Sagewerk vs abholzung

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crd234
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Sagewerk vs abholzung

Beitrag von crd234 » 11. November 2016, 07:09

Guten morgen :)

Also, beim durchschaun des Mission to Mars lets plays ist mir eins aufgefallen - ihr habt doch sehr andere herangehensweisen was waelder angeht!
Piru holzt so gut wie alles ag, Waehrend WB sagewerke zu heiligen stadten erklaert.

Ich persoenlich bin normalerweise irgendwo in der mitte, wald am fluss kriegt fast immer ein sagewerk, alles andere wird geroded.

Wieso macht ihr das so unterschiedlich? was sind die hintergedanken? Eine kleine erklarung der bestimmt jeweils sehr durchdachten und bei der spiel-situation sinnvollen taktiken waehre super!

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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von writingbull » 11. November 2016, 07:25

Wälder an Flüssen finde ich einfach genial für ein Sägewerk. Andere Wälder kann man dagegen ruhig abholzen, um die Produktion zu beschleunigen. Allerdings gibt es hier eine Balancing-Schwäche in der Releaseversion.

So hat Zak0r mir das gestern erklärt: Die Produktionsmenge, die man durch Abholzen bekommt, steigt komischerweise mit der Anzahl der Handwerker, die man produziert hat. Dadurch kann das Abholzen im Laufe einer Partie absurd viel bringen.
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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von Piruparka » 11. November 2016, 09:42

Das lese ich zum ersten Mal. Seid ihr sicher, dass das so ist?

Was ich weiß, ist Folgendes. Nehmen wir an, man hat die Politikkarte für +100% auf Kavallerieeinheiten und man holzt nun einen Wald ab. Der Wald, der sonst n Produktion bringt, bringt durch die Karte nun 2n Produktion. Soweit, so gut. Reichen diese 2n Produktion aber aus, die Herstellung (x) der Einheit zu beenden, wird der Rest der Produktion, also 2n-x auf das nächste Bauprojekt aufgeschlagen, selbst wenn es keine Kavallerieeinheit ist. Eigentlich müsste der Differenzbetrag des abgeholzten Waldes bei beispielsweise einer Kaserne wiederum nur mit n-x berücksichtigt werden, tatsächlich schlägt er aber auch hier mit 2n-x zu buche.

Das ist sicherlich ein Bug.

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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von crd234 » 11. November 2016, 10:54

danke fuer die erklarung!
Ich werde also denke ich mal bei meiner strategie bleiben die meisten nicht am flus gelegenen ab zu holzen :)

Der bug von Zak0r klingt wirklich schwerwiegend, vor allem weil mann ihn nicht wie den scythen geld bug einfach ignorieren kann!

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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von Zak0r » 11. November 2016, 11:27

Ich bin mir halt nicht sicher, ob das tatsächlich ein Bug ist, und nicht eher ein schlecht durchdachtes Feature. Die Handwerker werden ja zunehmend teurer. Und wenn jetzt der Holzertrag gleich bliebe, würde das Abholzen irgendwann zu einem Verlustgeschäft werden. Ich vermute: Um das zu verhindern, haben sie den Holzertrag an die Handwerkerkosten gekoppelt, dabei aber leider nicht bedacht, dass es das an anderer Stelle zu extremen Balancingproblemen führt, wenn man dann eben irgendwann mit 1-2 Wäldern ein Wunder fertigbauen kann. Ganz zu schweigen davon, dass das ganze Problem kinderleicht mit einem Entfernungsmalus beim Abholzen gelöst werden könnte (wie er ja in den Vorgängern auch schon existiert hat).

Ich schaue mir das gleich nochmal genau an, um es mit Zahlen zu untermauern.

edit:

Also es scheint doch nicht an die Handwerkerzahl gekoppelt zu sein, das war wohl ein falscher Eindruck, da die Abholzproduktion zufällig im gleichen Moment gestiegen ist bei meinem ersten Test. Anscheinend ist sie aber an die Forschung gekoppelt. Ich war jetzt gerade in 50 Runden im Mittelalter, habe 3 Städte gebaut, alle Wunder, Gebäude und Distrikte, die gingen. Am Ende brachte mir jeder abgeholzte Wald 70 Produktion (am Anfang waren es 23).

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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von Zak0r » 11. November 2016, 22:07

Mit offenen Grenzen kann man übrigens auch bei der KI abholzen und bekommt den normalen Produktionswert. :ymdevil:

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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von LordCiv » 12. November 2016, 11:42

Zak0r hat geschrieben:Mit offenen Grenzen kann man übrigens auch bei der KI abholzen und bekommt den normalen Produktionswert. :ymdevil:
Das ist ja stark. Hat das dann irgendwelche Auswirkungen auf die Beziehung mit dem Gegner, weil ich fände das schon sch****, wenn ich mir hier ein schönes Waldgebiet, für ein Wunder aussuche, dass nur auf Waldgebiet gebaut werden kann, das ich in paar Runden bauen kann, und mir dann das Gebiet von meinem befreundeten KI-Gegner abgeholzt wird. Für mich wäre das schon mal ein Kriegsgrund, falls mir jemand meine ganzen produktiven Wälder abholzt, für seinen, und nicht meinen Vorteil.
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Re: Sagewerk vs abholzung

Beitrag von Zak0r » 12. November 2016, 15:33

LordCiv hat geschrieben:
Zak0r hat geschrieben:Mit offenen Grenzen kann man übrigens auch bei der KI abholzen und bekommt den normalen Produktionswert. :ymdevil:
Das ist ja stark. Hat das dann irgendwelche Auswirkungen auf die Beziehung mit dem Gegner,
Konnte ich zumindest nicht feststellen. Also vermutlich nicht.

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