriegsherr machte sich jedoch keine großen Hoffnungen den Eingang zu dem Bunker zu finden. Aber vielleicht hatten sie Glück und man würde auf sie aufmerksam werden. Als sich die Ikaren nach einiger Zeit wieder sammelten, konnten sie nichts weiter vorweisen als Überbleibsel die denen am Eingang des Anwesens glichen. So befahl Apollon zur nächsten Residenz zu fliegen. Doch auch dort stießen sie auf nichts weiter als ein paar Kampfspuren. Von den Herrschern, geschweige denn den verbliebenen Sonnenkriegern, gab es keine Lebenszeichen. So beschloss er zu dem Anwesen seines Gottkaisers inmitten der Hauptstadt zu fliegen. Als Angehöriger des engsten Kreises seines Herrschers konnte er sich zumindest sicher sein, Zugang zu dem geheimen Bunker in dessen Residenz zu erlangen und nicht zuletzt Einsicht in die Archive. Er ignorierte den Gedanken, dass es selbst Mitgliedern des engsten Kreises Verboten war ohne Erlaubnis den Bunker zu betreten. Geschweige denn die Archive.
Er musste wissen was geschehen war. Inzwischen konnte Apollon davon ausgehen, dass der Rest der Bevölkerung angegriffen wurde und die auf Amun verbliebenen Sonnenkrieger alle Mühe gehabt haben müssen, ihre Feinde zurückzuschlagen. Doch warum beschränkten sich die Kämpfe auf die Residenzen der Gottkaiser? Die Felder über die sie flogen waren heil geblieben und auch den Gebäuden in den Städten wurde keinen Schaden zugefügt. Eine Rebellion konnte er, so abwegig sie auch war, ausschließen. Bei seiner Abreise waren weit mehr Sonnenkrieger zurückgeblieben als es auch nur annähernd Aufständische gegeben hätte. Auch war eine Invasion von außerhalb Amuns unwahrscheinlich. Die Ikaren die er auf den Flugfeldern gelassen hatte meldeten ihm, dass sich sämtliche Flotten die zum Schutz des Heimatplaneten eingeteilt waren, in tadellosen Zustand befanden. Und bis auf eine allgemeine diffuse Unruhe unter den mitgebrachten Sklaven und ein beklommenes Gefühl bei den stolzen Kriegern war nichts weiter zu vermelden. So brach letztendlich die Dunkelheit herein und der Kriegsherr wechselte gerade die letzten Worte über Funk mit seinen Kriegern, als die Shuttles die Residenz des Herrschers erreichten, von dessen erlauchten Kreis auch Apollon ein Teil war. Es bot sich ihnen derselbe Anblick wie zuvor.
Keine Sicherheitsmaßnahmen, offene Türen und keinerlei lebende oder vormals lebende Ikaren.
Apollon ließ sogleich die Wachposten bemannen und fuhr, nicht minder froh über die Tatsache, dass die Sicherheitscodes noch dieselben waren, die Systeme hoch. Sogleich herrschte in dem Anwesen reges Treiben. Lichter schalteten sich ein, Geschütze wurden kalibriert und Pforten und Tore wurden geschlossen und verriegelt. Als er sich versichert hatte, dass sie nichts so leicht überraschen konnte, machte der Kriegsherr sich mit der Elite seiner Männer daran, den geheimen Bunker im Inneren zu betreten. Es dauerte nicht lang bis der geheime Eingang freigelegt und entriegelt war. In dem Moment als Apollon die Tür öffnete strömte ihnen ein mehr als unangenehmer Geruch entgegen. Nun zumindest ist Gewiss, dass, was immer wir da unten auch finden werden, es wird nicht mehr in der Lage sein uns Schaden zuzufügen, dachte der Kriegsherr, als er mit seinen Männern langsam tiefer in den Bunker stieg. Trotz dem die Bunkeranlage über ein separates Stromnetz lief, war nur die Notversorgung aktiv und die spärliche Beleuchtung in den Gängen war mehr als dürftig. So wurde ein Trupp vorausgeschickt um die Versorgung wieder vollends in Betrieb zu nehmen, während sich der Rest auf den Weg in den großen Wohnraum machte. Der Geruch würde immer schlimmer je näher sie dem Zentrum des Bunkers kamen und Apollon mahnte seine Krieger zur Vorsicht. Just in dem Moment da sie den Wohnraum des Gottkaisers betraten, flammten überall die Lichter auf und tauchten den Bunker in helles steriles leuchten. Die Sonnenkrieger sahen sich in ihren Befürchtungen bestätigt als sie die Überreste des Gottkaisers und seiner Gefolgschaft fanden. Sie waren in der Mitte des Raumes verteilt, einige saßen noch an den Tischen, andere wiederum lagen im Todeskampf erstarrt auf den Boden herum. Der Körper des Gottkaisers selbst saß eingefallen auf einem behelfsmäßigen Thron. Anhand des Zustands der Leichen schlussfolgerte Apollon, dass sie mindestens seit einem Jahr Tod sein mussten. Missmutig erläuterte Apollon seinen Männern die Situation. Wenn man bedachte, dass die dekadenten Herrscher sich nur in ihre kargen Bunker zurückzogen, wenn sie in einer schier ausweglosen Situation waren, musste was auch immer geschehen war, vor einiger Zeit von statten gegangen sein. Was auch erklärte, warum sie weder die verbliebenen Ikaren noch die Ursache für deren verschwinden fanden. Den Kriegsherrn plagten Gewissensbisse. Wenn er es innerhalb des Zeitplans zurückgeschafft hätte, wäre vielleicht noch etwas zu retten gewesen. So standen sie im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Nichts. In solch dunkle Gedanken versunken drehte er sich der Tür zu den Archiven am anderen ende des Raumes zu. Vielleicht konnte er doch noch etwas für sein Volk tun wenn er wüsste was hier geschehen war. Als Apollon das Archiv betrat versperrten ihm einige Leichen, welche die Uniform der Wissenschaftselite trugen, den Weg. Achtlos schob er sie zur Seite und bahnte sich seinen Weg an die Terminals. Fast schon hatte er sie erreicht, als ihm die Leiche einer Forscherin ins Auge viel. Sie schien selbst im Tod noch mit aller Kraft ihr Personalterminal zu umklammern. Mit einer fließenden Bewegung entwendete er das Terminal aus ihren toten Klauen. Nachdem er sich durch ein paar kompliziert aussehenden Formeln und langweiligen Hypothesen bezüglich der Kommunikation diverser Kreaturen untereinander durchgearbeitet hatte, stieß er auf das Tagebuch der Forscherin und begann zu lesen.

