Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

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GU5KxL7Zc269

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Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GU5KxL7Zc269 » 12. Juni 2016, 19:01

Habe gerade vorhin mein erstes Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad abgeschlossen. Frühzeitig. Durch verlieren. Ouch =/
Es hat sich durchaus nicht unschaffbar angefühlt die meiste Zeit, nur dass ich am Ende doch verloren habe. Die Idee dieses Threads ist hier Erfahrungen auszutauschen und Tipps zu geben, damit die unter uns die noch Fehler machen in dem Spiel vom erleuchteten Rest lernen können. [Huldigungs-Emote hier einfügen]

Zunächst möchte ich ein paar Worte zu meinem Spiel sagen, was gut und was schlecht lief und warum ich am Schluss doch relativ plötzlich beendet wurde. Und was ich das nächste mal besser machen will.

Meine Rasse war fanatische Kollektivisten und Pazifisten. Dazu habe ich noch +10% Bewohnbarkeit und -20% Divergenz genommen, die Nachteile nicht der Rede wert. Die Staatsform Despotismus, für Boni zu Sklaven und Gebäudebau.
Die Idee war zur Abwechslung mal nicht auf Forschung direkt zu fokusieren, sondern statt dessen viele Planeten zu haben auf denen meine Leute echt glücklich sein können und mit Happiness einfach in allem gut zu sein. Vor allem wollte ich aber auch mal Fanatischer Kollektivist sein, weil Sklaverei und Purging und Negative Divergenz.

Nun zum Spiel selbst. Es war eine Spiralgalaxie mit vier Armen, direkt am Start von zwei KIs eingeboxt worden auf 3 Planeten - da ist mein Startplanet schon drin. Soviel zu viel expandieren und auf 60% Planeten noch 90% Bewohnbarkeit erreichen. Also Krieg geführt und meinen oberen Nachbarn geschluckt, damit Platz für ca. 12 eigene Planeten gehabt (nachdem ich alle 60% Optionen getecht hatte). Die Planeten des Nachbarn waren 0% für mich und seine Leute haben mich gehasst weil gegenteilige Ethik. Also habe ich seine Bevölkerung versklavt.
An der Stelle hatte ich jetzt die Wahl entweder erstmal die Füße still zu halten, Infrastruktur aufbauen und hoch zu techen. Aber ich hatte einen enormen Mineralien-Überschuss (250 / Monat im Jahr 2250) oder so weil Mineralien alles waren wofür meine Planeten und die Sklaven gut waren. Dafür war die Forschung eben nicht toll.
Also mit der KI unter mir angelegt, deren Ethik war natürlich auch das Gegenteil zu mir. Damit war erobern und irgendwas anderes machen außer versklaven oder in den Schredder direkt vom Tisch. Bis mir eingefallen ist, ich kann ja paar Planeten befreien, die nehmen dann meine Ethik, und dann frage ich sie ob sie nicht mein Vassall sein möchten. Das dauert zwar länger aber sie können dann prinzipiell glücklich genug sein, damit man sie benutzen kann. Joa, das mit dem Krieg hat halbwegs funktioniert. Nur war dann die Diplomatie-Option "Verlange Vassallisierung" schon durch den Schwierigkeitsgrad alleine unendlich im Minus. Tolle Sache.
10 Jahre später haben sie mir dann den Krieg erklärt bevor ich das konnte. Mir war das nur recht, ich hab sie dann diesmal aber behalten und nicht befreit. Und geschreddert, weil Leute mit 0% Happiness selbst nach Ablauf des "Wurde erobert"-Malus kann man eben nicht brauchen.
Sah also ganz gut aus. Hatte so ca 20. Planeten, immernoch unendlich Mineralien und langsam kam die Forschung hinterher. Die KIs in meinem Spiralarm waren schwächer als ich, die neuen Planeten habe ich geleert und dann mit meinen Leuten besiedelt (60% Basis aber effektiv 85% mit später mehr, also kein Problem). Dann haben die beiden KIs die den Nachbararm unter sich aufgeteilt hatten mir den Krieg erklärt und es war relativ fix dabei. Jede von denen hatte mehr als doppelt so viel Flotte wie ich und sie hatten Antriebstech die zu mir rüber gereicht hat. War dabei ihre Flotten eine nach dem anderen zu zerschießen, aber nachdem die mit 4-6 Flotten zu je 50% bis 125% meiner Hauptflotte durch mein Gebiet getourt sind hatten sie fix ihre 100% Warscore und das Spiel hat automatisch für mich kapituliert und über 50% meiner Welten befreit.

