Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Commander, meldet euch im Offizierskasino! Die anderen XCOM-Kämpfer erwarten euch.
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Birnodin
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Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von Birnodin » 11. Februar 2016, 18:41

Commander Bradford betrat den Raum mit gemischten Gefühlen. Unerwartet war er hierher zitiert worden. Die Botschaft kam wie immer durch das Widerstandsnetzwerk, von einem unbekannten Mann im Halbdunkel gesendet. Würde er ihm gleich in Person gegenübertreten müssen?
Die Wachen salutierten, automatisch öffnete sich die Tür.
"Nehmen Sie Platz, Commander!"
Bradford setzte sich auf einen der beiden noch freien Stühle. Die Stühle waren aus billigem Plastik. Ein seltsamer Gedanke ging ihm durch den Kopf. Wenn die Spitze von XCOM sich zu einer Besprechung traf, und nicht mal bequeme Sessel vorhanden waren, wie weit waren wir gesunken in diesem Krieg? War das baldige Ende nahe?
Er blickte in die Runde. Die Beleuchtung war gedimmt. Außer ihm saßen noch 11 Leute an diesem runden Tisch, von keinem war das Gesicht erkennbar. Das einzig bekannte war die Stimme des Mannes ihm gegenüber, der ihn gebeten hatte Platz zu nehmen. Unverkennbar der Mann, der schon 20 Jahre zuvor den Rat geleitet hatte, und es offenbar immer noch tat.
"Commander Bradford, wir haben sie zu dieser Geheimbesprechung gebeten, weil die Lage ernster denn je ist. Wir stehen kurz davor, in diesem Krieg endgültig besiegt zu werden."
"Aber wir tun seit Monaten unser Möglichstes und..."
Weiter kam Bradford nicht, weil der Vorsitzende des Rates seine Hand hob und ihn so unmissverständlich zum Schweigen aufforderte.
"Wir wissen um ihre Bemühungen, Commander Bradford. Und wir können nur wiederholen, was wir ihnen schon per Übertragung sagten: Wir sind stolz auf sie und alle Einsatzkräfte von XCOM und der Avenger. "
Er machte eine kurze Pause. Dann seufzte er und fuhr fort.
"Aber es reicht nicht, Commander. Das Avatar-Projekt steht kurz vor der Fertigstellung und das bedeutet das Ende des Lebens auf der Erde wie wir es kennen. Wir können es lediglich noch um ein paar Wochen verzögern."
An dieser Stelle machte sich ein Gemurmel im Raum breit, einige Mitglieder des Rates flüsterten miteinander. Aber keiner sagte ein lautes Wort. Offenbar waren sie alle zu derselben Meinung gekommen: Der Krieg war verloren.

Erneut hob der Vorsitzende die Hand, sofort verstummten alle.
"Extreme Situationen erfordern extreme Mittel. Das hat die Geschichte unserer Erde schon mehrfach gezeigt. Und wir haben nur noch ein Mittel."
Er winkte einen Uniformierten herbei.
"Verteilen Sie bitte diese Pläne an die Runde, Captain." Er reichte ihm 11 graue Umschläge und behielt einen für sich zurück.
In kurzer Zeit waren die Umschläge verteilt, und jedes Mitglied des Rates hatte einen vor sich liegen. Auch Commander Bradford hatte einen erhalten.
"Öffnen Sie nun alle bitte den Umschlag und lesen sie unseren letzten Plan, die Erde doch noch zu retten."

Commander Bradford blickte erneut in die Runde, zögerte. Dann schließlich öffnete er den grauen Umschlag.
Neben ihm hörte er eine Frauenstimme. Sie schien schneller gewesen zu sein als er, ein Blick zeigte ihm, dass sie schon laß, was auf den Geheimpapieren stand.
"Oh mein Gott!", hörte er ihren Ausruf.

Ende Teil 1

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writingbull
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Re: Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von writingbull » 12. Februar 2016, 19:31

Mann! Was soll denn das? Sch... Cliffhanger. :evil:
Ich erwarte ...
Spoiler für :
... tägliche Folgen!
Nein, ich erwarte sogar ...
Spoiler für :
... tägliche Doppelfolgen!
Ach, warum kleckern und nicht klotzen, ich erwarte ...
Spoiler für :
Was erwartet W.B.? Erfahrt es im nächsten Posting!
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Teppic
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Re: Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von Teppic » 12. Februar 2016, 21:10

na solange die Cliffhanger nicht mitten im..

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Birnodin
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Re: Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von Birnodin » 12. Februar 2016, 21:20

Wie wäre es mit
Spoiler für :
Täglichen Halbfolgen, d.h. jeden zweiten Tag eine Folge? ;-)
Außer natürlich es ist gerade sehr spannend, dann finde ich reicht:
Spoiler für :
Eine Folge pro Woche aus.