Venetia Helios 21. Batum des Jahres 923

Geschafft! Wir haben es endlich geschafft Gottkaisers Xerxes Zustimmung zu einer Expedition in einen der inneren Dschungel Amuns zu bekommen. Die Monate, die ich die Vorteile einer Expedition immer wieder herunter gebetet habe wie ein Mantra, waren nicht vergebens. Wenn ich nur gewusst hätte wie einfach es gewesen wäre, hätte ich dem Herrscher statt langweiliger Diagramme nur die Möglichkeit in Aussicht gestellt, ein neues Gewürz oder gar ein starkes Rauschmittel zu finden. Wie viel Zeit ich gespart hätte! Aber sei es drum. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Bald können wir aufbrechen.

Venetia Helios 32. Batum des Jahres 923

Es sind bereits einige Tage vergangen seit wir uns in den Dschungel gewagt haben und unser Weg führt uns immer tiefer in das dunkle Dickicht aus Pflanzen, Bäumen und Farnen. Langsam beginne ich zu verstehen warum sich absolut niemand in diese Vegetation wagt. Es ist stickig, feucht und man sieht selten den freien Himmel über einem. Zu allem Überfluss scheint es einem als würde das Summen der Insekten geradewegs in den Köpfen der Mitglieder der Expedition widerhallen. Einige von uns können inzwischen nur noch mit Hilfsmittel schlafen. Bis jetzt können wir nichts weiter vorweisen als ein paar bitter schmeckende Wurzeln und eine merkwürdige Pflanze, die sich bestens als Abführmittel zu eignen scheint. Doch ich bin mir sicher, dass die Dschungel auf Amun noch mehr zu bieten haben müssen als laute Insekten und etwas Blattwerk.

Venetia Helios 43. Batum des Jahres 923

Die Crew scheint sich an die Laute des Dschungels gewöhnt zu haben. Einige haben zwar ob der hohen Feuchtigkeit immer noch zu klagen, aber immerhin besteht nun nicht mehr die Gefahr sich schlaftrunken in der Vegetation zu verirren. Wir sind gestern auf die Rinde eines Baumes gestoßen, welche, zerkleinert und in Flüssigkeit aufgelöst, einen wunderbaren süßen Geschmack entfaltet. Die Tatsache, dass sich die Expedition zumindest für unseren Herrscher schon einmal gelohnt hat, nimmt zumindest etwas Druck von uns. Nun können wir uns in Ruhe umsehen und uns vollends der Erforschung der Umgebung widmen.

Apollon schnaubte verächtlich. Wie typisch für die Forscher, dachte er. Kaum haben sie der Norm genüge getan, denken sie nur noch an ihre eigenen Interessen. Er las weiter.

Einer der anderen Forscher hat heute Morgen beim Absuchen der näheren Umgebung ein paar zerfallene Gebilde gesehen, die wie bizarre kleine Trichter aus Holz ähnlichen Material aussehen. Seine scans ergaben, dass die zerfallenen Trichter mit einem System aus Tunneln unter ihnen verbunden waren. Auch war die Umgebung frei von Farnen und Gestrüpp. Generell war das Bild des Dschungels an diesem Ort ein anderes. Morgen werden wir uns diese Gegend genauer ansehen.

Venetia Helios 3. Matus des Jahres 923

Ich bin fündig geworden. Nach so vielen Tagen in diesem Dschungel, der uns wie das Ende der Welt vorkommt, habe ich eine wahrlich interessante Entdeckung gemacht. Wir sind auf ein paar große insektoide Lebensformen gestoßen. Sie sind schwarz wie die dunkelste Nacht, haben einen robusten Panzer, zwei Beinpaare und ein paar Arme. Ihr Kopf ist zur oberen Hälfte versteckt unter einer großen Stirnplatte, die sich bis zum Hinterkopf erstreckt und hinter den Mandibeln ihrer Münder sind scharfe Zähne zu erkennen. Sie scheinen blind zu sein was vielleicht auch ganz gut ist, denn sie sehen nicht sehr ansprechend aus. Ja sogar regelrecht hässlich für das Empfinden eines jeden Ikaren der etwas von Ästhetik versteht. Allerdings finden sie ihre Wege problemlos trotz des fehlenden Augenlichts und weichen geschickt jedem Hindernis aus. Des Weiteren scheint ihnen trotz der dünnen Arme und Beine eine verhältnismäßig große Kraft inne zu wohnen. Ein Mitglied der Expedition hat beobachtet wie eine der bizarren Kreaturen einen Stück Fels, mit dem jeder normale Ikare seine Mühe Not gehabt hätte, mit Leichtigkeit beiseite trug.

Apollon hielt inne. Von den Beschreibungen her erinnerten ihn die Wesen an die Kreaturen aus den frühesten Legenden der Ikaren, die jedem jungen Krieger ein Begriff waren. Damals sollen ganze Stämme von Ikaren ausgezogen sein um für Ruhm und Ehre gegen mächtige Kreaturen aus der Dunkelheit zu kämpfen. Einige Historiker behaupten, dass die Kaste der Sonnenkrieger ihre Entstehung diesen Kämpfen zu verdanken hatte. Allerdings war das Alles nun schon mehr als zweitausend Jahre her und niemand vermochte mehr mit Sicherheit zu sagen was damals alles Geschehen war. Sicher ist nur, dass die Ikaren in dieser Zeit anfingen den Planeten einzunehmend und allerorts für sich zu beanspruchen. Vielleicht sind die Wesen die Nachkommen dieser dunklen Kreaturen. Den Kriegsherrn beschlich ein ungutes Gefühl als er weiter las.

