Ersteindrücke nach erstem Anspielen

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Matze

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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von Matze » 22. Oktober 2016, 10:33

Zak0r hat geschrieben:Singleplayer, Kaiser, Kontinente, random Rom

Auf einem Zipfel des Kontinents gestartet komplett abgeschnitten durch ein Gebirge. Sofort neu angefangen. Wollte das Spiel die KI vor mir schützen? :mrgreen:
wie hast neugestarten, schäm Dich, wäre doch mal eine Herausforderung gewesen =))
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Nurmel
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von Nurmel » 22. Oktober 2016, 11:46

Was mir aufgefallen ist bei der Marathon geschwindigkeit, ist man gefühlt 150 runden lang nur einheiten am produzieren, um den Barbaren entgegenzuwirken!

mein erstes spiel, direkt nach release, mit Friedrich auf einer riesigen karte sind in direkter nähe 4 dörfer gespawned mit speerkämpfer und 1 mit Reitern, nach 48 runden wurde mir der erste krieg erklärt!
Nach ca. 200 runden war ich schon so abgeschlagen das nix mehr zu holen war!

Inzwischen nach, ( Steam sagt 18 Stunden Spielzeit), läufts um einiges besser, habe aber immer noch Probleme die Distrikte mit den ganzen Boni+Weltwunder in meine städte einzubauen.
Da sind die erklärungen in der civilopädie auch nicht wirklich die besten.

Insgesamt gefällt es mir sehr gut, bin gespannt was nach dem ersten großen Patch, gemacht ist!
„Das Problem der Tretminen lässt sich nur Schritt für Schritt lösen“

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TheGreenJoki

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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von TheGreenJoki » 22. Oktober 2016, 14:28

Bezüglich des Auto-unit cycles:

Open file mydocuments/mygames/civ6/ useroptions.txt and adjust line 59: Does the selection auto cycle to the next available unit? (0 = no, 1 = yes) AutoUnitCycle 1 (set to 0)
Bleiben wir mal realistisch!

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DocRaiden
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von DocRaiden » 22. Oktober 2016, 14:48

Russland, Prinz, Marathon, riesige Karte, 12 Nationen, Runde 191

Ich bin schwer begeistert und erkenne erst jetzt die ineinandergreifenden Rädchen, obwohl ich ja auf der GC Civ schon anspielen konnte und auch die Let´s Plays verfolgte. Zuhause, selber und in Ruhe spielen ist halt doch etwas Anderes. Key Notes:

1. KI bei den Spähern mal Top (laufen meinen Kriegern davon), mal Flop (laufen ins offene Messer), insgesamt aber auf Prinz ideal, wie ich finde.

2. KI der Gegner wirklich gut (Wollte bei einem Angebot mehr rausholen, da machte der Anführer einen Rückzieher und nicht mal das selbst gemachte Angebot war er mehr bereit einzugehen. In Runde 191 habe ich meine Hauptstadt verloren, wurde von 2 Nationen gleichzeitig angegriffen und war chancenlos!!! Auf Prinz wohlgemerkt. Kenne ich von Civ V so nicht.)

3. Grafik gefällt mir richtig gut. Spiele auf maximalen Einstellungen und bin von den vielen Details begeistert. Sich brechende Wellen, Gischt an den Klippen, Reflexionen, Bodenstruktur im größten Zoom, unterschiedliche Stadtbilder, Beleuchtung, Tageszeitenwechsel, wie Gebäude sich im Bau befinden und unterschiedlich platziert werden. Grandios. Nach dem neuesten Anno war ich ob der auf Fotorealismus getrimmten Grafik doch eher enttäuscht, dass Civ einen anderen Weg bestreitet. Dachte, Anno ist der neue Weg und die neue Referenz. Wurde eines Besseren belehrt und mag beide Stile gleichermaßen, da in CIV echt Liebe zum Detail steckt. Man muss sich nur darauf einlassen können.

4. Habe das erste Mal bei einem Civ das Gefühl der Qual der Wahl bei meinen Entscheidungen. Wird sich zeigen ob das so anhält oder nur den neuen Mechaniken/Gameplayelementen und der diesbezüglichen Lernkurve geschuldet ist? Fühlt sich jedenfalls bis dato einfach schön nach Strategie an und nicht nach Schema F.

5. Unterschiedlichen Musiken und Sound Effekte sehr atmosphärisch, kann man meiner Meinung nach nicht besser machen. Bei dem Stück bei dem nur die „Ork-Hörner“ zu hören sind, wie ich es jetzt mal nenne, habe ich gleich mal die Lautstärke aufgedreht. Sehr geil!