Okay, was lief gut und was lief schlecht und was kann man das nächste mal besser machen.
Der Start war schlecht für meine Strategie, lag wohl am Galaxietyp. Auf dem Schwierigkeitsgrad breiten die KIs sich am Anfach auch einfach mal deutlich schneller aus und du bist eingeboxt und musst Krieg führen.
Krieg führen lief im Allgemeinen gut. Ich hatte aber auch nichts als Mineralien in meinem Start, davon dann aber genug um Kriege in Unterzahl zu gewinnen. Außerdem habe ich früh Pointdefense mitgenommen und das hat sich _sehr_ bezahlt gemacht.
Diplomatie lief dagegen ziemlich schlecht. Zum Einen musste ich natürlich Krieg führen, wenn ich nicht das ganze Spiel auf drei Planeten bleiben wollte. Zum Anderen waren meine Nachbarn von ihrer Ethik her mein Gegenteil, d.h. mehr wie versklaven oder verbrennen konnte ich mit ihrer Bevölkerung auch nicht mehr machen. Aber Sklavei erlaubt, Purging erlaubt, Kriege geführt, Völkermord - und schon hassen eine alle Nachbarn für immer. Irgendwann haben sich zwei von denen ein Herz genommen und die Galaxis von diesem Übel (mir) befreit. Ich weiß noch nicht so wirklich, wie ich das in Zukunft abwende.
Und, und die Rasse war hat einen Fehler. Zwar kommt man mit Adaptive (+10%), Frontier Clinics (+5%), Paradise Domes (+5%) und den beiden Techs (je 5%) auf +30% Bewohnbarkeit. Aber was bringt einem 90% Bewohnbarkeit, wenn die Leute nur 60% glücklich sind? Ich hatte nur Paradise Domes (+10%) für Happiness und außerdem in jedem Krieg wieder -10% weil Pazifisten. Mit Glück bei den Techs und Events hätte das schon irgendwann funktionieren können. Aber kein gutes Design wenn man viel Glück braucht damit Dinge funktionieren.
Die ideale Lösung für Happiness-Probleme ist ja eigentlich schon Pazifist sein, weil man damit Zugang zur Moralischen Demokratie hat. Als jegliche Art von Kollektivist sind dir aber Demokratien gesperrt. Und letztere auszuprobieren war so quasi die Idee des Ganzen.

So. Sollte jemand am Ende die Wall of Text noch gelesen haben, ich würde mich gerne über Ratschläge freuen damit es beim nächsten mal besser läuft. Und wenn jemand seine eigenen Erfahrungen teilen möchte wäre das auch ziemlich cool, damit man alles gute abschauen kann mal sieht wie andere das so machen.

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Teppic
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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von Teppic » 13. Juni 2016, 00:06

*Einfach* nur gewinnen und mit Versklaven...
anstatt auf pazifist zu gehen, könntest du auf spirtuell gehen.
Schwere Bombardierung, Auslöschung und Pazifistisch sind m.E. kontraproduktiv, mit Spirituell hingegen... :ymdevil:
Da hat man mehr Wahrscheinlichkeit an PSI-TEchnologien für das Midgame zu kommen. Der Schiffscomputer ist ziemlich gut.
Allerdings sind dann Roboter keine Wahl. Aber wer versklaven will, braucht Roboter eh nicht. Wenn du kein Pazifist bist kannst du auch "Primitive" überfallen und deine Bevölkerungsbasis ohne Moralverlust verbreitern. Für die Happyness kann man da auch was rausholen:
klar keine +10 für den ParadiseDome und +5 vom GrandDesign ~X(
aber +10% durch das Unitygebäude, +5/+10 durch Spirituell und vielleicht kriegst du ja TeldarKristalle...