Sie scheinen uns noch nicht bemerkt zu haben. Wir werden in der Nähe unser Lager aufschlagen und diese merkwürdigen Wesen weiter beobachten.

Venetia Helios 9. Matus des Jahres 923

Ich habe beschlossen den Kreaturen den Namen Venatoren zu geben als Reminiszenz auf meine Wenigkeit, ihrer Entdeckerin. In den letzten Tagen haben wir uns den ausführlichen Beobachtungen der Venatoren hingegeben. Entgegen aller Erwartungen sind sie ausgesprochen friedfertig. Sie duldeten uns in ihrer unmittelbaren Nähe und manche lassen sich sogar von uns berühren. Es scheint fast so als würden sie uns nicht einmal zu Kenntnis nehmen, würden wir ihnen nicht ein ums andere Mal im Weg stehen. Und auch hier haben wir nicht schlecht gestaunt als sie die Hindernisse, in Form von allzu neugierigen Forschern, sanft aber bestimmt an eine andere Stelle bugsierten. Überhaupt ist jeder Einzelne in Bewegung und mit Irgendetwas beschäftigt. Einige tragen Steine und Pflanzen herum, andere graben in der Umgebung und wieder andere kauen an der Rinde der näheren Bäume, sehr zu unserer Erleichterung nicht der Bäume mit deren Rinde wir dem Herrscher ein Geschenk machen wollen, und formen mit ihrem Sekret eine Art hölzerne Rohmasse. Sie arbeiten dabei überaus gemeinschaftlich und wenn ein Venator vor einem scheinbaren Problem steht, eilen zugleich Weitere herbei um zu helfen. Ein paar übermütige Träger aus der Crew haben sich sogar auf einige der Venatoren drauf gesetzt, wurden allerdings jedes Mal spätestens dann abgeworfen, wenn besagtes Insekt in einem der großen Trichter in Richtung Boden verschwunden ist. Was ich allerdings am erstaunlichsten finde ist, dass all dies in absoluter Stille von statten geht. Die Venatoren scheinen zumindest akustisch nicht miteinander zu kommunizieren. Könnte ich vielleicht hier auf ein Beispiel für Telepathie gestoßen sein? Wobei ich einige Zweifel an dieser Theorie habe, denn einige Male hat ein Ereignis stattgefunden, das mich zu der Vermutung führt, dass die Venatoren zumindest rudimentär in der Lage sind Geräusche wahrzunehmen. Hin und wieder ist die Luft plötzlich erfüllt von einer Art Vibration, die man vom Abheben eines Schiffes ins All kennt und die bei manchen aus der Expedition ein mulmiges Gefühl der Beklemmung hervorruft. Dann halten alle Venatoren wie von Zauberhand still, als würden sie lauschen. Nur um sobald das Vibrieren in der Luft verschwindet, weiterzumachen mit was immer sie gerade tun. Um diesem Rätsel auf die Spur zu gehen muss es mir irgendwie gelingen in ihre Tunnel zu kommen, allerdings habe ich die Befürchtung, dass dies nicht einfach sein wird. Jedes mal wenn einer von uns versucht in die Nähe der Trichter zu kommen, wird er von einem Venator fast schon beiläufig wieder in die andere Richtung geschoben. Ich muss mir also etwas einfallen lassen.

Venetia Helios 11. Matus des Jahres 923

Unglaublich. Es ist schier unglaublich. Mir fehlen die Worte um all das wiederzugeben was ich gesehen habe. Ich will es dennoch versuchen. Nach einigen erfolglosen Versuchen mich den Trichtern zu nähern, ist es mir gelungen etwas von dem Holz ähnlichen Rohstoff den die Venatoren verarbeiten zu erbeuten. Nach dem ich mich von oben bis unten mit dem zähen Sekret bedeckt habe, musste man mich nur noch auf einen der vorbei eilenden Venatoren setzen, welcher mich dann augenblicklich in die Tiefen des Baus trug. Kurz nachdem ich den Eingang passiert hatte, stockte der Venator den man mir als Reittier zugedacht hatte. Fast schien mir als wollte er wieder kehrt machen als die Luft einmal mehr von diesem seltsamen Vibrieren erfüllt war. Mein Träger hielt kurzerhand still und setzte, sobald es wieder aufhörte, seinen Weg ins Innere fort. Obwohl es innerhalb des Baus relativ dunkel ist kommt ein matter grüner Schein von Teilen der Venatoren selbst, der allerdings im Licht des Tages nicht wahrzunehmen ist. Während ich auf dem Venator saß begegnete ich einer Vielzahl weiteren, die aber allesamt keine Kenntnis von mir nahmen. Nachdem ich also eine Weile herumgetragen wurde setzte mich der Venator schlussendlich in einem großen Raum ab und verschwand wieder in die Dunkelheit des Baus. Nur das schwache grüne Leuchten in einiger Entfernung vor mir verriet, dass noch einige andere Venatoren im Raum sein mussten. Als nichts weiter geschah überlegte ich, ob ich nicht auf eigene Faust den Bau erkunden sollte, als just in dem Moment die Luft von neuem vibrierte. Ich versucht noch zu ergründen wo die Quelle dieses Lärms war als das Geräusch immer lauter wurde. Schließlich musste ich mich meiner Klauen bedienen um den Lärm von meinem Kopf abzuschirmen. Das Vibrieren ging durch meinen ganzen Körper. Doch genauso schnell wie es einsetzte verschwand es auch wieder. Als ich meine Klauen langsam runter nahm blieb ein sanftes Summen in der Luft, das sich wie eine Melodie immer wiederholte. Fasziniert lauschte ich auf die Abfolge der Töne. Und während ich so da stand und zuhörte erkannte ich ein gewisses Muster darin. Fast hätte ich laut aufgeschrien als mir gewahr wurde, dass die Melodie in eine Frage überging. „Was willst du von uns?“. Zu überrascht um zu antworten wiederholte sich die Frage noch einige Male bevor ich das Erstbeste entgegnete was mir in den Sinn kam. „Wer bist du?“ fragte ich. Diesmal veränderte sich das Summen schnell doch blieb für mich weiterhin auf Anhieb verständlich. „Ich bin Viele. Und Viele sind ein Teil von mir.“ war die Antwort. „ Hast du...Ich meine habt ihr einen Namen?“ hakte ich nach. „Wir haben nur die Namen die ihr uns gegeben habt.“ antwortete die Stimme. Das war der Moment in dem ich, zugegebenermaßen etwas enttäuscht, meine Theorie über die telepathischen Fähigkeiten der Venatoren zu Grabe getragen habe. Sie müssen gehört haben wie ich über mögliche Namen für sie nachgegrübelt habe, auch wenn es sie nicht sonderlich interessiert haben dürfte. Was mich zu meiner nächsten Frage führte. „Wie redet ihr miteinander?“ „Über die Luft, wie ihr auch. Doch erklingt unser Gesang nur wenn es etwas zu sagen gibt und auch nur für jene die hören können“ ließ die Melodie mich wissen. An der Stelle überlegte ich was für eine Leistung es seien musste eine Sprache durch Gesang nachzubilden, die man gerade einmal ein paar Tage lang gehört hatte. „Habt ihr einen König?“ fragte ich weiter „Wer ist euer Herrscher?“. Diesmal blieb eine Antwort aus. Doch anstatt dass sich das Summen veränderte, wurde nun das Leuchten vor mir stärker. Ich machte unweigerlich ein paar Schritte zurück, als ich sah, dass ich mich getäuscht hatte. Die Lichter vor mir kamen nicht von mehreren Venatoren, sondern waren Teil eines einzigen, dafür umso größeren Exemplars. Er überragte mich um mehr als das Doppelte. Der Panzer dieses Venatoren war groß, breit und mit Stacheln versehen. Sein Hinterleib war dick und unter dem Chitin konnte ich Ansätze von Flügeln sehen. Beine und Arme waren stämmig und mit scharfen Krallen versehen. Auf dem Kopf trug er ein Horn, welches spitz zulief und die Mandibeln an seinem Mund glichen eher kleinen Klauen.