6. Enzyklopädie noch einen Tick informativer, bzw. lesenswerter wie bei Teil 5.

7. Da ich standardmäßig auf Marathon spiele, kenne ich die Leerlaufzeiten von Civ V natürlich zu genüge. Nach 191 Runden bei Civ VI ist mir das bislang jedoch nicht passiert, es gab immer was zu überlegen, zu machen, zu beobachten und wenn es nur die hübsche Grafik war.


Keine Kritik? Bislang echt nicht. Sorry. Okay, das Tutorial ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber Neueinsteiger bleiben dennoch chancenlos. Auch die Beraterstufe (habe Civ Neuling eingestellt) ist viel zu zurückhaltend (bei Neueinsteigern ins Genre). Und das verstehe ich bei einem Titel mit solcher Zugkraft nicht wirklich.

Hoffe, meine positiven Eindrücke halten sich auch die nächsten Wochen noch und jetzt gehe ich erst mal verkraften, dass ich auf Prinz in meiner ersten Partie geschlagen wurde, wobei ich noch weiterspielen werde und sehen will, ob das Ruder noch herumzureißen ist? Und nur fürs Protokoll, Civ V habe ich regelmäßig auf Unsterblicher geschlagen.

HerrVoennchen
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von HerrVoennchen » 22. Oktober 2016, 16:36

Amerika (Random), Prinz, Std Geschw., Std. Map

ich konnte bisher erst 1h spielen. Was mir aber nicht so positiv aufgefallen ist, mein Notebook ist nicht das Jüngste (5 Jahre) und ich hab Grafik auf hoch bis auf ein paar Ausnahmen. Allerdings finde ich, besonders wenn man nah ran zoomt, das die Texturen irgendwie verwaschen aussehen. Ich hab nicht wirklich was gegen den Grafikstil, aber Civ5 sah wesentlich detailierter aus. Bei Gebäuden ist das allerdings nicht so. nur die Gelände Texturen sind komisch. Was mir außerdem fehlt ist eine Bauliste in den Städten oder ich hab sie noch nicht gefunden. Alles in allem etwas enttauschend, da eigentlich gesagt wurde, Civ6 startet feature mäßig wo Civ 5 heute steht. Finde ich nicht wirklich, dass das der Fall ist. Fängt ja schon mit den Optionen beim Erstellen einer Partie an.

Positiv ist aber, dass vieles nicht mehr so automatisiert ist. Ich war in Civ 5 Meister darin Späher und Handwerker auf Auto wuseln zu lassen. Die aktivere Erkundung in Civ 6 macht definitiv Spaß. Ich denke im laufe des Spiels werde ich noch weitere Positive Sachen finden :)

LiamPhill
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von LiamPhill » 22. Oktober 2016, 17:36

Meinst du mit Ork-Hörnern das Rom-Thema?
Das ist tatsächlich der Wahnsinn, unfassbar episch, ich fürchte ich muss wegen der Musik alleine immer Rom und Frankreich als KI einstellen, die sind das was in CIV5 die Musik der nativen amerikanischen Völker für mich war.

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DocRaiden
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von DocRaiden » 22. Oktober 2016, 18:39

LiamPhill hat geschrieben:Meinst du mit Ork-Hörnern das Rom-Thema? Das ist tatsächlich der Wahnsinn, unfassbar episch ....
Puh, ich weiß gar nicht, kann die jeweiligen Musikstücke noch nicht zuordnen, da jede Nation ja ca. 12-15 Minuten Soundfiles hat, Wahnsinn!
Aber das Rom-Thema gehört definitiv zu den Epischsten, da hast du Recht. Was ich bislang gehört habe, ist da so gut wie jeder "Song" episch, bei den anderen Nationen ist es eher gut gemixt und manchmal auch weniger spektakulär, so mein Ersteindruck ;)

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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von DocRaiden » 22. Oktober 2016, 18:45

HerrVoennchen hat geschrieben:Amerika (Random), Prinz, Std Geschw., Std. Map
Was mir außerdem fehlt ist eine Bauliste in den Städten oder ich hab sie noch nicht gefunden.
Die fehlt tatsächlich, wohl, da man in der Stadt ja jetzt wirklich sehen kann, welche Gebäude man gebaut hat. Denke, dass ist nach einem Gewöhnungseffekt bzw. genügend Spielstunden kein Thema mehr. Aber du hast Recht, ich habe auch anfangs immer danach gesucht.