Mit einer entsprechenden theokrat. Regierung kriegst du auch den VersklavenBonus (nur für Aliens) oder du kannst die Divergenz absenken. Daher könnte man überlegen, ob die 2 Punkte für Konformismus richtig angelegt sind und ob man die nicht durch die Staatsform, die Informationssperre und durch eine glückliche Bevölkerung reinholt. DAs Problem sind ja eher nicht deine POPs mit anderer Ethik sondern die AlienPOPs. Für 2 Punkte kann man natürlich für mehr Forschung oder POP-Wachstum oder POP Zufriedenheit oder für Charsimatisch nutzen - um die Aliens zufriedener zu machen ? und +15 in der Diplomatie... naja, wenn man daran denkt, wieviele Mali man da für die Sklaverei etc. bekommt. @-)
Ein eher ungewöhnliche Kombo, die trotzdem ganz gut geht, wäre Nomadisch und Charismatisch. Die eigenen Pops ziehen schneller/billiger um und machen Aliens i.d.Regel damit auch noch glücklich. Das Wachstum auf den eigenen Planeten läuft nahezu dauerhaft, da aus voll bevölkerten Planeten immer wieder eine POP auswandert. :-H
Aber wahrschienlich ist Communal +5% Happy und Decadent oder Schwach die Wahl.

@-) :!!

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GU5KxL7Zc269 » 13. Juni 2016, 15:17

Ja, ich habe in meinem nächsten Versuch auch von Pazifistisch auf Spirituell gewechselt. Interessanterweise ist es aber auch Pazifisten reichlich egal ob in ihrem Reich munteres Massensterben stattfindet - zumindest wenn sie (fanatische?) Kollektivisten sind.
Und Bombardieren kann man ja so oder so auf leicht stellen - ehrlich gesagt entscheiden sich Kriege im Allgemeinen sowieso über Flotte. Und wenn man da mal die Oberhand hat kann man auch ein bisschen länger bombardieren. Aber selbst da kann mal ein POP sterben und dann hat man als Pazifist gleich 10 Jahre lang den Terror Bombing Malus... Also Spirituell schon gut.
Es ist natürlich so, dass ich selbst mit Spirituell nur auf +10% Happiness komme (5% von Spirituell, 5% von Grand Design) - glücklicher sind meine Leute also auch nicht. Es ist aber robuster (kein Abzüge durch Terror Bombing oder Krieg) und braucht nicht 1 Gebäude pro Planet. Vor allem weil die Sektor-KI Spezialgebäude eh hasst und nach Möglichkeit nicht verwendet... Idiot ^^
Der Nachteil ist natürlich, dass man mit Pazifismus leichter auf die 30% Bewohnbarkeit kommt die man braucht, um auf 60% Planeten die Leute 90% glücklich zu machen. So brauche ich eben nicht nur ein Teldar Plant für Happiness sondern auch noch eine Engos Habitation Station für den globalen 5% Bewohnbarkeits-Bonus. Alles vorausgesetzt natürlich, ich bekomme meine Leute überhaupt erstmal auf 90%. Ich denke in dem Fall muss man wirklich schauen, dass man einen Forscher mit Materialeigenschaften als Spezialisierung bekommt um die Wahrscheinlichkeit für die Resourcen-Techs zu erhöhen.

Der einfache Weg wäre natürlich einen Punkt aus Kollektivismus abzugeben und dafür noch Pazifismus oder Xenophil mitzunehmen, beide haben gute Möglichkeiten an weitere +10% Happy zu kommen. Pazifisten auch noch 5% Bewohnbarkeit, aber die haben natürlich auch die oben beschriebenen Probleme. Xenophil würde vielleicht helfen bei diplomatischen Beziehungen. Auch wenn da wirklich nicht mehr so viel zu gehen scheint, wenn man mal anfängt systematisch die eigene Bevölkerung zu optimieren (sprich alles tötet was nicht hinreichend nützlich ist).