Apollon lies das Terminal sinken. Sein Blick schweifte durch den Raum über die toten Wissenschaftler. Unfassbar dass solche Kreaturen direkt unter unseren Augen leben, dachte er.
Er war schon immer der Meinung gewesen, dass man diese verdammten Dschungel einäschern und in Felder verwandeln hätte sollen. Er spürte wie die Wut in ihm hochstieg als er weiter las.

Das Auffälligste jedoch waren seine schimmernden grünen Augen, die mich zu fixieren schienen.
Ich fuhr unwillkürlich zusammen als er sprach „Ich herrsche, doch ein Herrscher bin ich nicht. Ich bin Viele und Viele sind ein Teil von mir“. Es dauerte einen Moment bis ich meine Fassung wieder fand. „Also kontrollierst du die ganzen Venatoren?“. „Mein Wille ist der ihrige und ihr Wille bin ich. Jeder Einzelne ist aus mir hervorgegangen. Sie alle sind ein Teil von mir“ war die Antwort.
„Wie habt ihr es geschafft in diesem Dschungel auszukommen? Ihr seid so Viele.“ fragte ich während ich mir vor Augen hielt, dass die Venatoren die ich oben gesehen hatte nur ein Bruchteil derer waren, die unterhalb der Erde zu leben schienen. „Wir sind so viele wie wir sein müssen um mit dem auszukommen was wir haben“ antwortete er. „Gibt es noch mehr von dir? Also mehr die so sind wie du?“. „In diesem Dschungel gibt es nur mich“ war die Antwort. Ich dachte kurz darüber nach und wollte schon die nächste Frage stellen als ich eine Nachricht von Gottkaiser Xerxes höchstpersönlich erhielt. Er befahl mir mich umgehend zurück zu begeben. Es war anscheinend etwas geschehen. „Ihr müsst gehen“ stellte der riesige Venator fest ohne mich aus den Augen zu lassen. „ Ich fürchte ja. Aber ich werde zurückkommen sobald ich kann“ antwortete ich. “Vielleicht werdet ihr das. Und vielleicht werden wir dann frei sein mit euch zu gehen“ war die Antwort während das Leuchten langsam abnahm und das Summen verstummte. Wie aus dem Nichts tauchte ein Venator aus der Dunkelheit auf, verfrachtete mich wieder auf seinem Rücken und trug mich durch die Gänge aus dem Bau heraus. Kaum war ich oben angekommen, wurde mir von meinen Kollegen berichtet, dass kurz nach unserem Aufbruch in den Dschungel eine Seuche heftig unter der Bevölkerung gewütet hatte. Die Gottkaiser haben alle Forscher zurückbeordert um der Epidemie Herr zu werden. Also hieß es widerwillig Sachen packen, das Lager abbrechen und den Rückmarsch antreten. Zu gerne wäre ich geblieben, aber vor dem Zorn eines Gottkaisers habe ich bei weitem mehr Angst, als mir jeder Venator machen könnte.

Venetia Helios 15. Matus des Jahres 923

Wir kommen gut voran. Der Rückweg geht bedeutend schneller von statten nicht zuletzt da wir uns einfach nur nach den Markierungen richten müssen. Bald sollten wir in Shuttlereichweite sein. Dann müssen wir lediglich nur noch eine einigermaßen freie Fläche finden um ausgeflogen zu werden. Ich habe den anderen von meinen Entdeckungen im inneren des Baus erzählt. Die Palette reicht von Faszination bis hin zu Unglaube. Einige waren begeistert von der Art der Kommunikation, andere hielten den Gedanken dass ein großer Käfer viele kleine Käfer kontrolliert für abwegig. Aber sie alle ergingen sich in reger Diskussion über meine Entdeckungen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Gottkaiser Xerxes eben soviel Begeisterung dafür aufbringen kann.