Terin Rajan
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von Terin Rajan » 22. Oktober 2016, 20:15

Nach 7h kann man schon sagen, dass es noch viel zu verbessern gibt.

Negativ:
- Mit der Maus die Karte scrollen funktioniert nicht ordentlich....
- Bin noch etwas verwirrt wegen dem Fehlen der globalen Happiness. Muss mich wieder umgewöhnen.
- Dass die Arbeiter so schnell verschwinden nervt
- Man wird ständig zu Politikwechsel aufgefordert. Das Kartensystem selbst halte ich für ein sehr gutes Konzept.
- Für Kulturerweiterungen gibt es keine Vorschau mehr. Ich hoffe, dass ist nur ein nachzureichendes Feature.
- In meinem ersten Spiel auf Prinz und Episch bin ich im Jahre 900 in der Renaissance
- KI greift mich an obwohl sie keine Chance hat. So leicht habe ich noch nie meine ersten 3 Städte erobert.
- Katapulte scheinen komplett OP zu sein. Hat man 2-3 Schuss mit 1 Katapult und jede normal große Stadt ist so gut wie eingenommen.
- Es fehlt mir die Info, dass Bevölkerung gewachsen ist. Schlecht fürs Micromanagement.
- Geländefelder Infos poppen zu langsam auf. Modernisierungsinfos fehlen in den Tooltipps.
- Die Icons gefielen mir in Civ 5 deutlich besser.

Positiv:
- Stadtstaaten. Die bringen reichlich Power für die eigene Nation.
- Enzyklopädie. Diesmal wirklich gut wie in Civ 4.
- Liebevolle Animationen und Details.
- Große Persönlichkeiten. Das neue System sieht wirklich spannend aus, wobei es bei mir im Spiel noch nicht wirklich spannend wurde.

Fazit:
Sehe großes Potential für Civ 6 für einen echten Klassiker - in 3 Jahren.

Skeeve
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Re: Ersteindrücke nach erstem Anspielen

Beitrag von Skeeve » 22. Oktober 2016, 21:37

Bis jetzt finde ich es ganz gut.
Bin vom Umfang auch positiv überrascht (ich habe natürlich im Vorfeld gehört, dass die Konzepte von Civ 5 weites gehend übernommen wurden, war aber trotzdem skeptisch)
Es ist zum Glück nicht wie bei Civ5 oder BE, wo ich nach etwa 10 Stunden das Spiel zur Seite legte und auf Addons und Mods warten musste.

Einige Sachen gefallen mir am Spiel nicht so gut:

-Große Persönlichkeit Spam:
Ich habe zur Zeit 9 Große Schriftsteller und 5 große Künstler, die ich überhaupt nicht einsetzen kann. "Große" Persönlichkeit scheint hier eher so etwas wie 0815 Persönlichkeit zu heißen.

-Prinz Schwierigkeitsstufe ist ein Witz.

-Durch die (politischen) Agenda ist die Politik ziemliche schnell festgefahren.

-Die KI erklärt Kriege, die sie eigentlich gar nicht führen will bwz. kann.
Amerika erklärt mir den Krieg und hat überhaupt keine Marine zum Schutz der Küstenstädte. Amerika hat zwar ein größeres Militär, aber keine Marine (ich bin nicht auf der gleichen Landmasse, so dass Marine der einzige, sinnvolle Weg ist, den Krieg zu führen). Tedy hat zwar versucht ein zwei Einheiten zu mir zu verschiffen (völlig unmotiviert), direkt abgefangen und versenkt.

-Selbst starke Religionsgegner sind im Handumdrehen ausgeschaltet:
In aller Regel hat man nicht in jeder Stadt eine Heilige Stätte. Der Gegner hat sagen wir mal zwei Städte, in denen er seine Religionseinheiten bauen kann (Tempel, Schrein etc.). Der Trick ist, seine zwei Städte mit genügend Aposteln (wenn er keine Religiöse Einheiten mehr hat, reichen auch Missionare) zu überschwemmen und diese zwei Städte zur eigenen Religion zu konvertieren. Tada der Gegner ist für eine Weile außer Gefecht (er kann nämlich keine religiösen Einheiten seiner Religion mehr bauen, bis seine zwei Städte wieder der eigen Religion angehören oder er in einer andren Stadt eine Heilige Stätte inklusive Schrein Tempel etc. baut, beides dauert).

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