Bei Konformismus bin ich mir nicht sicher ob ich es mir wirklich leisten kann das abzugeben. Divergenz ist eben insofern schlecht, dass meine Bevölkerung wenn sie nicht mehr fanatische Kollektivisten sind furchtbar schnell unglücklich wird - wegen den ganzen Sklaven. Und einmal vom Wahren Weg abgekommen wollen sie auch nicht wieder zurück, weil die Unglücklichkeit natürlich auch gleich die Divergenz erhöht...
Du hast aber schon recht zu sagen, wenn meine Regierungsform die Sklaven-Unglücklichkeit (für Alien-Sklaven) beseitigt kann es mir fast egal sein, was der Ethos meiner Leute ist. Aktuell versklave ich vor allem meine eigene Rasse häufig (weil denen das egal ist), es wäre eine andere Herangehensweise schätze ich. Sollte ich vllt mal ausprobieren.
Und die Idee die Aliens glücklicher zu machen, damit ich sie vielleicht behalten kann ist auch garnicht schlecht. Das ist vielleicht der Weg wie normale Pazifisten Krieg führen: Erschlage ihre Unglücklichkeit mit moralischer Demokratie und anderen Happy-Boni (vielleicht auf deinen Leuten die migirieren wie du sagst, klingt ziemlich cool) und alles was nicht von Anfang an fanatischer Xenophob war wird schnell ein produktiver Teil deines multi-ethnischen Empires. Und weil sie produktiv sind muss man sie nichtmal schreddern. Vielleicht ein Projekt für ein anderes Spiel, klingt aber nach einem Konzept das man mal versuchen könnte.

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von Teppic » 13. Juni 2016, 16:53

GU5KxL7Zc269 hat geschrieben:Und die Idee die Aliens glücklicher zu machen, damit ich sie vielleicht behalten kann ist auch garnicht schlecht. Das ist vielleicht der Weg wie normale Pazifisten Krieg führen: Erschlage ihre Unglücklichkeit mit moralischer Demokratie und anderen Happy-Boni (vielleicht auf deinen Leuten die migirieren wie du sagst, klingt ziemlich cool) und alles was nicht von Anfang an fanatischer Xenophob war wird schnell ein produktiver Teil deines multi-ethnischen Empires.
Naja, Pazifisten würden eigentlich keinen Krieg vom Zaun brechen...
Da fehlt dem Spiel noch die einiges an Spieltiefe, etwa eine kulturelle Unterwanderung, die Unterstützung von Separatisten, was man so aus anderen Titeln kennt.
@Multiethnische Sternenfraktion - so kriegt man recht schnell eine höhere GesamtPOP. Da Laune und damit die Divergenz bei fanatischen Xenophoben hoch ist, legt sich diese Ansicht mit der Zeit auch. Klar wird man immer einige Xenophobe dabei haben, aber das muss man aushalten können. Dann packt man die einfach auf die Spezialgebäude, die unbeeinflusst von Moral produzieren, wie halt dem ParadiseDome. Man kann alle Boni aller Aliens irgendwie für sich nutzen und eine Besiedelung der verschiedenen Biomen geht dann recht zügig von statten, ohne da irgendwas ein Mikromanagement für ein Terraforming zu machen. Irgendeine integrierte POP hat vielleicht einen Forscher-Trait, eine andere ist Stark für gute Bodentruppen oder mehr Mineralien usw. Eine Durchmischung von ethischen Ansichten kann auch bei der Forschung und Energieproduktion Vorteilhaft, man kann die Individualisten dann in die Energieproduktion schicken und die Materialisten in die Forschung. :))