Venetia Helios 21. Matus des Jahres 923

Hinrichtung. Das war das Urteil welches ich von dem Gesandten des Gottkaisers pauschal in Empfang nehmen durfte, noch bevor die Shuttles den Boden der Hauptstadt richtig berührten.
Der einzige Grund dafür, dass ich noch nicht tot bin, liegt darin, dass im Moment jede Hand gebraucht wird. Und in dem glücklichen Umstand eine Wissenschaftlerin zu sein. Die Seuche hat verheerende Spuren hinterlassen. Ein großer Teil der Sklaven und der Niederen sind ihr zum Opfer gefallen.
Alles läuft am Rande des Zusammenbruchs. Es gibt kaum noch genügend Ikaren um die Nahrungsversorgung sicherzustellen, geschweige denn eine rudimentäre Infrastruktur zu gewährleisten. Und die Heerscharen der Sonnenkrieger welche die Epidemie ohne Verluste überstanden haben sind mehr Last als eine Hilfe. Uns macht man durch unsere Abwesenheit zu mitschuldigen an der Seuche. Als ob wir etwas dafür könnten, dass die Herrscher die Ikaren unter ihnen lieber sterben lassen als Ressourcen auf sie zu verschwenden!

Venetia Helios 27. Matus des Jahres 923

Vor ein paar Tagen trafen sich die Gottkaiser zu einer Beratung. Offenbar wollen sie Apollon, diesen alten Kriegstreiber, mit der Hälfte aller Sonnenkrieger nach Majoris schicken, um die Primitiven dort zu versklaven. Nun zumindest wären die verbleibenden Krieger dann keine allzu große Belastung mehr. Für eine Weile könnte die Grundversorgung das schaffen. Aber selbst bei voller Besatzung und mit perfekter Wurmlochkalibrierung braucht man nach Majors zwei Jahre. Unter den Voraussetzungen kann man eher von sieben als von den veranschlagten fünf Jahren ausgehen. Sofern es keine weiteren Komplikationen gibt. Aber ich denke mal Apollon war schlau genug das den Herrschern nicht weiter zu erläutern. Überhaupt mache ich mir im Moment mehr sorgen um mein eigenes Schicksal. Da sich die Dinge wieder einigermaßen normalisieren wird demnächst eine
Anhörung stattfinden. Sofern kein Wunder passiert wird das hier mein letzter Eintrag sein. O Gott ich wünschte ich hätte diese verdammte Expedition nie in die Wege geleitet.

Venetia Helios 35. Matus des Jahres 923

Geschafft! Ich weiß nicht wie, aber mir ist es gelungen meinen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Mein Tod war so gut wie sicher als ich begann Xerxes von meinen Entdeckungen erzählte. Der
Gottkaiser blieb unbeeindruckt als ich ihm von der süßen Rinde des Baumes erzählte welche wir fanden und auch für unsere Venatoren schien er zunächst kein Interesse zu haben. Erst als ich von meiner Begegnung mit dem großen Venator zu erzählen begann, fing er an hellhörig zu werden.
Er fragte mich ob es stimmte, dass der große Käfer in der Lage wäre alle anderen zu kontrollieren.
Nachdem ich die Frage bejahte holte er die anderen Mitglieder der Expedition hinzu und stellte ihnen weitere Fragen. Ob die Käfer wirklich so arbeitsam waren wie ich behauptete und ob meine Berichte über ihre Kraft der Wahrheit entsprachen. Als die Anderen meine Erzählungen bestätigten, entließ mich der Herrscher ohne ein Urteil gefällt zu haben. Am nächsten Tag wurde ich aus meiner Zelle direkt zum Rat der Gottkaiser gebracht, vor dem ich sprechen sollte. Neben weiteren Fragen über die Venatoren an sich wurde ich von Hermes, der nach Apollon an zweiter Stelle bei den Sonnenkriegern steht, über die Lage des Baus und die Mannstärke der Venatoren ausgefragt. Im Anschluss daran wurde ich begnadigt.

Venetia Helios 40. Matus des Jahres 923

Wir sollen die Venatoren versklaven. Das war der Befehl der Gottkaiser. Ich soll mit Hermes und seinen Sonnenkrieger in den Dschungel zurückkehren und den großen Venator in die Hauptstadt bringen, damit er dort indoktriniert werden kann. Sobald das bewerkstelligt war, würden die kleinen Venatoren automatisch für uns arbeiten und die Stellen der Sklaven und Niederen einnehmen. Die Verantwortung für das Projekt wurde mir übertragen. Bald werden die Vorbereitungen abgeschlossen sein und wir brechen erneut in den Dschungel auf. Obwohl ich Hermes darauf hingewiesen habe, dass die Venatoren trotz ihres friedfertigen Wesens eine nicht zu unterschätzende Herausforderung darstellen, nicht zuletzt aufgrund ihrer Anzahl, war er der Meinung, dass eine der fünf verbliebenen Armeen der Sonnenkrieger ausreichen würde. Ich hoffe er behält Recht und wir bekommen den großen Venator in unsere Hand. Obgleich es mir Leid tut ein so friedvolles Wesen zu versklaven. Entweder er oder ich.

Apollon fluchte. Hätten die Obigen ihm doch nur Bescheid gesagt. Zu diesem Zeitpunkt währen sie noch außerhalb des Wurmtunnels gewesen. Und dass sie auf Hermes gehört hatten, machte die Sache nicht besser. Auch wenn der junge Kriegsherr durchaus fähig war, so war er doch zu ungeduldig und brannte darauf, sich zu beweisen. Er wusste von Anfang an, dass es keine gute Idee war ihn allein auf Amun zurückzulassen. Begierig den Rest der Geschichte zu erfahren las er weiter.

