Life is Feudal MMO: Eine Erfolgsgeschichte?

Blättere im Geschichtsbuch. Erzähle uns von deinen Spieleabenteuern aus Antike, Mittelalter und den großen Weltkriegen.
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Kuraktor
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Life is Feudal MMO: Eine Erfolgsgeschichte?

Beitrag von Kuraktor » 22. Februar 2018, 21:40

Seid mir gegrüßt werte Edelmänner und Damen, Junker und Recken, Bauern und Bäuerinnen oder solche die es vielleicht werden wollen?

Vorweg eine Info zum Spiel: Life is Feudal ist ein Survivalspiel das einem den rauen Alltag im Mittelalter nachspielen lässt. Dem Spieler bleiben dabei zahlreiche Möglichkeiten sich zu entwickeln und "sein Ding" zu machen. Vom Ritter über Bogenschütze vom Schmied bis hin zum Bauern.

Als nächstes möchte ich den geneigtem Leser, eine kurze Zusammenfassung unserer Geschichte geben:

Am 21.01.2018 wurde unsere Gilde die "Bullenfeste" ins Leben gerufen. Wir Siedeln in einem beschaulichem Tal direkt in den Bergen und sehen uns selbst als kleine Schweiz. Damals waren wir eine stolze Schar aus 10 tapferen und mutigen Männern und Frauen, die mit ihren bloßen Händen eine Stadt, ja einen ganzen Staat, gründen wollten.
Wie die Schweiz sind wir Neutral und versuchen nur durch Handel zu wachsen. Natürlich greifen wir zu den Waffen wenn wir Bedroht werden, aber dank guter Beziehungen und der sehr guten Arbeit unserer Diplomaten sind wir relativ sicher.
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Die Ziele sind nach wie vor dieselben, allerdings hat sich seit dem einiges getan. Unter anderem ist die Anzahl unserer Recken auf 22 angestiegen, wenn auch leider nicht alle regelmäßig da sein können. Unser Einflussgebiet (wo wir nicht bestohlen, wohl aber angegriffen werden können) beträgt mittlerweile ca.1km².
In diesem Bereich werden unsere Felder angelegt und bestellt sowie unsere eigenen Bäume angepflanzt bzw. gezüchtet. Außerdem befinden sich unsere Reichen Erzvorkommen in unserer Nähe und werden von unseren Bergmännern fachmännisch abgebaut.
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Mit Waffen und Rüstungen sowie Werkzeugen edler Qualität werden wir von unseren Schmieden versorgt. Für das Leibliche wohl sorgen unsere Exzellenten Köche, die in ihrer Küche die tollsten Gerichte für uns Zaubern.
Unser Baumeister sorgt für die Wartung der Gebäude und Plant und Baut immer an neuen Projekten.
Unsere Jäger versorgen uns mit Fleisch und Fell so dass unsere Schneider uns gut einkleiden können.
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In diesem Sinne kann man durchaus sagen die "Bullenfeste" wächst und gedeiht, aber leider sind wir, (damit meine ich den harten Kern der Truppe) zu wenige um effizient arbeiten zu können. Wenn du also Interesse dran hast dich uns Anzuschließen kommentier diesen Post und wir würden dann mit dir im Community TS reden.


Es grüßt euch Schmiedemeister
Kuraktorius Maximus
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Re: Life is Feudal MMO: Eine Erfolgsgeschichte?

Beitrag von Kuraktor » 1. April 2018, 17:34

Seid mir gegrüßt werte Lords und Ladys, Bürger und Bürgerinnen, Abenteuer und Ritter,

ich möchte euch heute ein neues "Feature" vorstellen :) . Ab heute werden wir in regelmäßigen Abständen, Tagebuchauszüge von unseren Abenteuern mit der "Bullenfeste" und ihren Erlebnissen in Life is Feudal veröffentlichen.
Ich möchte da jetzt auch nicht weiter eure Aufmerksamkeit ablenken und direkt im Anschluss einen Auszug meiner Frau posten.
Ich wünsche viel Spaß beim lesen.


22. Februar 1032
Mein erster Tagebuch-Eintrag...
Ich ertrage diese Pein nicht mehr. Ich muss etwas von dieser Last loswerden.
Meine geliebte Jaqueline ist gestorben.
Schon wieder.