Nomadischer Lebensstil und +10 Hability funktioniert auch super zusammen. Mit der Möglichkeit die Traits der Bevölkerung zu ändern, kann man einen kleinen Wachstumsboom erzeugen. Ist schon ein wenig fies diese Methode, :- aber auf jeden Fall nicht so fies wie auslöschen, ermorden. [-(
Dafür braucht man aber schon minimum 5-8 Planeten mit ausreichend POP, also 40-50 POP sollte man schon haben: Du baust 2-3 Kolonieschiffe und besiedelst dann Planeten, des gleichen Bioms, die eigentlich nur am Rand der eigentlichen Bewohnbarkeit dieser POP (30, 40%) wäre. Dann nimmst du 2 Planeten mit viel POP, also mit so 15-20 POPs des gleichen Typs und "erzwingst" durch die Genbehandlung, das die eigentliche Bewohnbarkeit nun das Biom der gerade neu besiedelten Planeten wäre. Durch die Behandlung werden die POPs unglücklich und werden wegen dem nomadischen Lebensstil in die neuen Kolonien auswandern. :-H Diese neuen Kolonien sind dann also schneller gefüllt und entwickelt. Das schafft Plätze auf den Planeten, wo Auswanderung stattfindet und so werden POPs aus den restlichen Planeten dorthin wieder einwandern. Das geht natürlich nicht innerhalb von 10 Monaten aber die Entwicklung wird schneller sein als über das "normale" Wachstum. Viel schneller geht das natürlich wenn man das planetare Edikte "Promised Land" aktiviert, aber dann sollte man evtl. auch schon ein paar Nahrungsgebäude dort stehen haben, sonst gibt es eine Hungernot. @-)
So funktioniert diese Spielmechanik, aber Bürger unter so einem Regime wäre ich auch nicht gerne. :YMPRAY:
Da kann man auch noch etwas Spieltiefe einbringen.

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GU5KxL7Zc269 » 14. Juni 2016, 00:42

Teppic hat geschrieben: Naja, Pazifisten würden eigentlich keinen Krieg vom Zaun brechen...
Du hast ja selbst gesagt, dass man als echter Pazifist in diesem Spiel einfach nicht so viel machen kann. Am Ende hat man schnell so weit gesiedelt wie die KI einen lässt, und dann sitzt man auf seinen Händen.
Das gesagt habe ich kein Problem damit Pazifist als Ethik zu nehmen wenn es effektiv ist (oder scheint ^^). Da muss der innere Rollenspieler eben dem Optimierer weichen und die Ethik wird nurnoch als Kombination ihrer Boni und Mali betrachtet und was man damit tun kann. Und das scheint ja durchaus verwendbar, auch für Spiele in denen man Krieg führt.
Was im übrigen interessant wird ist der nächste Patch. Da sollen ja einige Dinge an Ethiken geändert werden, insbesondere sollen Pazifisten dann auch spieltechnisch Pazifistischer sein (weniger Optionen Dinge im Krieg zu verlangen). Was natürlich die Frage aufwirft, ob man dann genug zu tun hat als Pazifist - oder ob man sich Mittel und Wege suchen muss um die Kriegsziel-Beschränkungen drumrum doch sein riesiges Sternenreich aufzubauen.
Teppic hat geschrieben: @Multiethnische Sternenfraktion - so kriegt man recht schnell eine höhere GesamtPOP.
Das ist ja auch nicht immer was Gutes.
Beispiel aus meinem aktuellen Run: Gerade meinen Nachbarn geschluckt, jetzt sind 5 von 14 Planeten irgendwelche xenophobischen Aliens die mich hassen. Sie sind auch Konformisten und haben mir lustigerweise einige Monuments of Purity hinterlassen (Danke!), in den nächsten 10 Jahren würden die sich sicherlich mehrheitlich in mein Reich integrieren. Aber es sind eben auch 64 POP die mich noch 10 Jahre lang hassen, 0 Forschung generieren und meine Techs aber gleichzeitig um +128% der Basiskosten teurer machen. Als humanes Sternenreich, das Sklaverei und ethnische Säuberungen nicht so toll findet, hat man mit sowas ja mal keinen Spaß, oder? Was macht man da, garnicht erst erobern, auch wenn es strategisch sinnvoll wäre?
Teppic hat geschrieben: Da Laune und damit die Divergenz bei fanatischen Xenophoben hoch ist, legt sich diese Ansicht mit der Zeit auch. Klar wird man immer einige Xenophobe dabei haben, aber das muss man aushalten können. Dann packt man die einfach auf die Spezialgebäude, die unbeeinflusst von Moral produzieren, wie halt dem ParadiseDome. Man kann alle Boni aller Aliens irgendwie für sich nutzen und eine Besiedelung der verschiedenen Biomen geht dann recht zügig von statten, ohne da irgendwas ein Mikromanagement für ein Terraforming zu machen. Irgendeine integrierte POP hat vielleicht einen Forscher-Trait, eine andere ist Stark für gute Bodentruppen oder mehr Mineralien usw. Eine Durchmischung von ethischen Ansichten kann auch bei der Forschung und Energieproduktion Vorteilhaft, man kann die Individualisten dann in die Energieproduktion schicken und die Materialisten in die Forschung. :))
Finde ich an sich ne gute Sache, aber immer wenn ich mir überlege wie cool das wäre denke ich unweigerlich an die Sektor KI. Auf ca. 5 Planeten kann ich solche Dinge machen, der Rest wird von einer KI verwaltet die Spezialgebäude nicht benutzt, ihre Resourcen nicht verwendet und Nahrung auf Roboterwelten anbaut. Ohne es ausprobiert zu haben würde ich da schlimmes vermuten...