Venetia Helios 11. Seren des Jahres 923

Wir sind endlich angekommen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es mir gelungen die Stelle zu finden an dem sich der Bau der Venatoren befand. Hermes lies das Gelände sogleich weitflächig absichern bevor wir uns den Venatoren näherten. Kurz nachdem sie uns bemerkten, war die Luft erfüllt von dem mir bekannten Vibrieren und die Insektoiden stellten sogleich jede Arbeit ein. Doch anstatt uns anzugreifen, verharrten sie regungslos und machten selbst dann keinerlei Anstalten sich zu wehren als die ersten von ihnen eingefangen und verladen wurden. Währen die Anderen mit den Venatoren an der Oberfläche beschäftigt waren teilte Hermes seine besten Krieger in kleine Gruppen ein und lies sie den Bau erkunden. Es dauerte nicht lange bis sie fündig wurden. Nun stieg ich selbst mit dem Kriegsherrn im Schlepptau in den Bau hinunter. Die Gänge waren inzwischen beleuchtet und das Vorankommen gestaltete sich einfach, zumal sich sämtliche Venatoren zurückzogen sobald wir uns näherten. Als wir den großen Raum im Inneren des Baus betraten fanden wir den großen Venatoren umringt von einer Vielzahl von Sonnenkrieger. Wie seine kleinen Artgenossen machte auch er keinerlei Anstalten sich zu wehren. Langsam erklang ein Summen, das sich allmählich zu Sprache formte. „Ihr seid zurückgekehrt“ stellte er fest. Doch noch bevor ich etwas antworten konnte, mischte sich Hermes ein und fragte den großen Venatoren ob es stimmte, dass er in der Lage war die Kleineren zu kontrollieren. Es dauerte einen Moment bis der Venator antwortet. „ Ja das stimmt“ war die Antwort. Hermes quittierte die Antwort mit einem Nicken und offenbarte dem großen Venator sogleich, dass sie ihn in die Hauptstadt bringen würden. Wieder dauerte es einen Moment ehe die Antwort kam. „ Ihr wart einst der Untergang. Nun werdet ihr der Aufstieg sein“ hörte ich das Summen sagen während der Venator uns mit seinen Augen fixierte. Hermes schien das nicht weiter zu kümmern und mit einer Geste lies er den Venator wie einen gewöhnlichen Gefangenen an die Oberfläche geleiten. Etwas jedoch stimmte mich nachdenklich. Entgegen seines friedfertigen Auftretens, waren seine letzten Worte eindeutig eine Drohung gewesen. In Anbetracht der vielen Sonnenkrieger um mich herum viel es mir jedoch schwer seine Warnung allzu ernst zu nehmen. In ein paar Tagen werden wir die restlichen Venatoren verladen haben und den Weg in Richtung Hauptstadt einschlagen. Erst dann wird meine eigentliche Arbeit beginnen.

Venetia Helios 13. Naras des Jahres 924

Es ist jetzt einige Zeit vergangen seit wir die Venatoren aus dem Dschungel im die Hauptstadt gebracht haben. Entgegen meinen Erwartungen ist der große Venator ausgesprochenen anfällig gegenüber jedweder Form der Indoktrinierung. Und bis auf ein paar merkwürdige Spektralmuster in seinem Gehirn gibt es nichts Auffälliges zu berichten. Scheinbar versucht er, obwohl er eingesperrt ist, immer noch Befehle an seine Venatoren zu geben. Ich würde gerne noch weitere Tests machen, jedoch drängen die Herrscher mich dazu so bald wie möglich Ergebnisse vorzuweisen. Ich habe sogar gehört, dass sie Apollon von seiner Mission zurückbeordert haben um die Versklavung der Venatoren zu überwachen und voranzutreiben. Wenn wir weiterhin so gute Fortschritte machen werden wir die Venatoren bald für uns arbeiten lassen können.

Venetia Helios 9. Batum des Jahres 925

Ich habe es vollbracht. Der große Venator ist vollends unter unserer Kontrolle und die Vielzahl der Kleineren haben damit begonnen allerlei arbeiten zu verrichten, die vormals die Sklaven und Niederen erledigt haben. Die Felder werden wieder bestellt, die Nahrungsversorgung ist gesichert und die Infrastruktur läuft wieder reibungslos. Überall sieht man nun Venatoren eilends ihrer Arbeit nachgehen. Einzig Apollon ist noch nicht wieder zurückgekehrt. Anscheinend gab es ein Problem mit der Kommunikation. Naja, sei es drum, der alte Kriegstreiber wird bei seiner Rückkehr nicht schlecht staunen wenn er sieht, dass die Wissenschaft einmal mehr über die brachiale Gewalt der Sonnenkrieger gesiegt hat. Bald werde ich mir meine Belohnung von Gottkaiser Xerxes abholen.
Mit etwas Glück werde ich den Rest meines Lebens in Wohlstand verbringen.

Venetia Helios 11. Matus des Jahres 926

Ein Fehler. Jede meine verdammten Taten war ein Fehler. Die ganze Expedition...Alles.
Hätte man mich nur sogleich hingerichtet. Wir alle wären verschont geblieben. Es war Nacht als sie kamen. Und es waren Viele. Viel mehr als wir jemals hätten zurückschlagen können. Sie griffen gezielt Versorgungslager, Wachposten, Arsenale und wichtige Teile der Stromversorgung an. Hermes und seine Elitekrieger fielen schneller als jedes Insekt. Keiner unserer Sonnenkrieger hatte eine Chance und nur Wenigen gelang es sich in die Residenzen der Herrscher zurückzuziehen, so wie uns. Und schlimmer noch, sie befreiten den großen Venator aus seinem Gefängnis. Sogleich schnitten sie uns von der Nahrungs- und Grundversorgung ab. Wir konnten nur Ohnmächtig zusehen wie überall auf dem Planeten immer mehr Venatoren aus den Dschungeln Amuns kamen, angeführt von ihren großen Verwandten. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes überrannt. Selbst die Gottkaiser mussten sich in ihre Bunker zurückziehen. Wir sind nun von allen anderen Abgeschnitten. Unsere einzige Hoffnung ist nun Apollons Rückkehr. Aber selbst wenn er es ohne Verzögerung schafft, wird er frühestens in zwei Jahren zurück sein. Wir werden es wohl nicht überleben. Wäre ich nur nie auf diese verdammte Expedition gegangen....