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Kakrafoon
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Re: Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von Kakrafoon » 14. Februar 2016, 11:48

Ich halte es nicht aus! Was ist denn nun die XCOM-Geheimwaffe?
Hat es etwas mit WB und CW zu tun?
Ich bin so gespannt, lieber Birnodin!
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Re: Die XCOM-Geheimwaffe Teil 1

Beitrag von Marko Schmied » 14. Februar 2016, 17:23

ich bin so, sehr Glücklich,ist doch super..manchmal gibt es doch sogar 2 Folgen..manchmal,könnte vielleicht ne Folge ja einmal 5-7min länger sein,fühlt man,aber ich finde dies sehr gelungen so..man bedenke: es kann nicht immer Sonntag sein.. 8-) :razz:weiter so Ihr beiden Daaanke.. 8-)
auf Twitch als Markotribun unterwegs-

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Birnodin
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Die XCOM-Geheimwaffe Teil 2

Beitrag von Birnodin » 17. Februar 2016, 18:48

Commander Weigel ging hinkend in seine Kabine auf der Avenger zurück. Diese letzte Mission hatte ihm sehr zugesetzt.
Als Commander, und für die Ausbildung der neuen XCOM-Rekruten zuständig, begab er sich nur selten selbst auf Missionen.
Obwohl sein Einsatzwille für die Ziele von XCOM nach wie vor ungebrochen war, zog er es meist vor im Hörsaal der
Guerilla-Taktik Schule Vorträge zu halten.

Seine Vortragsreihe "Nutzung von Holozielen, Höhenvorteilen und Schrotflinten" war eine Pflichtvorlesung für jeden
Rekruten vor der Beförderung zum Captain. Sicher, es gab geteilte Meinungen unter den XCOM Offizieren über den
Nutzen bestimmter Taktiken. Sein langjähriger Kamerad und Freund Writing Bull hielt mehr vom direktem maximalem
Schaden als der Ansammlung von kleinen Vorteilen. "Tote schiessen nicht zurück!" pflegte er immer zu sagen.

XCOM hatte seit seinem Bestehen immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. Verluste und Verwundungen waren
an der Tagesordnung und manche tapfere Kämpfer galten einfach als verschollen.
Heute morgen hatte ein wichtiger Einsatz auf dem Programm gestanden. Eine Adventbasis musste zerstört werden. Es gab die
Hoffnung, dass so der Fortschritt des Avatar Projektes verzögert werden konnte. Dummerweise hatte sich der leitende
Offizier Major Jim Beam krank gemeldet. Er hatte den Tag zuvor seinen Geburtstag in der Bar der Avenger gefeiert und
war nicht diensttauglich. So half es nichts: Commander Weigel musste den Einsatz leiten.
Sein XCOM-Team bestand aus fünf Rekruten, die erst kürzlich zu XCOM gestossen waren.
Er hatte schon ein mulmiges Gefühl, als er in den Skyranger stieg.
"Obwohl", so dachte er sich, "alle meine Rekruten haben sicher bei meiner Vorlesung gut aufgepasst, das sollte also klappen."
Diese Advent Einrichtungen waren immer gut verteidigt, Advent hatte unerschöpfliche Ressourcen an Menschen und Maschinen.

In einer kritischen Phase des Einsatzes waren zwei Mutons auf die Gruppe angestürmt. Zunächst lief alles nach Plan.
Fast alle Feuerschutz Schüsse trafen.
In den Bruchteilen einer Sekunde ging ein Anflug von Stolz durch Commander Weigel, da hatte die Ausbildung also doch
genutzt. Ein Muton ging zu Boden. Der zweite Muton lief nach wie vor auf die Gruppe zu.
Hier war eindeutig eine Situation, in der sich seine Taktiken aus dem Hörsaal lohnen würden. "Immer Holozielen einsetzen!",
das hatte er wieder und wieder erklärt. Und Höhenvorteile nutzen. Natürlich stand sein Team auf einem Hügel und blickte nach
unten zu dem verbliebenen Muton. Er musste mit gutem Beispiel voran gehen, also schob er den Schalter seiner Waffe von
"Starker Schaden" auf "Geringer Schaden + Holozielen" und schoss auf den Muton.
Weigel hörte die Schüsse seiner Rekruten, einen nach dem anderen. Durch seine langjährige Erfahrung konnte er schon am Klang
der Waffen hören, ob "Holozielen" eingeschaltet war oder nicht.
Ein Schuss - sehr schön - der Rekrut hatte "Holozielen" aktiv. Er würde ihn nach dem Einsatz dafür loben.
Der zweite Schuss - wieder "Holozielen" - sehr schön, noch ein fleissiger Schüler.
Der dritte Schuss - "Holozielen", oh, ein angsteinflösender Gedanke ging ihm durch den Kopf.
Der vierte Schuss - "Holozielen", verdammt, irgendwer muss doch auch direkten tödlichen Schaden machen, anstatt nur die Treffsicherheit
zu verbessern!
Der Muton war schon fast heran. Sein furchtbarer Nahkampfangriff schon beinahe zum Greifen nah.
Da schoss der letzte Rekrut. Es machte nur "Klick." Das Magazin war leer.
Commander Weigel versuchte verzweifelt, schnell einen weiteren Schuss abzugeben. Bei einer solchen Menge an Zielverbesserungen
würde er bestimmt treffen. Erstaunlich, aber trotz der langen Zeiten auf der Akademie hatte sein Reaktionsvermögen kaum gelitten.