Und ja, die Migration-Strategie klingt immer cooler. Ich habe irgendwo ein Spiel mit schnell wachsenden fanatischen Pazifisten die auch noch schneller migrieren. Wenn ich das mal weiterspiele kann ich alles das mal anwenden :)

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von Teppic » 14. Juni 2016, 10:41

GU5KxL7Zc269 hat geschrieben:
Teppic hat geschrieben:@Multiethnische Sternenfraktion - so kriegt man recht schnell eine höhere GesamtPOP.
Das ist ja auch nicht immer was Gutes.
Beispiel aus meinem aktuellen Run: Gerade meinen Nachbarn geschluckt, jetzt sind 5 von 14 Planeten irgendwelche xenophobischen Aliens die mich hassen. Sie sind auch Konformisten und haben mir lustigerweise einige Monuments of Purity hinterlassen (Danke!), in den nächsten 10 Jahren würden die sich sicherlich mehrheitlich in mein Reich integrieren. Aber es sind eben auch 64 POP die mich noch 10 Jahre lang hassen, 0 Forschung generieren und meine Techs aber gleichzeitig um +128% der Basiskosten teurer machen. Als humanes Sternenreich, das Sklaverei und ethnische Säuberungen nicht so toll findet, hat man mit sowas ja mal keinen Spaß, oder? Was macht man da, garnicht erst erobern, auch wenn es strategisch sinnvoll wäre?
Ja, das hängt in de Tat von der Größe deines Reiches ab. Wenn man schon über 1000POPs hat sind 60 weitere eine ganz andere Kiste als wenn man selber nur 60 hat. Da verschluckt man sich.
Hängt davon ab, wie die Großwetterlage ist. Ich würde empfehlen, die Planeten zu nehmen, die kaum POPs haben aber noch Platz bieten. Damit verringert man das Wachstumspotential des Gegners. Der Gegner müßte dann in andere Richtungen, so möglich expandieren und verärgert damit andere NAchbarn.
Also ein leichter Schlag auf die Finger, mit dem macht man in der Regel nix falsch.
Es bleiben ja 4 Optionen: Alles Schlucken und mit Magengrummeln leben, nur ein kleiner Happen und damit rechnen, dass man nachher wieder um den Kuchen streiten muss, den Gegner Vassalisieren oder den Gegner zerteilen mit (Liberate/Befreien).
Bei "Befreien/Liberate", kann man entweder alle Planeten oder um die Hälfte einer neuen Regierung zusprechen. Sie wird dich ohnehin lieben, die alte Regierung hasst dich weiterhin. Stark genug, um dir dann wehzutun ist sie dann aber sicher nicht mehr und sie ist ohnehin mit der anderen "neuen" NachbarRegierung beschäftigt. Was auch eine Möglichkeit ist, sollten der Gegner verschiedene Rassen unterworfen haben, dass man sich diese speziellen Planeten herauspickt und befreit, die dann wieder eine ganz andere Fraktion bilden können, insbesondere dann, wenn keine direkte Grenze zu anderen Systemen der neuen Regierung besteht! :ymdevil:
Wenn du die neue Regierung(en) zu groß machst, schaffst du es nicht sie später zu vassalisieren und in dein Reich zu integrieren. Soll sich die neue Regierung doch um die Anpassung der Ethiken kümmern. Direkt Vassalisieren ginge auch, aber eine Xenophope Regierung verändert ja nicht die Ethik der POPs in die gewünschte Richtung, sodass du die Bauchschmerzen nur später bekommtst...
GU5KxL7Zc269 hat geschrieben:Finde ich an sich ne gute Sache, aber immer wenn ich mir überlege wie cool das wäre denke ich unweigerlich an die Sektor KI. Auf ca. 5 Planeten kann ich solche Dinge machen, der Rest wird von einer KI verwaltet die Spezialgebäude nicht benutzt, ihre Resourcen nicht verwendet und Nahrung auf Roboterwelten anbaut. Ohne es ausprobiert zu haben würde ich da schlimmes vermuten...
SektorKI, tja, ich gehe nunmehr so vor, dass ich immer wieder große Planeten herausnehme und die Entwicklung selber vorantreibe + Infrastrukturprojekt und Gouverneur (der mit jedem Bau auflevelt), so kann ich über kurz oder lang alle wichtigeren Planeten auf einen Folkus hin ausbauen. Wenn man Redevelop Tiles ausstellt, dann bleibt auch alles so wie ich mir das in dem Sektor gewünscht habe. Ob das nun für Sehr HArt jetzt sinnvoll ist? :-??