Venetia Helios 1. Seren des Jahres 926

Ich habe ihn gefunden! Verstehst du? Gefunden habe ich ihn. Ich könnte lachen und weinen zugleich. Meine Theorie... richtig war sie von Anfang bis zum Ende. Aber nicht ganz. Etwas hat gefehlt. Aber richtig war sie. Die Großen befehligen die Kleinen. Sie summen und brummen und die Kleinen tun was immer sie tun. Soweit so gut. Aber die Großen. Ja die Großen sind besonders. Waren sie schon immer. Sie unterhalten sich. Immerzu. Sie summen und brummen nicht. Aber ihre Gedanken hören sie trotzdem. Untereinander und jederzeit. Einen Einzelnen kann man kontrollieren. Ein Kollektiv nicht. Ich bin Viele und Viele sind wie ich. Er hat es mir gesagt. Immer wieder hat er es mir gesagt. Nur jene werden verstehen die hören können. Ja, das hat er gesagt. Aber ich habe ihn verstanden. Nur gehört habe ich ihn nicht. Aber das ist in der Tat völlig egal. Mir ist es egal. Ich weiß es. Und sehr bald wir mir alles andere auch egal sein. Hätte ich diese verdammte Expedition nie gemacht. Gewürze...wer braucht schon Gewürze wenn er Käfer hat!

An der Stelle hörte Apollon auf zu lesen. Das Terminal noch in der Hand ging er langsam wieder in den Wohnraum und setzte sich. Seine Krieger sahen in fragend an. Nachdem er einige Zeit dagesessen hatte, befahl er den Männern einen Funkspruch zum Flugfeld zu senden und alles für ihre Rückkehr nach Majoris vorzubereiten. Er sah die Verunsicherung in ihren Gesichtern, brachte es jedoch nicht übers Herz ihnen die Wahrheit zu sagen. Er kommandierte seine Krieger dazu ab, sämtliche Ressourcen und alle Sachen die im Bunker von Nutzen sein könnten, zu sammeln und stieg langsam alleine aus dem Bunker gen Residenz empor. Als er oben ankam fand er das Anwesen dunkel und verlassen vor. Er schloss die Augen und wand sich langsam dem langen schwarzen Gang Richtung Thronsaal zu. Er spürte nun mehr als deutlich ein mulmiges Gefühl in seiner Magengegend. Bedächtig und in aller Ruhe ging er den Flur entlang. Ein sanftes grünen Leuchten zu beiden Seiten wies ihm den Weg. Als er den Thronsaal betrat erleuchtete das Licht der Sterne eine riesenhafte Kreatur vor ihm. Ohne Angst und mit aufrechtem Gang trat er vor die Kreatur. Er konnte sehen wie ihre grünen Augen ihn fixierten. „Mein Name ist Apollon. Ich bin der Anführer der Sonnenkrieger aller Ikaren.“ sprach er laut und deutlich. Sanft vibrierte die Luft als sich die Melodie zu einer Antwort formte „ Du bist Vergangenheit wie wir einst Vergangen waren. Und durch uns wirst du wieder ein Teil der Zukunft sein.“ Apollon lies sich nicht verunsichern. “Ihr habt mein Volk getötet und unser Erbe dem Vergessen preisgegeben. Niemals werde ich euch helfen.“
Die Melodie veränderte sich so, dass sie einem Lachen glich. „Wir lehrten euch vor Jahrtausenden die Sprache als ihr noch dumme kleine Vögel wart. Jeder eurer Gottkaiser strebte ein Sein an, dass wir euch dereinst vorgelebt hatten. Doch wurden wir für unseren Hochmut bestraft. Ihr jagtet uns bis wir in den Tiefen der Dschungel Zuflucht fanden.“ Apollon verlor allmählich die Geduld. „Ihr seid nur ein Haufen Käfer die in der Erde buddeln. Es ist ausgeschlossen, dass auch nur einer von euch älter wird als einer unserer Gottkaiser. Ihr habt keine Technologie und lebt im Dreck. Keiner von euch wird jemals auch nur an den niedersten Sklaven der Ikaren herankommen!“ Es dauerte einen Moment bis der Venator antwortete „ Dort wo euer Wissen mit euch begraben wird, haben alle Venatoren an dem Tod eines anderen Teil. Kein Gedanke bleibt Vergessen und jeder Venator, der aus uns hervorgeht, verfügt über genau das Wissen, welches er für seine Aufgabe braucht.“ „Das ist unmöglich! “antwortete Apollon. Der Venator begann nun grün zu glimmen während seine Stimme immer lauter wurde. „Eure Habgier hat eure Ambitionen begraben. Ihr habt die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich seid ihr stehen geblieben. Eure Klugheit hat euch hochmütig werden lassen und eure Herrscher sind kalt und hart. Ihr sprecht zu Viel und handelt zu wenig. Einst nannten eure Kaiser uns Gottheiten und Götter werden wir wieder sein. Doch keine Kaiser wird es mehr geben, die uns nacheilen können. Wir waren Vergangenheit wie du nun Vergangen bist doch durch uns wirst du wieder ein Teil der Zukunft sein!“

An diesem Tag hörte das Volk der Ikaren auf zu existieren. Nach Jahrtausenden der Vogelherrschaft gehörte Amun nun wieder den Insekten. Und alles was von den Ikaren übrig blieb, waren ihre Erfahrungen und ihre Technologie die den Venatoren bis heute gute Dienste leisten.
Zuletzt geändert von 3un20 am 4. Juni 2016, 17:13, insgesamt 2-mal geändert.
Im Zweifelsfall gibt es immernoch die diplomatische Endlösung.

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von Zhaadoom » 4. Juni 2016, 16:38

Das Reich der Ghiscar.jpg
Das Volk der Ghiscar ist ein sehr altes Volk welches sich erst sehr spät dazu durchringen konnte ins All aufzubrechen. Letztendlich war die treibende Kraft die Religion welche bei den Ghiscar ebenso viel Mitspracherecht hat wie die amtierende Regierung.
Wahlen werden natürlich auch abgehalten, wir sind ja keine Barbaren, alle 40 bis 50 Jahre reicht vollkommen da unser Volk extrem langlebig ist. Von Außerastaporianern wird mein Volk auch als etwas schwerfällig und sesshaft beschrieben. Dies trifft zu einem gewissen Grad durchaus zu.
Aber wehe wir werden provoziert, unsere Gottheit Schildi beleidigt oder unseren religiösen Führern brennt einfach mal wieder die Birne durch aber da wird’s ungemütlich und Millionen und aber Millionen von wild gewordenen
durchgeknallten 2,50m großen Schnappkiefer Schildkröten drehen durch.