Aber es war doch zu spät. Der Muton war schneller.
Er war nun auf Nahkampfreichweite heran und holte zu einem vernichtenden Angriff aus.
Die Zeit reichte kaum für einen letzten Gedanken. Das war es nun gewesen. Ein paar Bilder mehr würden morgen an der Wand
in der Bar der Avenger hängen.
Doch dazu kam es nicht.
Noch nicht.
Gerade als der Muton Commander Weigel in Stücke reissen wollte, gab der Boden nach. Es musste irgendwie an dem Hügel
liegen. Scheinbar war er früher eine Müllhalde gewesen und nicht aus massivem Fels gebaut. Jedenfalls trug der Hügel
das erhebliche Gewicht des Muton nicht, dieser brach ein und fiel in ein mehrere Meter tiefes Loch.
Commander Weigel konnte gerade noch verhindern, selbst abzustürzen. Zwei Rekruten warfen je eine Plasmagranate in
das entstandene Loch. Und vorbei war es mit dem Muton.

Bei seinem Beinahe-Absturz hatte sich Commander Weigel den Fuss verrenkt. Und so lag er nun auf seinem Bett und
überlegte, was er in den Missionsbericht schreiben sollte. Es fiel ihm ein Kernsatz ein: "Durch seinen taktisch
klugen Standpunkt auf einem Hügel und den Einsatz von Holozielen konnte das durchschnittlich relativ unerfahrene
Team zwei überlegene Feinde besiegen."
Und natürlich würde ihn Writing Bull nach dem Einsatz fragen. Seinen verletzten Fuss würde er kaum verbergen können.
Das war besonders unangenehm. War doch Writing Bull immer schon ein Granatenfreak gewesen. Und immerhin war
der zweite Muton durch Granaten gestorben und nicht durch Weigels Strategie. Na, er würde sich schon etwas Gutes
einfallen lassen.

Unvermutet ging die Klingel an seiner Kabine. Wer mochte das jetzt wieder sein? Nicht mal so kurz nach einem
Einsatz hatte man hier Ruhe. Manchmal wünschte er sich auf seine Eltern gehört zu haben, und einen ruhigen Job als
Anwalt oder Journalist ergriffen zu haben.

"Herein!"
Zwei ihm unbekannte Männer traten ins Zimmer. Sie trugen merkwürdig aussehende Uniformen. Das war sehr ungewöhnlich,
denn normalerweise waren in der Avenger nur XCOM Mitglieder erlaubt.
"Commander Weigel?" Es war der Ton eines Mannes, der das Befehlen gewohnt war.
"Ja, sie sprechen mit ihm" sagte Weigel und erhob sich vom Bett.
"Kommen Sie sofort mit uns, es gibt wichtige Entwicklungen, von denen wir sie in Kenntnis setzen müssen."
"Ich bin erst vor ein paar Minuten von einem schweren Einsatz zurück gekommen, hat das nicht ein wenig Zeit?"

Die Männer tauschten einen kurzen Blick. Wortlos übergab ihm der Sprecher ein Datapad.
Commander Weigel blickte auf den Schirm und sah in sein Porträt. Ein Bild von ihm in Uniform.
Darunter standen drei Zeilen:
"Zielperson: Weigel, Christian, XCOM-Offizier im Rang Commander."
"Befehl: Zielperson in die XCOM Geheimeinrichtung bringen, unverzüglich auszuführen."
"Authorisierungscode: XCOM-Rot-Gelb-873-14"

Ungläubig schüttelte Commander Weigel den Kopf. Dieser Authorisierungscode war nur für höchste Ränge in XCOM
bestimmt. Ihm hatte man den Code erst bei seiner Beförderung zum Commander mitgeteilt.
Trotz seines Ranges hatte Weigel nie von einer XCOM Geheimeinrichtung gehört. Weigel zog seine Stiefel und
die Uniformjacke an.
"Gehen wir!" sagte nun andere Mann. "Ein getarnter Skyranger der Sondereinsatz Gruppe wartet."

Ende Teil 2

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