Vermute schlimmes X_X aber das wird schon noch. Schließlich habe wir ja noch minimum 1-2 Jahre Entwicklung vor uns. Also damit rechne Ich. :-??

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GU5KxL7Zc269 » 14. Juni 2016, 15:54

Befreien / Vassallisieren bzw allgemein Vassallisieren hat ja auch noch so seine Probleme aktuell, oder? ^^
Um zu präzesieren: Der Befreien-Part ist einfach. Dazu muss man nur einen Krieg gewinnen. Das Problem ist, dass die daraus entstehenden befreiten Staaten am Schluss nie mein Vassall sein wollen. Das sie mich lieben ist am Ende vielleicht +5 Wert, dagegen -50 Basis und -100 durch Schwierigkeitsgrad. Relative Macht ist auf +100 gecapped. Es gibt dann noch ne Hand voll weitere kleinere Boni und Mali aber worauf es ziemlich deutlich hinaus läuft ist: Vassallentum ist im Allgemeinen schlicht unmöglich.
Und das ist noch vor Bugs bei denen aus irgendwelchen Gründen die Vassallen in der Größenordnung von -1000 bekommen weil der relative Macht-Modifikator spinnt ^^

Was man natürlich machen kann ist, wie du auch schon meintest, Planeten befreien um einen großen Gegner in zwei Unproblematische zu teilen. Es scheint mir aber vor allem dann die bessere Lösung zu sein, wenn man einen starken Konkurrenten ausschalten möchte ohne sein Gebiet zu nehmen. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit mit fanatischen Xenophoben klar zu kommen die man nicht erobern möchte. Da ich gerade aber purgen kann, scheint es mir fast immer die bessere Lösung das Gebiet zu nehmen und im Zweifel die Leute zu purgen. Zumindest so lange man es sich diplomatisch leisten kann ^^

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GummyBaer » 22. Juni 2016, 10:41

ist freie Migration vielleicht eine Option?
Dann können die ganzen Miesmacher auswandern und woanders ihre schlechte Laune verbreiten.

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Re: Erfahrungen auf hohem Schwierigkeitsgrad

Beitrag von GU5KxL7Zc269 » 22. Juni 2016, 19:13

Man benötigt dafür natürlich Migrationsabkommen mit anderen Rassen. Und es sollte relativ langsam sein - zumindest habe ich bisher noch nie mehr als ein Pop auf einmal auswandern sehen. Und es muss einen Ort geben an den sie gehen können und wo sie glücklicher sind. Aber hey, ich freue mich auch schon, wenn sich 1-2 fanatische Xenophoben pro Planet automatisch an andere Rassen abschieben.
Es funktioniert natürlich nicht mit Sklaven. Andererseits sind unglückliche Sklaven nächsten Patch ja auch wieder nicht mehr so angenehm. Was natürlich dafür spricht sie lieber auswandern zu lassen.

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