Ich erinnere mich als ob es gestern war. Es geschah zu Beginn dieses Winters.
Unsere Freunde und Nachbarn, die Tactical Fraggles, wurden angegriffen und überfallen.
Wir vernahmen ihre Hilfeschreie und den Kampfeslärm durch das Tal und machten uns rasch auf den Weg zu ihnen.
Es war dunkle Nacht, der erste Schnee lag bereits auf den Feldern und noch bevor wir die Festung unserer Freunde erreichten, vernahm ich den Geruch von Blut. Als wir über die Hügelkuppe angeritten kamen, versuchten die Feiglinge zu fliehen.
Ein Teil unserer Leute blieb bei den Verletzten in der Festung. Die meisten aber ritten den Flüchtenden hinterher um sie ab zu fangen und zu stellen.
Wir riefen ihnen hinterher doch unsere Worte interessierten sie nicht. Sie blieben stehen und griffen uns an.
Ich riss Jaqueline herum und versuchte den Lanzen und Schwertern auszuweichen, doch hinter einem Felsen hatte einer von ihnen Deckung gefunden und schlug mit seiner Waffe nach mir. Jaqueline warf mich ab und fing die tödlichen Hiebe mit ihrem eigenen Körper ab.
Ich lag unten, benommen. Mir drehte sich alles im Kopf als ich plötzlich dieses traurige Wiehern vernahm. Meine Sicht war noch verschleiert aber ich konnte Jaqueline erkennen, am Boden liegend. Sie schaute mich hilfesuchend an. Ich kroch auf sie zu.
Ihre Augen waren erfüllt von Angst und ihre Nüstern zitterten. Ihr Fell war durchtränkt von Schweiss und Blut.
Viel zu schnell erlosch das Leben in ihren Augen.
Doch mir blieb kein einziger Moment zum Abschied. Ich hörte meinen Gatten und meine Freunde nach mir rufen.
Ich rappelte mich auf, nur um zu sehen das ich von fünf Männern umzingelt war. Ich zog mein Schwert und meinen Schild. Dann prasselten ihre Schläge auch schon auf mich ein.
Ich wich zurück, schlug immer wieder zu. Ich traf sogar den ein oder anderen. Aber es ging alles viel zu schnell.
Als ich gerade zwei weitere Männer hinter mir bemerkte, ritten mein Gatte und Marxson auf ihren Schlachtrössern auf uns zu und ritten die Hälfte meiner Angreifer um. Der Rest versuchte erneut zu flüchten. Erschöpft liess ich meinen Schild und mein Schwert sinken und dann bemerkte ich den Schmerz. Ich hatte mehrere Verletzungen davon getragen. Aber das war mir erstmal egal. Von weitem sah ich zu, wie der Rest des Feindes niedergemäht wurde. Unsere Kavalleristen leisteten ganze Arbeit.
Ich lächelte ein wenig als ich ihre Schreie hörte.
Ich trauerte wochenlang. Jaqueline war nicht nur ein Pferd. Sie war eine Freundin gewesen. Als ich gerade in der Küche stand und stumpf im Kessel vor mir rührte erreichte mich eine Nachricht von unserem Viehzüchter. Ich besuchte ihn in den Ställen und war völlig überwältigt als ich eine genaues Abbild meiner geliebten Jaqueline antraf. Die gleiche Fellfärbung, die gleiche Statur, die gleichen treuen Augen. Die Götter meinten es gut mit mir und haben mir mein geliebtes Pferd zurück gebracht. Sie blickte mich an und der ganze Schmerz war völlig vergessen. Bis heute. Ich machte mich auf den Weg um ein paar neue Setzlinge anzupflanzen. Ich ritt auf Jaqueline durch unser Südtor als plötzlich das Fallgitter nach unten schnellte und uns beide traf. Während es mich nur am Kopf streifte, wurde Jaquelines kompletter Körper eingeklemmt. Das ganze Gewicht des Stahls erdrückte sie. Sie wand sich und versuchte sich zu befreien doch dies riss nur noch grössere Wunden in ihren Körper. Ich schrie um Hilfe und versuchte verzweifelt das Tor hoch zu heben. Mein Mann und Marrkei eilten herbei. Während mein Mann mich wegführte kümmerte sich Marrkei um Jaquelines Überreste...
Ich fasse es immer noch nicht. Oh grausame Götter, was für ein Spiel treibt ihr mit mir? Warum gebt ihr mir meine Jaqueline wieder um sie mir anschliessend wieder zu entreissen? Warum nur?
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Re: Life is Feudal MMO: Eine Erfolgsgeschichte?