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von Zhaadoom » 4. Juni 2016, 16:43

wow 3un20 ist ja ne richtige kleine Kurzgeschichte geworden bei dir. Super! :smile:

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von 3un20 » 4. Juni 2016, 16:55

jahh war aber eigentlich nicht so beabsichtig. Aber die Textbox für die Biografie war halt so klein das ich in den
Texteditor gegangen bin und da dann angefangen habe zu schreiben. Naja und der Rest ist Geschichte wie man so schön sagt xD
Im Zweifelsfall gibt es immernoch die diplomatische Endlösung.

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von Flashbite » 4. Juni 2016, 17:25

Klasse Geschichte ^:)^
"Kuchen und Trauerverarbeitung stehen am Ende des Tests zur Verfügung." (GlaDOS - Portal) [Quelle: EA]

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von Flashbite » 4. Juni 2016, 22:30

Kor-Ah Hierarchy
Kor-Ah.png
Kor-Ah.png (177.96 KiB) 620 mal betrachtet
Logbucheintrag 1-313-A Wertekollektor Enigma

Nach mehreren Wochen der Erkundung nach neuen Sklaven für unser Reich sind wir mit unserem Grossschlachtschiff in einen weiteres Planetensystem eingedrungen.
Erste Scans zeigen 2 Planeten, die bewohnt sein könnten mit neuen Sklaven für unser Reich.

Logbucheintrag 1-313-B Wertekollektor Enigma

Nachdem wir den ersten Planeten angeflogen und genauere Untersuchungen angestellt haben, mussten wir leider feststellen, das dort leider keine wertvollen Sklaven
zu finden sind. Evtuell sind ein paar Lebewesen als Zootiere zu gebrauchen da sie zumindest einen rudimentären Intellekt aufweisen.

Logbucheintrag 1-315-A Wertekollektor Enigma

Planet 2 weist eine eheblich wertvollere Ware auf. Hier hat sich eine Insektoide Rasse entwickelt die sehr stark und auch intelligent zu sein scheint. Sie haben eine vorindustrielle Zivilisation entwickelt mit ersten
Schritten in Richtung der Raumfahrt. Wir werden sie noch ein paar Tage beobachten und dann entsprechende Maßnahmen einleiten.

Logbucheintrag 1-317-A Wertekollektor Enigma

Die beobachtete Rasse erweist sich als lohnendes Geschäft. Stark, schnell, robust und recht zahlreich auf diesem Planeten vertreten werden sie sich gut als Arbeitsware verkaufen lassen und einen satten
Gewinn einbringen. Wir bereiten nun die Injektion des Neurotoxins zur gefügigmachung der Rasse in die Atmosphäre vor. Vorraustsichliche Verluste durch Toxinunverträglichkeit ca. 1,3 milliarden Individuen,
was aber durch einen Preisanpassung auf den Marktwert ausgelichen werden kann. Ich denke, das... [Pfeiton]
Ja, herein? [Schleifgeräusch einer sich öffnenden Tür]
Sir?
Hm..was gibt es denn?
Sir, soeben ist ein Raumschiff im Orbit des Planeten aufgetaucht.
Ein Raumschiff? Ich dachte das die Ware noch keine Raumfahrt entwickelt hat...
Es ist ein völlig unbekanntes Design Sir und es kommt nicht vom Planeten.
[mehrfaches Pingen]
[Computer] Nachricht erhalten, ihre Befehle?
Auf den Holoschirm

Wir sind die Kohr-Ah, wählt eure Worte aber wählt sie weise

Wir sind der Wertekollektor Enigma, Sie stören bei einer gewinnbringenden Operation, bitte entfernen sie sich.

Ihre Aktion wurde durch die Bevölkerung dieses Planeten nicht gewünscht, brechen Sie ab. Wählen sie ihre Worte und wir werden sie bewerten

Hören Sie, es ist mir vollkommen egal, was die auf dem Planeten wollen oder nicht. Wir werden unserem Auftrag nachgehen und wenn Sie sich einmischen, werden wir entsprechende Konsequenzen einleiten.

Ihre Worte wurden gehört. Ihre Worte wurden bewertet.

[Kurzes Ping, als die Kommunikation abbricht]

Äh...Sir...und was nun?
(schnaubt) Na weitermachen natürlich. Und wenn diese Kur-Aas oder wie auch immer weiter stören pustet sie aus dem All, wir haben einen der stärksten Kollektoren des Reiches.

[heulender Ton und Computer] Einschlagsalarm, Sektion 3-16.... zerstört, Sektion 17.... schwehre Schäden, Sektion 23-38.... leichte Schäden, Antriebssektion.... zerstört.

WAS?..Verdammt...sofort Gegenmaßnahmen einleiten...

[Computer]Eingehende Nachricht

Eure Worte, euer Schiksal, wir werden nun die Worte eurer restlichen Rasse werten

[Schwere Explosionen und dann Stille]


Dies war eine Aufzeichnungen von einem der wenigen gefundenen Artefakte der Myxie. Einer Rasse, die einst ein mehrere Planeten umfassendes Reich beherrschte, bis sie durch ungekärte
Vorkommnisse verschwand.
"Kuchen und Trauerverarbeitung stehen am Ende des Tests zur Verfügung." (GlaDOS - Portal) [Quelle: EA]

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Re: Stellaris MP-Event "Kampf um Galaxie WB-01": Völker-Vorstellung (RP erwünscht)

Beitrag von TumluGaming » 5. Juni 2016, 17:41

Das Volk von Sachaka hat eine lange Tradition der Sklaverei und der Kriege gegen seine Nachbar. Zeitweise überspannte es ganze Kontinente und dann wieder nur ein kleines Stück Land, doch letzen Ende übernahm das Reich die Kontrolle über den ganzen Planeten. An den alten Traditionen hat sich dabei wenig geändert. Sie sind dekadent, aber durchaus bereit sich für das Reich zu opfern und alles aufzugeben. Für Sachaka kämpfen sie.

PS: Das ist nur ein kleiner Text den ich euch mal geschrieben hab. Wenn ich Zeit habe bau ich das ganze noch aus.

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