Beitrag von Kuraktor » 9. April 2018, 00:37

Ein neuer Tagebucheintrag zum Schmökern,

6. März 1032 Laillias Eintrag

Das Treiben im Dorf liess mich fast verrückt werden.
Ich wollte nur noch weg, die Ruhe spüren und durchatmen. Alle arbeiten, sind geschäftig, machen Krach und plappern.
Als es kaum noch auszuhalten war, wartete ich bis zum frühesten morgen. Die Morgendämmerung liess sich kaum erahnen als ich meine Rüstung anlegte und etwas Proviant einsteckte. Dazu nahm ich eine Axt und eine Säge mit, ohne wirklich zu wissen, wofür ich sie brauchen würde. Als hätte ich eine Ahnung.
Ich schnappte mir den erstbesten Hengst aus dem Stall und ritt Richtung Norden.
Es war bestimmt ein halbes Jahr her seit ich das letzte mal hier oben durch die Wälder ritt. Damals, als wir uns hier angesiedelt haben, bin ich die Strecke zum Meer sehr oft geritten um zu angeln. Wir hatten kein Vieh, geschweige denn Ställe, in denen wir die Tiere hätten unterbringen können. Und die Jagd war nicht immer von Erfolg gekrönt.
Ich erreichte die Küste als es gerade anfing zu dämmern. Nur hatte ich nicht das Gefühl am Ziel zu sein. Es zog mich weiter gen Osten. Ich ritt also einige Zeit am Strand entlang und sah mich dabei um, ohne zu wissen, wonach ich eigentlich Ausschau hielt.
Im Nordosten, hinter der Meerenge, erhob sich die Sonne über dem Berg. Die ersten Sonnenstrahlen reckten sich bis ans Ufer und vielen auf eine kleinen Erhebung, die direkt am Strand lag.
Das musste einfach ein Zeichen der Götter sein. Ich spürte es.
Ich stieg ab und legte meinen Beutel und meine Rüstung ab um mich besser bewegen zu können. Ich stellte mich einige Momente einfach der Sonne entgegen und atmete die salzige Seeluft ein. Nach kurzer Zeit aber drängte mich aber eine innere Stimme, mich um zu drehen. Ich blickte mich um und sah in einiger Entfernung eine Gruppe aus jungen Kiefern.
Ich wusste was zu tun war und machte mich direkt an die Arbeit.
Ich fällte Bäume, schleppte sie mit Hilfe des Pferdes an den ausgesuchten Platz ran. Dann sägte und schnitzte ich.
Die Arbeit war ungewohnt anstrengend. Mein Herz pumpte, meine Muskeln brannten und der Schweiss tropfte mir die Nase runter. Und trotzdem fühlte es sich unsagbar gut an. Seit langem hatte ich das Gefühl meinen Körper voll und ganz spüren zu können.
Die fertigen Balken hievte ich in Vertiefungen die ich in den Boden gegraben habe und richtete sie aus. Allerdings war ich nicht zufrieden. Etwas fehlte.
Ich machte mich in der Nähe der Wellen auf die suche nach schönen, glänzenden Steinen aber ich fand noch etwas besseres. Ein paar weisse Muscheln würden die Augen meiner Götzen darstellen.
Ich befestigte sie mit Harz in vorher geschnitzte Vertiefungen.
Es war bereits später Nachmittag als ich damit fertig war. Ich trat zurück, während ich mir meine geschwollenen Hände an meiner Schürze abwischte. Es blickten mich fünf Götzen an, alle Richtung Osten blickend. So würden sie immer in die Morgensonne blicken können.
Von weitem konnte ich erkennen, das ein Auge von Amate-Maksha, der Sonnenjungfer, etwas schief war. Ich richtete es und in dem Moment tropfte etwas Harz unter dem Auge hervor und rann den Götzen herunter. Es sah aus wie eine Träne.
Wie vom Blitz getroffen sank ich zu Boden und begann krampfhaft zu weinen. Wurden mir meine Sünden etwa vergeben?
Klug zu fragen, ist schwieriger, als klug zu antworten.
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